Save the Baden-Württemberg!

Ich bin vor kurzem auf einen absolut sehenswerten SWR-Filmbeitrag aufmerksam gemacht worden. Der Link geht in die Mediathek, zum Anschauen. Am besten jetzt gleich machen, nach der Lektüre. Man muss etwas Zeit mitbringen. Es geht um den Klimawandel und zwar ganz konkret direkt hier in unserem Bundesland. In diesem Jahr waren die Auswirkungen selbst für die hartnäckigsten Vogel-Sträuße unter meinen Mitmenschen kaum noch zu übersehen. Vertrocknete, bockelharte Erde, monatelang kein Regen und überall abgestorbene Pflanzen. Auf dem “Stückle” selbst ging nicht mehr viel. Die Bäume kamen irgendwie trotzdem noch an etwas Wasser heran. Aber die Äpfel blieben sehr klein. Gottseidank mochte man fast sagen, sonst wären die Äste alle abgebrochen.
In dem Beitrag werden noch sehr viel mehr Faktoren und Zusammenhänge beleuchtet, die aufwendig recherchiert worden sind. Es geht um Verdrängung von Arten, die Wasserversorgung und ganz dramatisch um den Grundwasserspiegel im Allgemeinen. Ganz pessimistisch bleibt das Ganze nicht, es werden ein paar Projekte gezeigt die versuchen, dagegen anzukämpfen. Aber es wirkt im Vergleich zum Ausmaß des Gesamtproblems doch recht putzig.
Wir werden nicht drumherum kommen, den Energieverbrauch sofort drastisch zu reduzieren damit die Kohlekraftwerke stillgelegt werden können. Dazu muss kommen dass praktisch die gesamte Verbrennung fossiler Brennstoffe jetzt aufhören muss. Irre, wenn man darüber nachdenkt. Selbst wenn das in irgendeiner Form durchsetzbar wäre, wäre es immer noch zu spät.
Und wir müssen es endlich in unsere Köpfe kriegen. Die Großeltern haben es ins Internet geschafft, dann geht das doch auch, oder?

Kennt ihr den?
Jeder darf machen was er will, so lange er niemandem schadet und dabei seine Hose zu lässt.
Aber kann das so bleiben? Ich vermute, die CO2 Gutscheine müssen auch irgendwann für einzelne Individuen kommen. Dann hast du im Jahr sagen wir 100 Punkte, die kannst du entweder für 100qm bei 22°C durch-den-Winter-heizen verbrauchen, oder für ein SUV mit 15.000 Freikilometern oder für eine USA-Flugreise. Klingt zunächst dystopisch, ist aber wieder ein passender Anreiz für den menschlichen Erfindungsgeist. Wir müssen uns einfach endlich zusammenreißen!

Halte du, ich hab’s sicher

Am Wochenende beim Ausbau des Vans meiner Freunde Andreas und Linda geholfen. Ich bin immer wieder erstaunt, welche Arbeit sich die Leute machen ;-). Aber gut, man tauscht Zeit gegen Geld. Und das Ergebnis ist dann mit allen Stärken und Schwächen wohlbekannt und genau so wie man es will. Kompromiss(loser). Sehr schön finde ich so ein Projekt gemeinschaftlich zu bearbeiten. Mir selbst fällt es immer sehr schwer, mich über die erste Hürde hinweg zu motivieren. Dann lasse ich gerne mal alles (für später) liegen. Es ist klar, dass ich dann selten den Schwung habe, das Ganze wieder fortzuführen. Man beginnt ja dann an der Hürde. Aber so mit mehreren.. dann hat der andere vielleicht eine Idee oder schiebt das Ganze wenigstens von der Motivation her weiter. (hier, iss noch eine Schokokugel..) Und wegen irgendetwas die Arbeit einzustellen, das geht dann mal gar nicht.

Die Kiste selbst ist absolut riesig, aber die beiden meinen es ernst. Und der Hund ist nun auch dabei und muss irgendwo untergebracht werden. Mir selbst wäre der Formfaktor zu groß, da das Teil praktisch keine regulären Kfz-Parkplätze nutzen kann. Und mit 2,80m Höhe bleibt der Zugang zu Tiefgaragen ein Traum. Innen bekommt man dafür einen brauchbaren Aufenthaltsbereich und genügend Stauraum. Zwei Dachfenster und ein Lüfter sind bereits eingebaut und auch die Seitenwände erhalten noch Fenster. Sindse drin, könnense rausschauen. ;-)

Ich bin jedenfalls auf das Endergebnis sehr gespannt und natürlich auch auf den ersten Besuch… :)

Dieser Boden, “glatt wie’n Popo-Arsch“, gell? ;-)

Ocean Cleanup

Aus der Reihe wundersame Dinge im Pazifik kommt hier gleich noch eine bemerkenswerte Meldung. Es geht um das passive “Ocean Cleanup System”, das allein durch physikalische Effekte in der Lage ist, im Meer treibende Plastikpartikel einzusammeln. Ab und zu muss ein Schiff vorbeikommen, den gesammelten Müll aufnehmen und woanders verklappen artgerecht recyceln. Wie das System funktioniert sieht man sehr gut im Video:

Cui bono? ist natürlich die Frage, wenn Maersk mit an Bord ist aber man kann doch auch mal optimistisch sein. Irgendwie muss man damit doch mal anfangen. Noch besser wäre es natürlich, wenn der ganze Scheiß nicht erst im Meer landet, aber das Problem ist natürlich wesentlich komplexer. Wenn genügend dieser Systeme im Einsatz sind, soll der große Plastikwirbel innerhalb von 5 Jahren halb abgearbeitet sein. Immerhin!

Umweltschutz im Pazifik

Heute eine ganz merkwürdige Meldung: Aus dem schweren Kreuzer “Prinz Eugen” soll das Öl abgepumpt werden. Was hat es damit auf sich? Und was ist das für ein Schiff? Es war das einzige mehr oder weniger unkaputtbare Schiff der deutschen Kriegsmarine. Gebaut in den 30er Jahren war es dabei, als die “Bismarck” unterging, fuhr ungetroffen neben “Scharnhorst” und “Gneisenau” durch den Ärmelkanal und war bis zum Ende des Krieges in der Ostsee im Einsatz. Nach dem Krieg ging das Schiff an die Amerikaner, die alles wesentliche ausbauten, untersuchten und schließlich zum Bikini-Atoll fuhren. Dort überstand der Rumpf 2 Test-Atombombenabwürfe unbeschadet, wurde jedoch stark verstrahlt. Danach wurde das Schiff zum Kwajalein-Atoll geschleppt, wo es wegen langsam eindringendem Wasser irgendwann so viel Schlagseite bekam, dass es kenterte (Februar 1946). Seither liegt es dort direkt vor dem Strand und hat angeblich noch über 1000 Tonnen Bunker an Bord. Viel! Um mit dem Umweltproblem nichts mehr zu tun zu haben?, hatten die Amerikaner das Schiff zwischenzeitlich den Marshall-Inseln verschenkt. Schlau. Aber jetzt helfen sie bei der Bergung. Strahlen soll es angeblich nicht mehr. Das wird noch interessant..

Da liegt er.

Ergänzung (14.11.18): Operation erfolgreich abgeschlossen! Erfreulich, wenn mal etwas zufriedenstellend klappt.

Westweg Etappe 11: Kandern – Basel

Der einvernehmliche Tenor scheint zu sein, dass diese letzte Etappe eigentlich unnötig ist und mit dem Weg nichts zu tun hat – außer dass am Ende ein “großes” Ziel erreicht wird. Damit kann dann jeder verstehen, wo man lang gelaufen ist. Besser als “Ähm, wir sind von Dobel nach Kandern gelaufen.” “Hä?! Wo soll das sein?”. “Pforzheim-Basel” klingt dann einfach besser. Das ist zwar kein “München – Venedig”, aber immerhin ;-)
Ich sehe es positiv, mal schauen, was der Weg bietet. Frühstück ab 7, praktisch, wenn man nicht lang schläft. Ich treffe weitere Westwegler im Frühstücksraum, einer reist sogar direkt von dort ab. Irgendwann stehe ich, angenehm gefüllt, auf der Straße, es ist bedeckt, aber regnet nicht mehr. Im Ort finde ich die Markierung schnell wieder, praktisch an jedem Haus klebt eine rote Raute. Doch an der entscheidenden Stelle sind sie auf einmal weg. Wie jetzt. Praktisch, dass ich den alten Wanderführer noch in der Tasche habe. Damit finde ich einen kleinen Durchlass zwischen zwei Häusern, überquere Bahngleise und lande auf einem sehr schmalen Wanderpfad. Nach kurzer Zeit erreicht man die “Wolfsschlucht”, Felsformationen mit Grillmöglichkeit. Da man vor kurzem noch auf einem hohen Berg stand, kommt es mir irgendwie etwas klein-pupsig vor. Aber hey, der Weg ist abwechslungsreich. Durch die viel dichtere Besiedlung muss man natürlich auf dieser Etappe viele Ortschaften durchqueren. Das ist anfänglich bei den kleinen Bauerndörfern auch noch sehr nett, wenn man nicht gerade von Wachhunden zu Tode erschreckt wird. Es geht also der Kander entlang durch Hammerstein, Egisholz und Wollbach. Dann taucht der Weg in den Wald und kommt überhalb Lörrach an der Burg Rötteln wieder heraus. Dort spaziere ich dann mitten durch eine Hochzeitsgesellschaft. Dann muss man unter der Autobahn durch und einen Vorort durchqueren, bis man auf der anderen Seite wieder einen Höhenrücken erreicht, auf dem man dann die Tüllinger Höhe erreicht. Das ist ein interessanter Aussichtspunkt, links unten liegt Lörrach, rechts Weil am Rhein und Basel direkt vor einem. Häusermeer!
Beim Abstieg durch die Weinberge ist man auf einmal in der Schweiz. Unten geht’s über eine kleine Brücke und man befindet sich auf der Zielgeraden, die kilometerlange Promenade entlang des künstlich begradigten Flüsschens “Wiese”. Irgendwann biegt man links ab, durch einen ziemlich verlassenen Tiergarten in Richtung Badischem Bahnhof. Das letzte Stück Asphalt nervt etwas, aber ein brauchbarer Verkehrs-Endpunkt ist erreicht. Ich bin nach 6,5 Stunden angekommen.
Die Etappe ist an sich gar nicht schlecht, das Wetter war prima und schöne Ausblicke gibt es auch. Es passt eben nicht so gut zum Rest der Strecke ;-) Zum Einkehren unterwegs ist mir nur die Burg Rötteln mit einem netten Biergarten aufgefallen, die war aber durch die Gesellschaft blockiert.

Westweg Etappe 10: Belchen – Kandern

31.8.18
Die Faulheit hat schon am Vorabend zugeschlagen. Ich verschlafe. Am nächsten Morgen unterhalte ich mich lange mit einem netten Menschen beim Frühstück. Pünktlich zum Betriebsbeginn der Bällchenbahn erreiche ich die Talstation und fahre hinauf. Ich geb’s zu. Ne wirklich, ich *bin* schon einmal den Weg gegangen, jetzt kann man ja auch mal fahren :-)
Die doch relativ ernsten Geschichten meiner Frühstücks-Begegnung gehen mir im Kopf herum, als ich Richtung Süden durch das Naturschutzgebiet vom Belchen absteige. Es ist ziemlich erstaunlich, welche sehr direkten und offenen Gespräche Menschen mit einem führen, wenn sie wissen, dass es eine einmalige Begegnung ist. Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor des Allein-Wanderns. Heute war für den ganzen Tag mäßiger bis starker Regen angesagt, deshalb bin ich froh, dass es relativ lange trocken bleibt.
Kurz vor dem Haldenhof geht es dann aber los, und ich verkrieche mich unter meinen Poncho. Das funktioniert relativ gut, auch wenn er sich als nicht ganz 100% dicht herausstellt. Der ist doch nicht ganz dicht!! Stimmt :) Ich muss das Ding noch einmal großzügig imprägnieren. Aber die Idee ist richtig: Hände frei und relativ luftig untenrum, so dass man nicht so leicht ins Schwitzen gerät. Hinter dem Haldenhof hakt es einmal kurz mit der Orientierung, es ist so verhangen und ich habe 1000 Wassertropfen im Gesicht. Dann wieder glücklich eine Kuhweide passiert. Normalerweise sind die Weidezäune auf der Seite des Weges, wo auch das Vieh steht. Aber wenn das Vieh auf beiden Seiten steht, machen die halt keine zwei Zäune hin. Damit muss man offenbar immer rechnen. Hinter dem Kreuzweg geht es in den Wald hinein und es beginnt ein relativ langer Waldabschnitt, den man auf ganz schmalen, weichen Waldwegen geht. Das ist auch bei Regen in Ordnung, viel mehr sehen würde man bei Sonnenschein nicht. Es gluckst und blubbert und an manchen Stellen hat sich der Weg ungefragt in einen kleinen Bach verwandelt. Diese Etappe geht sich jedenfalls bis zum Blauen hervorragend, der Pfad-Anteil ist noch höher als gestern. Der Anstieg zum Blauen ist relativ kurz und man erreicht den Aussichtsturm nach wenigen Schritten, oben ist auch eine (übernachtungsfähige!) Gastronomie. Leider habe ich wieder Pech wie auf dem Feldberg. Die Sichtweite beträgt höchstens 20 Meter. Aber Kuchen haben sie trotzdem. Von oben geht es dann an der Sausenburg vorbei weit hinunter nach Kandern. Auf diesem Stück verlässt man den Schwarzwald. Auf einmal nur Laubbäume um einen herum, der Pfad wird wieder zur Waldautobahn aka Schotterweg und unten kommt man aus dem Wald und steht in einer Streuobstwiese. Hä? Kaum bin ich da, hört auch noch der Regen pünktlich auf. War irgendwie klar :) Das erste Haus, an dem man vorbeikommt holt einen dann auch wieder unangenehm schnell in die Zivilisation zurück. Da ist alles dabei, was mich an den aktuellen, private Bauvorhaben stört: Flachdach, Obi-Hütte, monströse graue Garage, Schießscharten und Rollrasen. Achja, eine Schotter-Draht Mauer haben sie natürlich auch. Gruselig, ich will zurück in den Wald ;-)
Ich komme am Ort gut unter und schlafe schlecht.

Westweg Etappe 9: Feldberg – Belchen (Multen)

Über ein Jahr später setze ich endlich meinen Weg fort. Ich hatte es mir einfacher und schneller vorgestellt, aber es klappte einfach nicht früher. Der Startpunkt war am Feldberg, ziemlich genau dort, wo ich letztes Jahr abbrechen musste. In der Nacht hatte es gewittert und viel Regen ist gefallen. Der hatte inzwischen aufgehört, aber der ganze Berg noch in Wolken und Nebel gehüllt. Ich gehe trotzdem früh los. Natürlich begegnet mir kein Mensch. Es sind mir an dem und den folgenden Tagen überhaupt nur sehr wenig Wanderer begegnet. Oben auf der ersten Kuppe (“Grüble”) kurze Orientierungslosigkeit, dann, klar, hier weiter. Ich durchquere einen Kuhzaun und höre schon das Gebimmel im Nebel. Kurze Zeit später stehen wir uns gegenüber: Das Schwarzwälder Milchvieh auf dem Weg, Köpfe in meine Richtung (sie haben mich nicht kommen hören), ich auf der anderen. Ich gehe 50 Meter zurück und nehme den parallel verlaufenden Wirtschaftsweg. Vor Kühen habe ich Schiss Respekt. Am nächsten Tag hatte ich nochmal eine ähnliche Begegnung, allerdings ohne Ausweichmöglichkeit. Mein Glück, dass der Jungkalb-Bulle noch so klein war, dass er vor mir davongesprungen ist.

Kurze Zeit später erreiche ich den “Gipfel”, der eigentlich gar keiner ist. Der Feldberg ist unspektakulär platt. Leider ist die Sichtweite immer noch 50m, so dass ich mich nicht aufhalte. Aber auf dem Abstieg Richtung Wilhelmer Hütte reißt auf einmal die Wolkendecke auf und im weiteren Verlauf wird es immer sonniger und weitsichtiger. Der folgende Weg über den Stübenwasen zum Notschrei ist sicherlich einer der bekanntesten Wanderwege des Schwarzwalds. Es geht sich ganz gemütlich ohne große Höhenunterschiede, oft auf gut federnden Waldwegen. Am Notschrei ist offen. Praktisch, ich brauche einen Kaffee. Dahinter geht es durch ein schönes Naturschutzgebiet zum Wiedener Eck. Das ist wieder eine nette Gastronomie-Installation an der Durchgangsstraße. Ich möchte aber nichts und fülle nur meine Wasserflasche im Brunnen nach. Es folgt eine schöne Waldpassage, die in einem tiefen Einschnitt (die “Krinne”) endet. Dort wollte ich eigentlich schon nach links Richtung Multen abbiegen, meiner Übernachtungsstation. Aber es ist noch früh und das Wetter ist schön. Da es morgen regnen soll, beschließe ich den Belchen heute noch zu besteigen. Es sind nicht wirklich viele Höhenmeter, aber in der dämpfigen Luft gibt es einen ordentlichen Schweißausbruch. Irgendwann stehe ich oben und kann in die Ferne sehen. D.h. man kann ab und zu in die Ferne sehen, denn, kurios, der Gipfel befindet sich ziemlich exakt auf der Höhe der Wolkenunterkante, so dass man immer wieder auch gar nichts sieht :)
Die Landschaft breitet sich weit unter einem aus, fantastisch. Neben der Badener Höhe der bislang schönste Punkt der Wanderung. Auch gut: Etwas unterhalb gibt es Gastronomie, wo man mit einem Radler an der sonnenbeschienenen Steinmauer sitzen kann. Extrapunkt :) Es gibt hier sogar eine Bergbahn, die Belchenbahn, die nach ihrem Aussehen eher Bällchen-Bahn heißen müsste. Aber die Batterien halten noch, ich laufe zu Fuß runter nach Multen. Das ist nicht ganz so toll zu laufen, denn der Weg verläuft auf der Skipiste und schon wieder Milchvieh… ;-)

Rundum

Kaiserwetter. Auf dem Stückle knochentrockene Erde, die Bäume ringsum saugen der Wiese die letzte Feuchtigkeit ab. Ich bin so froh, dass das kein Ziergarten ist.
(Unter anderem) ;-) mit dabei ein neues Spielzeug, die Gear 360. Ein kleine Kugel, die mit 2 Linsen in der Lage ist, 360° Panoramen aufzunehmen. Das Gesamtergebnis hat dann knapp 30MP. Die Fernsteuerung funktioniert prima via Handy, man kann auch die Bilder gleich überkopieren, oder auf der internen SHCD Karte belassen. Ein Plugin für WordPress wurde auch schnell gefunden.

Ich bin noch nicht ganz zufrieden, da diese Bilder auch ganz gut zoomfähig sind.

Da Mondn!

Mondfinsternis_I

Nachdem gestern abend (bei dem Wetter!) vermutlich niemand die Mondfinsternis verpasst hat, schreibe ich trotzdem dazu :P Nach dem Training entspannt auf der Dachterrasse das Spektakel verfolgen. Doch was ist das? Es ist diesig über dem Horizont, kein Mond zu sehen. Das war schade und ich hatte auch schon fast aufgegeben, als er dann doch noch sichtbar wurde. Ein Foto! Dabei habe ich mich rechtzeitig an den Tip meiner lieben Kollegin Annett erinnert: Der Mond muss schnell fotografiert werden! Da er selbst in Bewegung ist und es Störungen in der Atmosphäre gibt, werden Langzeitbelichtungen zwangsläufig unscharf. Meine Bilder sind mit 1/80, ISO 1600 und (auf dem Knie) aufgelegter Kamera entstanden. Nicht ganz optimal, aber mir gefallen sie.

Mondfinsternis_II

Besonders interessant war der Moment, als er dann doch relativ schnell wieder aus dem Erdschatten herauskam und die Nacht rapide heller wurde :)

Mondfinsternis_III

Kennt ihr den noch? Ein heiteres One-Trick-Pony, über das wir so gelacht haben:

Störung am Triebfahrzeug

Bahn-Bashing! Die Leute, die dort arbeiten können am wenigsten dafür. Ich bin schon länger der Ansicht, dass das Privatisierungskonzept ziemlich grundlegend gescheitert ist. Und wie immer kommt es darauf an, wen man fragt. Wer darauf angewiesen ist, lacht hysterisch und findet sich irgendwie mit der Situation ab. Aber es gibt noch Menschen unter uns, die sich daran erinnern wie es einst war! Zeiten, in denen die Bahn nicht jährlich vom Winter, Sommer oder wie in meinem aktuellen Fall, den Ferien! überrascht wurde. In der es noch Ausweichgleise gab. Wo man einem Zug nochmal Wagen “aus dem Vorrat” beistellen konnte, wenn sich hohes Passagieraufkommen abzeichnete. Einer stetig wachsenden Zahl (potentieller) Kunden steht so ein immer kleinerer Fahrzeugpark gegenüber. Kleinere Sitzabstände, dann spart man auf 600m Länge einen Wagen ein. Großartig! Das gefällt niemand, der den Kram nutzen muss. Gleisansagen kommen selbst in den ganz großen Bahnhöfen eher zufällig – manchmal wird dann auch der Zug für das Nebengleis angekündigt. Hoppla, naja egal. ICE wird bereitgestellt ohne Reservierungen, ungereinigt, 30 Minuten zu spät. Bis am Ziel sind es dann 58 Minuten geworden, im Zug so knapp 30 Grad. Da dachte man, man ist dem Schlimmsten entronnen, sind nur noch 20 Minuten Regionalbahn. Doch dort ist anscheinend der vorausgegangene Zug ausgefallen, zur Haupt-Pendlerzeit rollt dann original eine Garnitur mit.. 5 Wagen ein. Die dichtgedrängten Leute am Bahnsteig hätten 8 vollbekommen. So quetschte man sich auf zwei Ebenen und schwitzte sich gegenseitig an. Wunderbar. Mein Tag heute. Es müsste gar nicht so viel getan werden, um etwas zu verbessern. Vor allem, mehr Redundanz schaffen, damit solche Extremsituationen nicht so schnell eskalieren. Aber! Kost’ ja Geld.