Wahlfrust ’17

Noch eine Woche bis zur Wahl. Der Wahlkampf könnte langweiliger nicht sein. Mein Tip: Es wird gerade so, haarscharf, wieder für die ehemalige “große” Koalition reichen. Die Union hat den rechten Rand der SPD angenagt und dabei den eigenen rechten Rand aufgegeben. Viele finden das mehr oder weniger scheiße, aber so ist das mit der Thermodynamik.
Für mich gibt es zwei Themen, die alles in den Schatten stellen:
1.) Die Veränderung unserer Gesellschaft: Dazu zähle ich Flüchtlingskrise, Integration, soziale Gerechtigkeit, Altersarmut und die “Verrohung” größerer Bevölkerungsteile mit den passenden Folgen.
2.) Klima: Überbevölkerung, Flächenverbrauch, Energiewende, Luftverschmutzung, CO2, Diesel-“Affäre”. Einfach der individuell viel zu hohe Energieverbrauch.
Die Politik hat die Möglichkeit, diese Fragen anzugehen, viel mehr als jeder Einzelne. Ich kann mich aus den vergangenen Jahren jedoch nur an zwei Situationen erinnern, an denen etwas passiert ist: Fukushima 2011 und Grenzöffnung 2015. Reaktion! Keine Gestaltung.
Ich bedaure außerordentlich, dass keiner bereit ist, anzupacken.

Ziemlich rote Wolke

BÖLLER!!


Abschuss-Vorrichtung

Hier wieder einer aus der Reihe: “Mit zweierlei Maß gemessen – aber diesmal richtig.”
Seit 2009 ist das Abbrennen von Feuerwerk in der Innenstadt untersagt und durch eine ziemlich bedrohliche Bußgeldverordnung gesichert. Dieses Jahr war das Brandrisiko mit dem ganzen Schneematsch sicherlich absolut minimal. Aber wer in der Innenstadt unterwegs war oder sich wie ich die optische und akustische Darbietung von zuhause angeschaut hat, dem wurde klar: Das Verbot wird … .. ignoriert. :-)
Und damit man das zweite Maß daneben hält (sonst macht es auch keinen Spaß): Die jahrelange Schowo-Band “The Cash” wurde geschasst, weil an einem Abend auf der Bühne ein (verglichen mit gestern) winziges Bühnenfeuerwerk abgebrannt wurde. Ja was jetzt? Ich wette der Zustand an Silvester wird nur deswegen ignoriert, weil sich keiner von den Herren in der Verwaltung über die Durchsetzung der Verordnung den Hauch eines Gedankens gemacht hat. Und das ist dann ein Fall für den Gemeinderat. Ich habe heute einen von ihnen getroffen, der das in Kürze ansprechen wird… ^^

Bevor hier einer was falsch versteht: Ich bin weder eine Spaßbremse noch habe ich etwas gegen Feuerwerk. Ich habe nur etwas gegen Verordnungen, die sich nicht durchsetzen lassen oder die nicht durchgesetzt werden wollen. Entweder, oder. Das geht einfach nicht mit der halben Arschbacke!

Rätselhaft

Das wirkt ja wie ein Weihnachtsmärchen: Putin läßt den Chodorkowski 3 Tage vor Weihnachten nach 10 Jahren Haft frei. Bin ich der einzige, der sich jetzt fragt, was Gensch-Man dafür verkauft hat, daß der jetzt (ausgerechnet) hier frei herumläuft? Komischer Zufall auch die Meldung desselben Tages, dass die Russenmafia in ganz großem Stil am europäischen Strommarkt zockt. Mein Gutglaub-Konto ist langsam überzogen. Wer jetzt immer noch keine schlechte Laune hat, schaut mal bei Fefe rein, das dürfte dann endgültig reichen :-)

Postturm erblaut

Beauty lies in the eye of the beholder” wie der Engländer sagt. Da kommen einem die Zweifel an der Sehkraft unserer Stadt-Oberen, Rathaus-Funktionären und generell Groß-Kopferten. Was ist passiert?

In meiner Heimatstadt Schorndorf tut man alles, um sich sicher möglichst weit vom guten Geschmack zu entfernen, was die Ausgestaltung der öffentlichen Flächen angeht. Im 17. Jahrhundert, als das meiste hier aufgebaut wurde, fing man wirklich aussichtsreich an. Seither ist leider ein kontinuierlicher Abwärtstrend zu verzeichnen. And die vielen stationären Kunstwerke hat man sich bereits gewöhnen müssen, eins schöner als das andere. Der “Mondscheinbrunnen” (über den ich mal eine gesonderte Serie bringe), der entzückende Catwalk am Tuscaloosa-Kreisel, ein versteinerter Van-Carrier (zum Vergleich hier klicken) auf dem Bantel-Parkplatz – an Höhepunkten der Entsetzlichkeit haben wir fürwahr keinen Mangel. Die Lektüre der dazu aufgelegten Betriebsanleitung verleitet mich zu einem hysterischen Lachen. Die Weihnachtszeit setzt den Grausamkeiten aber noch einmal die sprichwörtliche Mütze auf. Man glaubt’s nicht, oder? Das weithin sichtbare Wahrzeichen, das hier eine größere Horde Deppen hausen muß.
Jetzt kommt aber der Nachbrenner, das nagelneue, typisch weihnachtliche Blaulicht an unserem super Feig-Porsche-Post-Tower! Geil, wa? Vis á vie des Weihnachtsmarkts.. da kommt man gleich ganz derbe in Weihnachtsstimmung, geht nicht anders.. Glühwein,… schnell.. . Schorndorf, zur blauen Stunde. Meine Güte, jetzt brauch ich ganz dringend ein Getränk, sonst hol ich die nicht mehr ein.

2erlei Maß

Während im Gemeinderat darüber gestritten wird, ob der Bezug von Pflastersteinen aus China ethisch vertretbar ist (könnten ja Kinder am Gehämmer beteiligt sein), ist man in der Kronengasse von dieser Problematik weit entfernt. Hier kann man denken, die Gartenschau hat schon ein paar Jahre früher begonnen.

Ich frage mich, ist es ein Projekt zur Innenstadtbegrünung oder war die Mähabteilung des Bauhofs noch nicht da?

Warum das hier? Weil ich mich seit Jahren ärgere, daß trotz entsprechenden Einlassungen hier nichts passiert. Und weil es schlicht zum totlachen ist, das sich die oben abgebildete Szenerie keine 200m vom Rathaus befindet, das eben mit dem Einsatz von Millionen komplett saniert wurde. Ich weiß, das bringt natürlich auch nichts, aber es ist einfach schön zu sehen, wie sich die Natur von den Menschen aufgegebene Bereiche zurückerobert.

Fachhandel vs. Internet Part I

Nach langer Zeit gab die einfache Gartenpumpe den Geist auf, die mit Hilfe eines Schwimmerschalters das Sickerwasser aus unserem Keller pumpt. Viel zu tun hatte sie nicht, aber auf Dauer bekam ihr das salzig-feuchte Klima da unten nicht so gut.
Seufzend recherchierte ich im Internet und kam so auf die Wasserpumpen der Firma Metabo, die mir für diesen Zweck gerade passend erschienen. Wunderbar. Allerdings gibt es auch hier eine Vielzahl an Geräten mit den unterschiedlichsten Eigenschaften. Schmutzwasser oder nicht, eingebauter Schwimmer oder nicht, Leistung, Förderhöhe, und so weiter. Nach einer Stunde hatte ich einen mir passend erscheinenden Kandidaten ausgemacht und sogar einen Internet-Händler gefunden, bei dem ich das Teil gleich hätte bestellen können. Doch halt!
Erstens musste ich so schnell als möglich Ersatz finden, andrerseits bin ich gern bereit, einen Händler vor Ort zu unterstützen. Also nachgeschaut, der nächste Fachhändler mit Ladengeschäft ist nur 3km von meinem Arbeitsplatz entfernt, ideal für einen feierabendlichen Stopp. Dort angekommen dachte ich, frag mal den Fachmann, mein Halbwissen stammt schließlich aus dem Internet. Da soll man ja sowieso nicht alles glauben. Der riet mir zu einem anderen Gerät, dieses mit eingebautem Schwimmer. Dachte ich mir, weniger Kabel ist immer gut und auf meine Nachfrage “Schmutzwasser, aber ohne größere Rückstände?” antwortete er “Ja überhaupt kein Problem”. “Und die Förderhöhe? Ich brauche etwa 5 Meter!” “Das schafft die, sehen Sie, bis 7 Meter!”. Das war dann auch noch 30 Euro billiger als das Gerät, welches ich zunächst im Auge hatte. An dieser Stelle hätte ich meinem sofort aufkeimenden Mißtrauen nachgeben sollen, aber der Schwabe spart ja für sein Leben gern und ich nahm daher dieses Ding gleich mit nach Hause.
Aufstellen, anschließen, kein Problem. Hm.. fördert etwas schwach aber wahrscheinlich ist noch irgendwo Luft drin, warten wir also mal ab.
Eine Stunde später war ich wieder im Keller und die Pumpe lief nicht mehr, war aber sehr heiß. Ich also die Pumpe hochgeholt und in der Dusche betrachtet. Nichts zu erkennen. Nachdem die kurzerhand die Bodenverkleidung abgenommen hatte siehe da: Ein Steinchen, sich nicht größer als eine Erbse, hatte die Flügelenden des Propellers abgeschlagen und sich hinterher festgeklemmt. Soviel zur Schmutzwasserfähigkeit.
Ich habe dann das Ding gereinigt, wieder zusammengesetzt und am Aufstellort in eine niedrige Kunststoffwannde gesetzt um sicherzugehen, dass keine Fremdkörper mehr angesaugt werde. Dann klappte es. Pump, pump, fleißig strömt das Wasser aus. Nur nicht bis zum Ende. Denn die Förderleistung reicht nicht (mehr?) aus, den Behälter zu leeren. Das kann nun an dem verstümmelten Propellerblatt liegen, am Schlauchdurchmesser oder etwas anderem, ich weiß es nicht. Die versprochenen 7 Meter sind jedenfalls nicht erreichbar. Mit dem alten Schwimmer dazwischengeschalten gelingt jedoch die Abschaltung bis zur halben Tiefe, das reicht zumindest, um einen Großteil des Wassers abzusaugen. Zurückgeben fällt jedenfalls aus mit dem Schaden.
Wäre es mit einer Direktbestellung im bösen Internet anders verlaufen? Das kann man nicht abschließend beantworten, dieser Ärger war jedenfalls überflüssig. Fortsetzung folgt.

Abschaffen!

Nachdem sich gestern die CDU abgeschafft hat hatte ich auch sofort Ideen, was man alles abschaffen könnte. Eingedenk dessen, daß ich heute morgen wieder völlig verschlafen bei der Arbeit aufschlug habe ich einen meiner Lieblingsabschaffungskandidaten für euch herausgepickt: Die Sommerzeit. Ursprünglich gut gemeint als Verlängerung der Tageszeit (in anderen Ländern spricht man von “daylight savings time“) hat sie meinem Empfinden nach überhaupt keine positive Auswirkung. Energie wird anscheinend auch nicht gespart. Es gab vor ein paar Jahren schon mehrere Petitionen zu dem Thema, sie wieder loszuwerden. Diese wurden abgeschlossen, was soviel wie abgelehnt bedeutet. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Begründung, warum dem Anliegen nicht entsprochen werden kann: Dem Argument der Nutzlosigkeit wird darin beigepflichtet, allerdings ist das vorgeschützte Ziel der möglichst hohe zeitliche Gleichlauf aller europäischer Länder. Der sei sehr wichtig. Durchaus korrekt. Nur warum müssen wir dazu alle die Uhr umstellen? Der Fehler muss also auf europäischer Ebene behoben werden, was natürlich bei dieser Bürokratie vollkommen unmöglich ist. Das steht zwar nicht wörtlich drin, dennoch ist diese Offenheit fast schon erfrischend. Einen arabischen Imperator loszuwerden scheint fast einfacher zu sein. Sei’s drum.
In der nächsten Folge geht es weiter mit meinen anderen Wunschkandidaten: Dem Steuergesetz und dem öffentlich-rechtlichen Funk und Fernsehen :-)

StarCraft 2 killt meine Grafikkarte :)

Ob das wirklich wahr ist, weiß ich natürlich nicht. Fakt ist jedenfalls, daß sie ihren letzten Atemzug tat, als ich gerade das Spiel anwerfen wollte. War irgendwie auch klar. Auf einer schönen Geburtstagsfeier am Wochenende gab ich noch zum besten, wie zuverlässig das alles zuhause bei mir läuft. Nie Probleme. Tja, bis gestern. Stimmt nicht, vor ein paar Tagen kündigte es sich bereits an. Absturz, Neustart und ganz kuriose blaue Streifen im Windows Startbildschirm. Ich machte dann den Rechner aus, saugte die ganzen Wollmäuse raus und startete neu – er lief wieder. Nur diesmal half das nichts mehr. Nach den blauen Streifen schwarzer Bildschirm, kein Wechsel mehr in die hohe Auflösung. Im “Safe Mode” funktionierte der Rechner allerdings noch, von daher konnte ich ein Mainboard-Versagen einigermaßen ausschließen. Die gestorbene Karte war eine Gigabyte mit Geforce 7600 GT Chip, passiv gekühlt mit Heatpipes auf beiden Seiten. Sie hielt ziemlich genau 3,5 Jahre. Mein Verdacht ist, daß die passive Kühlung einfach die Lebenserwartung reduziert, weil der Chip immer etwas jenseits der zulässigen Temperaturgrenzen läuft. Das ist ja ohnehin die Täuschung mit den passiv gekühlten Komponenten – damit die Lebenserwartung stimmt muß dann eigentlich ein Gehäuselüfter rein. Also doch wieder eine Geräuschquelle.


Jemals schon so eine schöne Leiche gesehen?

Achja, StarCraft2. Wie früher! Mir gefällt es immer noch nicht (so besonders). Die 3 taktischen notwendigen Finessen sind Masse, Masse und Masse. Im Gegensatz zu beispielsweise C&C Tiberium Wars, wo besonders schwere Einheiten gehegt und gepflegt werden können (und müssen) wird hier geschreddert was das Zeug hält. Der Vorteil, die Partien sind relativ kurz. Auf der anderen Seite auch noch viel Fleißarbeit (“Micro“) bei der Klickerei. Also, ich werd da nicht so richtig warm mit. SterneSterneSterneSterneSterne Und überhaupt ist es mir zu teuer mit den kaputten Grafikkarten die ganze Zeit ;-)

Hack!! Arrrgh

Womit man so seinen Nachmittag verbringen kann. Alles fing damit an, daß der GeoURL Button unten rechts nicht mehr funktionierte. Die Tags waren drin, also an was konnte es liegen? Der GeoURL Support schlug vor, doch mal den W3 Validator auszuprobieren. Hä? Ich verwende doch Software von der Stange, aber warum nicht.. und siehe da, der Validator sagt, er könne mit Content-Type null nichts anfangen. Ich schaue in den Header des Themes, der Content-Type wird explizit gesetzt, genauso wie im Quellcode der Seite. Doch irgendwas ist komisch mit dem header.php..
Dann sehe ich es: In der ersten Zeile steht was völlig merkwürdiges:

<?php /**/eval(base64_decode(‘aWYoZnVuY3Rpb25 …

Etwas primitive Tarnung, das Skript (ziemlich obfuscated) in einem Base64 String. Das wiederum rief ein in einem entlegen Winkel meiner Webseite plaziertes Skript auf, das wiederum eine 100kb Datei dekodierte und dann evaluierte. Was das genau tut habe ich noch nicht herausgefunden. Eins jedenfalls hat die Infektion geschafft: Alle meine PHP Seiten waren damit infiziert (.php5 Seiten aber nicht!) Das hatte anscheinend nichts mit WordPress zu tun. Dem Änderungsdatum zufolge war das bereits vor einem halben Jahr geschehen. Ich hatte nichts bemerkt!
Wie das ganze hereingekommen ist weiß ich leider noch nicht. Ich vermute, daß es an der sehr alten WordPress-Version vom Blauen Heft liegt, speziell den dort verwendeten Javascript Editor (in dessen Unterverzeichnis das “Mutter-Skript” untergebracht war).
Ich mußte das natürlich zum Anlaß nehmen beide Blogs auf WordPress 3.0 anzuheben, alle anderen PHP Skripte manuell zu bearbeiten und mal wieder kräftig aufzuräumen. Aufräumen ist ja immer eine super Sache. Man muß es nur ab und zu tun. Danach funktionierte auch der GeoURL Knopf wieder.

Zusammenfassung:

  • Ab und zu in den PHP Quellcode schauen
  • Regelmäßige Backups der Files und Datenbank
  • Nie alte Versionen herumliegen lassen

Links dazu aus dem Web, hier und hier. Peinlich wenn man sich anschaut wie alt das schon ist..

Frische Luft

Daß weniger vielleicht manchmal viel besser ist fiel mit heute wieder bei einem Spaziergang auf. In einem Wohngebiet, das in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erschlossen wurde stehen viele Häuser auf nach heutigen Maßstäben großzügigen Grundstücken. Manchen Anwohnern fehlt Geld, deshalb verkaufen sie einfach den Garten als Baugrundstück. Andere Gebäude wechseln den Besitzer und werden statt einer Renovierung abgerissen und neu errichtet. Anstelle von Einfamilienhäusern entstehen aber nun in der Regel Gebäude für mindestens zwei, eher noch 4-6 Parteien. Das verkauft sich anscheinend gut, es ist ja auch eine “schöne” Wohngegend. Oder gewissermaßen, es war eine schöne Wohngegend bis diese Klötze (hart an die Grundstücksgrenzen gebaut) auftauchten. Eklatant wird es auf den Straßen davor. Irgendwo müssen die ganzen Menschen die hier leben auch parken. Zwar müssen Neubauten oft Parkflächen in Tiefgaragen vorweisen, aber das hindert die Bewohner nun nicht ihr Auto trotzdem vor die Tür zu stellen anstatt sich in die winzigen Lücken zu quetschen. So sinkt die Qualität des Wohngebiets zum Nutzen des Bauherrn und zu Lasten aller anderen ab. Ich frage mich warum für solche Sachen laufend Baugenehmigungen erteilt werden.