Schneebälle

Ich habe vor einiger Zeit einmal an einem “Lass uns ein cooles Blockchain-Projekt starten” Meeting teilgenommen. Das Ganze ist aufgrund der Inaktivität des Organisators gleich wieder im Sande verlaufen. Die Technologie dazu habe ich mir aber angeschaut, vor allem die Libraries, auf der das aktuelle Bitcoin Mining basiert. Mein Fazit damals: Komplizierte Sache. Also nicht die Technologie an sich, sondern der Aufbau eines greifbaren Geschäftsmodells auf Basis dessen. Nachdem heute die Sau wieder einmal durch das Dorf galoppierte, bin ich über einen kurzen Umweg an diesen sehr schönen Vortrag geraten, der euch in kürzester Zeit die Problematik näher bringt. Hervorragende Präsentation, schaut’s euch mal an.

Raspbian “stretch” und smb.conf

Nachdem ich gerade virtuell in die Tischkante gebissen habe hier ein Hinweis auf eine Situation, die vermutlich jedem da draußen passieren wird, der Samba auf dem Raspberry nutzt..

Ich habe ein Update gemacht auf die stretch Version und konnte anschließend nicht mehr drucken. Was war passiert? Die Anmeldung mit \\hostname auf dem System funktionierte nicht mehr, stattdessen ging es noch mit \\192.168.188.X
Offensichtlich ein Problem mit der Namensauflösung, wenn man sich aber anmelden will bekommt man den leider verwirrenden Fehler “Falsches Passwort” serviert.

net use \\hostname /user:meinBenutzerName
führt unter Angabe des richtigen Passworts zum Systemfehler 1326. Was mir dann fehlte ist der Parameter
ntlm auth = yes
in der smb.conf (Bereich [global])

Merke: Es ist immer ein totaler Scheiß für die Anwender, wenn man den Default eines Parameters ändert, der gar nicht angegeben ist! Diesmal .. passt der Post zum Domain-Namen!

Taylor oil spill “contained”

Es gibt Meldungen, bei denen man alle Hoffnung an die Menschheit verlieren kann. Oder an die Rettung derselben. Vor allem, wenn es sich dabei um eine “Erfolgsmeldung” handelt. Diese kommt aus der Öko-Ecke: Im Golf von Mexico wurde ein System in Betrieb genommen, das einen Unterwasser-Rohölaustritt eindämmen soll. Es handelt sich dabei um den “Taylor oil spill“.
Durch einen Schlammrutsch auf dem Meeresboden im Jahr 2004 während des Hurrikan “Ivan” kenterte eine Öl-Bohrplattform und wurde auf dem Meeresboden 150m weit verschoben. Die Bohrlöcher wurden dabei teilweise mit Schlick bedeckt. Dennoch tritt an den Öffnungen seit 2004 weiterhin Öl aus. Das sind bis heute 15 Jahre, über die laut Greenpeace bisher mehr als 5 Mio. Liter ausgetreten sein sollen. Gemerkt hatte man das erst 4 Jahre(!) später, als untersucht wurde, woher denn immer diese komischen Ölflecken auf dem Meer kommen. Im Oktober 2018 berichtet die Washington Post über das Leck, nachdem die US Coast Guard dem Treiben 10 Jahre lang mehr oder weniger tatenlos zugesehen hat. Die Betreiberfirma war inzwischen pleite gegangen.
Durch den Artikel wurde genug öffentlicher Druck aufgebaut, dass ein Unternehmen zur Eindämmung der Leckage beauftragt wurde.
Die Coast Guard meldet nun, 15 Jahre nach dem Unglück, dass das System zur Absaugung des austretenden Öls hinreichend gut funktioniert. Die Ölteppiche wären jetzt deutlich kleiner. Macht euch keine Sorgen, es gibt nichts zu sehen, weitergehen bitte.

Waldkirmes


Über die Jahre im Wald bei Bad Wildbad unterwegs gewesen. Hier kann man einmal beobachten, wie eine Gemeinde ein Waldstück touristisch maximal bespielt. Es gibt Attraktionen in konzentrierter Form – in einem eher unspektakulären Teil des Nordschwarzwalds. Aus einem dunkel, im tiefen Tal gelegenen Ort (mit zugegebenermaßen interessanten Gebäuden und interessanter Schienenführung) führt eine Standseilbahn zum ca. 300m höher gelegenen Aussichtspunkt am Westhang des Tals, das in Nord-Südrichtung führt. Man kann aber auch auf dem großen Bezahlparkplatz (7€ Tagesgebühr) parken. Neben Einkehrmöglichkeit gibt es dort einen Bikepark samt diverser Downhill-Trails, den (sehenswerten) Baumwipfelpfad, Langlauf und eine kurze Abfahrt samt Skilift und diverse Einkehrmöglichkeiten. Das nicht mehr ganz Neueste ist jetzt die Wildline (German, anyone?), eine Fußgängerbrücke, die über einen Hangabschnitt führt von dem man eine gute Aussicht ins Tal genießen kann (9€ hin- und zurück). Das Spannende ist außer der Aussicht ein gewisser Nervenkitzel, da die Brücke einen Gitterboden hat, von dem aus man den 60m tiefer gelegenen Waldboden sehr gut erkennen kann. Dazu gerät das gesamte Bauwerk in gute Quer- und leichte Längsschwingungen. Vor allem, wenn man nicht allein dort ist, was fast ausgeschlossen ist und heitere Mitmenschen den Effekt mutwillig verstärken ;-)

Als Kritikpunkte könnte man anführen, dass die Brücke aus Verkehrssicht keinen Zweck erfüllt (man spart überhaupt keinen Weg ein) und die Aussicht zwar gut ist, aber dann doch deutlich z.B. hinter dem Turm des Baumwipfelpfads zurückbleibt. Ist die Überquerung geglückt kann man tatsächlich ein paar Kilometer wandern, um schließlich das berühmte und empfehlenswerte Ausflugslokal Grünhütte zur erreichen. Natürlich über einen “Märchenpfad” mit allerlei Installationen. Selbstredend ist die Deckung durch die Rauten des Schwarzwaldsvereins flächendeckend, Verlaufen ausgeschlossen. An Ziel muss man sich anstellen, um zwischen Horden von Spaziergängern und Wanderern noch einen Blaubeerpfannkuchen zu ergattern. Oder eine deftige Linsensuppe. Aber all das ist recht preiswert und gut. Die ganze Aktion lässt sich mehr oder weniger ohne Bewältigung von Höhenmetern durchführen, so dass auch problemlos kleine Kinder und Oma & Opa mitkommen können.
Zurück bleibt die Erkenntnis, dass man diesen Besuch unbedingt machen kann, solang man es noch nicht gesehen hat. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Wald auch ohne die ganzen Effekte schön genug ist.

Wahlfrust ’17

Noch eine Woche bis zur Wahl. Der Wahlkampf könnte langweiliger nicht sein. Mein Tip: Es wird gerade so, haarscharf, wieder für die ehemalige “große” Koalition reichen. Die Union hat den rechten Rand der SPD angenagt und dabei den eigenen rechten Rand aufgegeben. Viele finden das mehr oder weniger scheiße, aber so ist das mit der Thermodynamik.
Für mich gibt es zwei Themen, die alles in den Schatten stellen:
1.) Die Veränderung unserer Gesellschaft: Dazu zähle ich Flüchtlingskrise, Integration, soziale Gerechtigkeit, Altersarmut und die “Verrohung” größerer Bevölkerungsteile mit den passenden Folgen.
2.) Klima: Überbevölkerung, Flächenverbrauch, Energiewende, Luftverschmutzung, CO2, Diesel-“Affäre”. Einfach der individuell viel zu hohe Energieverbrauch.
Die Politik hat die Möglichkeit, diese Fragen anzugehen, viel mehr als jeder Einzelne. Ich kann mich aus den vergangenen Jahren jedoch nur an zwei Situationen erinnern, an denen etwas passiert ist: Fukushima 2011 und Grenzöffnung 2015. Reaktion! Keine Gestaltung.
Ich bedaure außerordentlich, dass keiner bereit ist, anzupacken.

Ziemlich rote Wolke

Edit: Ich hatte (leider) Recht, konnte aber nicht ahnen, dass sich die SPD diesmal nicht für den Futtertrog entscheidet. Wie unerwartet. Das Ergebnis ist aber ganz ähnlich. Durch das breite Meinungsspektrum in der Koalition verlieren sie am Ende alle. Ich fürchte weiteren Stillstand..

Westweg Etappe 8: Thurner – Feldberg

Montag, 26.6.2017
Meine unfreiwillig letzte Etappe beginnt wieder mit einem strahlenden Morgen. Im Frühstücksraum wird vorwiegend spanisch gesprochen. Das ist mir übrigens schon mehrfach aufgefallen: Im Schwarzwald sind sehr viele Spanier unterwegs! Genauso wie viele Belgier, mit denen man ab und zu ins Gespräch kommt. Beide Nationen sind offenbar nicht so ganz die navigations-stärksten Wanderer ;-)
Frisch gestärkt mache ich mich auf den Weg (Òle!). Es ist noch kühl, und inzwischen läuft es sich wie fast von selbst: Nichts drückt, ich bin ausgeschlafen und Kräfte sind da.
Der Tag ist vollkommen wolkenlos und auf Anhöhen kann man sehr weit schauen. An einem Abzweig eine merkwürdig geformte Bank. Kommt mir bekannt vor, ganzseitiges Bild im Wanderführer. Okay, ich bin richtig. Kurz vor dem Wanderheim Berghäusle erreicht man einen Sattel: Dort ist tatsächlich der Nordrand der Alpen inkl. Schneebedeckung sichtbar! Das erzwungene Weitwinkel des Handys ermöglicht leider kein brauchbares Foto. Hinter dem Wanderheim kurze Pause, dann geht es auf der Straße hinunter nach Titisee. Hier trifft man auf die geballte Schwarzwaldtouristik. Ferien auf dem Bauernhof, ein Golfplatz, Fahrzeuge aus ganz Europa, Kurgäste, das volle Programm. Mitten im Ort teilt sich der Westweg. Ich bin so auf der Suche nach einer Bank (zum Geldabheben), dass ich den Abzweig erstmal verpasse. Im Ort gibt es übrigens (nur) noch eine einzige Sparkasse. Neu finanziert und orientiert erreiche ich das Seeufer. Es ist 12 Uhr, das Strandcafe macht gerade auf. Die Sonne scheint, ich bin bereit für meine übliche Stärkung (Kuchen + JoBe-Schorle). In der Sonne wird es schon wieder richtig heiß. Nach einer halben Stunde will ich weiter, ich packe wieder alles auf und verlasse den Ort hinter dem Strandbad, steil den Berg hinauf. Auf dem Weg hinauf beginnt der Fußrist rechts zu schmerzen. Das hatte ich links am zweiten Tag auch schon und denke mir, wird eine leichte Reizung der Sehnen sein. Da ich in Erwartung steiler Anstiege die Stiefel heute morgen unten recht eng geschnürt habe, lockere ich die Schnürung und es wird etwas besser. Durch einen wunderschönen Wald schlängelt sich der Weg jetzt dem Feldberg entgegen. Mein Etappen-Ziel ist eine Unterkunft in “Feldberg-Ort”. Ich passiere einen Fischweiher, nach einer kleinen Waldetappe erreicht man einen wieder sehr einsam gelegenen Hof. Kurz danach darf ich wieder fluchtartig vom Forstweg springen, als mich ein LkW mit Tieflader in rasanter Vorbeifahrt einnebelt. An der Rufenholzhütte mache ich Pause und treffe dabei auf eine freundliche Wandergruppe. Die können kaum glauben, dass ich in Pforzheim losgelaufen bin. Ich auch nicht ;-) Nach der Hütte schmerzt mein Fuß wieder etwas mehr und ich gehe langsamer. Nach dem die Höhe über dem Feldsee erreicht ist gibt es immer wieder fantastische Ausblicke nach unten. Der Feldsee liegt ganz tief in einem fast runden Kessel, wie eine Art Vulkankrater. Die Hänge sind stark bewachsen, es ist Bannwald und sehr feucht, trotz der jetzt längeren trockenen Witterung. Eine Art Regenwald! Hier zweige ich vom Westweg ab, der jetzt weiter steil nach oben Richtung Feldberggipfel geht (3km). Ich umrunde den See Richtung Hotelkomplex “Feldbergerhof” und meinem Ziel. Inzwischen kann ich kaum noch laufen, es hilft auch nicht gerade, dass die Wegstrecke per Schild als “schwierig” angegeben ist, mit hohen Tritten, vielen Steinen und Wurzeln. Am Feldbergerhof komme ich aus dem Wald, es ist die Talstation des Wintersportgebiets. Das sieht jetzt im Sommer aus wie ein notgelandetes klingonisches Raumschiff. Nicht so toll. Da mein Wasser und die Energie alle ist, trinke ich im touristischen Auge des Sturms ein Apfelschorle 0,5 für sensationelle 4,60€. Ist mir aber zu dem Zeitpunkt völlig egal. Irgendwie schaffe ich noch die letzten zwei Kilometer bis zu meiner Unterkunft Gasthof Wasmer am Feldbergpass, das sich mit wohltuender Einfachheit von seiner Umgebung abhebt. Außer mir scheint wieder keiner da zu sein. Ist mir jetzt egal, ich ziehe die Stiefel aus und lasse mich aufs Bett fallen. Bin ich platt, es waren wieder an die 30km. Der Fuß zieht jetzt schon ganz ordentlich. Nach einer Dusche mache ich mich auf die Futtersuche. Direkt daneben im neugebauten Hotelkomplex finde ich Platz auf der Außenterasse und esse ganz passabel, wenn auch lange nicht so gut wie bei meinen anderen Unterkünften. Inzwischen zieht es zu, wird kühler und windiger. Ich ziehe mich zurück, in der Nacht fängt es an zu regnen.

Am nächsten Morgen kann ich rechts kaum den Fuß abrollen. So wird as mit dem Feldberg nicht klappen :-( Keine Ahnung, was da los ist. Die freundliche (und nicht unattraktive) Wirtin klingelt für mich den örtlichen Arzt durch, ich kann gleich zur Sprechstunde kommen. Wie nett von ihr. Ich packe zusammen und verabschiede mich. Mein Ziel ist hinter dem Feldberger Hof, wo ich gestern schon vorbeigekommen bin. Auf dem Weg dorthin merke ich aber bereits nach mehreren hundert Metern, dass die Wanderung vorbei ist: Der Fuß ist durch. Das wird auch mit einem Eßlöffel Voltaren nichts mehr. Ich spare mir das Wartezimmer und setze mich in den Bus nach Titisee. Dort fährt die Höllentalbahn Ri. Freiburg, und ich bin 13:30 wieder zuhause.

Später zuhause beim Arzt, die Diagnose nach dem Röntgen: Ermüdungsbruch! Der sog. “Marsch-Bruch”, der gern untrainierte(!) jugendliche Bundeswehrrekruten befällt. Und das in meinem Alter nach 200km. Jetzt müssen die letzten drei Etappen etwas warten. Ich glaube, der Hauptfehler war die enge Schnürung, verbunden mit dem längeren Wegstück auf Hartbelag. Hier treten dann doch recht große Kräfte auf, das habe ich wohl etwas unterschätzt. Ich hatte auch nicht-eingelaufene Wanderstiefel an, die aber auf den ersten Etappen überhaupt keine Probleme machten.

Das vorzeitige Ende ist für mich natürlich eine große Enttäuschung. Ich bin aber froh, dass ich den Großteil der Strecke ziemlich problemlos bewältigen konnte. Es ist auch überhaupt kein Problem, allein unterwegs zu sein. Die meiste Zeit verbringt man in einer Art Lauf-“Trance”, in der man viel Zeit hat, sich über alles mögliche Gedanken zu machen und die meiste Zeit dann an gar nichts denkt. Sehr entspannend. Außerdem trifft man ständig Menschen, es geht gar nicht anders. Viele spricht man einfach an, es entstehen Situationen, in die man gar nicht kommt, wenn man zu zweit oder in der Gruppe unterwegs ist. Das vergrößert das Erlebte über die reine “Gegend” oder “Wanderung” hinaus. Schwer zu beschreiben. Ich habe jedenfalls etwas Großartiges für mich gefunden.


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Westweg Etappe 5: Kniebis – Hausach

Freitag, 23.6.2017
Frisch auf den Weg gesetzt bin ich gleich nach 50m wieder zur Haltestelle umgedreht, habe mich auf die Bank gesetzt und das Autan gezückt. Das ist so wichtig für das Wohlempfinden. Krabbler auf den Beinen nerven einfach nur. Dann los direkt Richtung Süden. Zunächst ein ganzes Stück auf den bekannten Forstautobahnen verschwenkt der Weg dann an einer unscheinbaren Stelle in den Wald, und ab dort ist man kilometerweit auf einem sehr schmalen Fußpfad im Unterholz unterwegs. Es knistert, piept und tut um einen herum, einfach wunderbar. Den Abzweig zur Teufelskanzel habe ich leider verpasst, aber mein Mittagsdate am Harkhof hinderte mich dann daran, nochmal umzukehren. Nach einem weiteren Stück Unterholz geht es dann auf der Ostseite des Bergrückens weiter dem Harkhof entgegen. Diese ersten 15km erlauben auch fast keine Ausblicke, so dass man irgendwann kurz vor dem Baum-Flash steht und völlig entgeistert am Harkhof aus dem Wald kommt. Die Ecke sieht dann auf einmal aus wie im Allgäu. Komplett mit Kuhweide. Leider befindet sich neben der Terrasse gerade eine große Baustelle, so dass die “Gemütlichkeit” aktuell etwas leidet. Man kann dagegen wunderbar lecker essen: Selbstgemachte Bauernwürste mit geschmelzten Zwiebeln und frischem Brot – dazu ein Russ.. man das war lecker. Ich habe dann noch etwas Material mit dem Versorgungsfahrzeug getauscht ;-) und bin weiter auf dem Weg nach Hausach. Das ist im Grunde eine separater Etappe, wobei ich beide jeweils einzeln betrachtet als zu kurz empfinde. Ich hatte dabei dann allerdings keine Energie mehr, die neben dem Weg befindlichen Extra-Ziele noch mitzumachen. Ich bin also z.B. am Brandenkopf direkt vorbei im Wald marschiert. Kurz vor Hausach macht man einen ähnlichen Abstieg wie schon in Forbach: Der Bergrücken wird verlassen und man steigt bis auf die Talsohle des Kinzig-Tals ab, das in Ost-West Richtung gelegen, nicht anders überwunden werden kann.
An der Hohenlocher Hütte kurz nach Beginn des Abstiegs befindet sich nochmal eine sagenhafte Übernachtungsgelegenheit, außerdem eine super mit Plumpsklo und Brunnen ausgestattete Umgebung, direkt am Wanderweg gelegen. Da hätte ich mich schon direkt hinlegen können, aber ich musste ja noch irgendwie runter kommen. Etwas weiter öffnet sich der Wald um man steht auf dem Wiesenhang über dem Käpplehof mit einer tollen Aussicht. Ich habe minutenlang einem Rotmilan zugesehen, der sich vom Hof ganz unten bis auf über den Höhenrücken ohne einen Flügelschlag hochschraubte. Zurück im Wald treffe ich auf einen Bauer, der gerade die Wegränder abmäht. Er dreht sich zu mir um und ruft mir zu: “Mitfahren?!”. Ich lehne freundlich ab, meine Beine rufen: “Spinnst du??!”. Kurze Zeit später wird mir klar, dass ich besser bald ankommen sollte. Blick auf die Karten-App: Ok, wenn ich hier links runter gehe, komme ich 1,5km schneller herunter und spare den Weg um den Ausläufer des Bergrückens herum. Das war zwar grundsätzlich richtig, wurde dann aber schnell zu einer ungemähten Waldschneise. Keine so tolle Idee. Ich habe mich trotzdem durchs Unterholz gewühlt, die alten Geocacher-Instinkte leben noch. Jetzt so richtig praktisch mit Autan an den Beinen. Irgendwann unten auf einem Weg gelandet und festgestellt: Klasse, wirklich gar nicht so schlecht gekürzt. Durchs Wohngebiet, eine Fußgängerbrücke über die Kinzig und nochmal 1-2km Asphalt quer durch die Stadt, bis ich mein Ziel (Gasthof Blume) direkt am Bahnhof erreicht hatte. Jetzt war ich komplett erledigt. Kurze Dusche und dann wie gewohnt ab auf die Terrasse zu einem kühlen Getränk – so kann man es aushalten. Auch dort habe ich sehr lecker gegessen und bin noch lange mit meinem Buch draußen gesessen.

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Die Tracks sehen etwas komisch aus – ich vermute wegen dem Handy im Energiespar-Modus.

await!

Bisher habe ich um das async/await Pattern in C# eher einen Bogen gemacht. Grundsätzlich war mir mehr oder weniger klar, was da vor sich geht, aber wozu syntaktischer Zucker, wenn es auch so geht? Es sieht schöner aus. Zumindest für diejenigen, die “Schönheit” für uns festlegen. Aber inzwischen trifft man auf Konstellationen, in denen man gar nicht mehr drumherum kommt, z.B. wenn eine Bibliothek, die man verwenden möchte nur noch LalaBlaBlubAsync(...) Aufrufe hat, wobei die Vorversion noch mit LalaBlaBlub(...) auskam. Tja.

Ich wollte dann doch mal etwas tiefer gehen und stieß auf diesen interessanten Artikel (Achtung MSDN Link). Ich finde, das Konzept wird hier wirklich schön erklärt. Das Beste daran ist jedoch dieses herrliche Zitat:

“Asynchronous code reminds me of the story of a fellow who mentioned that the world was suspended in space and was immediately challenged by an elderly lady claiming that the world rested on the back of a giant turtle. When the man enquired what the turtle was standing on, the lady replied, “You’re very clever, young man, but it’s turtles all the way down!”

Better late than never!

Kürbislampe, revisited

Das Thema gab es hier schon mal. Auf dem Markt habe ich letztes Jahr doch noch zwei brauchbare Flaschenkürbisse ergattert. Leider waren beide EXTREM groß, so dass ich gewisse Befürchtungen für die Trocknung hatte. Nicht unbegründet: Dieser vor allem ist beim Trocknen ordentlich angeschimmelt, was man später durch sorgfältiges Schleifen im getrockneten Zustand wieder korrigieren kann. Leider nicht ganz optimal: Dieses Exemplar hat dadurch eine extrem dünne (und damit zerbrechliche) Haut bekommen.
Merke: Größe spielt eine Rolle, diesmal: je kleiner, desto besser ;-)
Die kleineren kann man durch die Gegend werfen, sie haben eine etwa 4mm dicke Holzschale, der hier nur etwa 2mm.


Aus Grün wird Grau

Ich habe mit zwei Schnitten gearbeitet, damit ich das ganze Material überhaupt heraus bekomme. Es ging auch gut. Ich kann allerdings das Tragen einer Staubschutzmaske nur wärmstens empfehlen.

Bereits leicht angehölt

Das Innenleben war reine “Resteverwertung”: Etwas übrig gebliebenes RGB-LED Band, zusammen mit einer Konstantstromquelle aus einer defekten Chinaschrott-Deckenlampe.

Dezente^^ Innenbeleuchtung

Die Batterien in der (ebenfalls Chinaschrott-) Fernbedienung sind nicht mehr so toll, oder die Ansteuerungs-elektronik hat hier auch schon einen Schaden: Es funktionieren leider nur noch ein paar Farben. Du drückst drauf und bist erstaunt, was passiert.

Schnittstellen scheinen durch: hier muss ich nochmal bei

Sieht man deutlich: Weißleim ist zwar ein klasse Fugendichter, aber leider transparent.

Sieht ganz lustig aus im Regal..

Die weiße Lackierung kommt daher, dass noch eine Dose übrig war, und der Kürbis “natur” nicht mehr so ganz toll aussah. Ich weiß, es ist nicht der Weisheit letzte Schluß, aber eine ganz interessante Abwechslung.

errorMode Custom

Hier eine kleine Anmerkung zu einem kleinen Ärgernis, AKA ungooglebarer Fehler:

Man betreibt man eine Site oder einen Webservice mit dem IIS (Version 7 in meinem Fall) möchte man in seltenen Fällen im Code explizit den StatusCode setzen. Das kann z.B. so aussehen:

WebOperationContext.Current.OutgoingResponse.StatusCode = System.Net.HttpStatusCode.ServiceUnavailable;

Diese Zeile führt dazu, dass der Aufrufer 503 Busy zurückerhält. Neulich hatte ich die Situation, dass der Client stattdessen immer 500 bekam und die betr. Zeile ignoriert wurde. Weshalb? Es war zum Verrücktwerden. Offensichtlich war folgender Abschnitt in der web.config dafür verantwortlich:

<system.webServer>
<httpErrors errorMode="Custom" />
<system.webServer>