Störung am Triebfahrzeug

Bahn-Bashing! Die Leute, die dort arbeiten können am wenigsten dafür. Ich bin schon länger der Ansicht, dass das Privatisierungskonzept ziemlich grundlegend gescheitert ist. Und wie immer kommt es darauf an, wen man fragt. Wer darauf angewiesen ist, lacht hysterisch und findet sich irgendwie mit der Situation ab. Aber es gibt noch Menschen unter uns, die sich daran erinnern wie es einst war! Zeiten, in denen die Bahn nicht jährlich vom Winter, Sommer oder wie in meinem aktuellen Fall, den Ferien! überrascht wurde. In der es noch Ausweichgleise gab. Wo man einem Zug nochmal Wagen “aus dem Vorrat” beistellen konnte, wenn sich hohes Passagieraufkommen abzeichnete. Einer stetig wachsenden Zahl (potentieller) Kunden steht so ein immer kleinerer Fahrzeugpark gegenüber. Kleinere Sitzabstände, dann spart man auf 600m Länge einen Wagen ein. Großartig! Das gefällt niemand, der den Kram nutzen muss. Gleisansagen kommen selbst in den ganz großen Bahnhöfen eher zufällig – manchmal wird dann auch der Zug für das Nebengleis angekündigt. Hoppla, naja egal. ICE wird bereitgestellt ohne Reservierungen, ungereinigt, 30 Minuten zu spät. Bis am Ziel sind es dann 58 Minuten geworden, im Zug so knapp 30 Grad. Da dachte man, man ist dem Schlimmsten entronnen, sind nur noch 20 Minuten Regionalbahn. Doch dort ist anscheinend der vorausgegangene Zug ausgefallen, zur Haupt-Pendlerzeit rollt dann original eine Garnitur mit.. 5 Wagen ein. Die dichtgedrängten Leute am Bahnsteig hätten 8 vollbekommen. So quetschte man sich auf zwei Ebenen und schwitzte sich gegenseitig an. Wunderbar. Mein Tag heute. Es müsste gar nicht so viel getan werden, um etwas zu verbessern. Vor allem, mehr Redundanz schaffen, damit solche Extremsituationen nicht so schnell eskalieren. Aber! Kost’ ja Geld.

Du hälst es nicht aus..

Die Wellen schlagen wieder hoch in letzter Zeit auf der Autobahn: Es werden keine Rettungsgassen gebildet, die Helfer kommen nicht rechtzeitig an die Unfallstelle. So wie erst letzte Woche beim Busunfall auf der A9 mit vielen Toten. Der Postillion hatte schon den hervorragenden Vorschlag gemacht, die Rettungsfahrzeuge mit entsprechenden Räumvorrichtungen auszustatten. So bizarr ist das gar nicht, kennt man auch von amerikanischen Polizeifahrzeugen.
In Video kann man gut sehen, was das Problem der Rettungsfahrzeuge ist. Aber in Ruhe betrachtet ..okay, Geduld mitbringen: Das Haupthindernis des Fahrzeugs sind gar nicht die Autofahrer, sondern die Lkw und überbreiten Fahrzeuge in der Mitte und teilweise sogar auf der linken Spur. Und das Problem lässt sich ganz einfach lösen, schlicht mit einem generellen Überholverbot. Diese kann an langen Steigungen und anderen neuralgischen Punkten vielleicht aufgehoben werden. Und wer jetzt denkt, das geht wahrscheinlich schon wegen der schieren Masse an LkW nicht: Richtig! Ein Grund mehr, den Fernverkehr endlich auf die Schiene zu bringen.

Thema: Rettungsgasse bei Nacht Diesmal bei einem Unfall auf der A8, km 43 Stuttgart Richtung München gegen 22.30 Uhr. Wir benötigten für ca. 3,5 Kilometer knapp 40 Minuten (!!) um an die Unfallstelle zu gelangen!!! (Das gezeigte Video ist stark gekürzt) Wir mussten sogar aussteigen, um Auto- bzw. LKW-Fahrer zum wegfahren zu bewegen!!! Es ist einfach nur der Wahnsinn!(Aktuell gab es gestern bei dem Busunfall auf der A9 mit 18 Toten wieder enorme Probleme mit der Rettungsgasse! Wäre dort schneller eine Gasse gebildet worden, hätten vielleicht mehr Menschen diese Tragödie überlebt…)

Posted by Auto Braune, Inh. Robert Braune on Montag, 3. Juli 2017

Der Weg des leichtesten Widerstands. Heute: Der Neubau.

Ein Unternehmen sucht größere Geschäftsräume – und baut schließlich auf der grünen Wiese. Darüber hat sich der hiesige kommunale Arbeitskreis “Stadtentwicklung” so aufgeregt, daß sie eine Demo inklusive Flugblatt-Aktion vor dem betreffenden Geschäft veranstaltet haben, mitten in der besten Geschäftszeit am Samstag vormittag. Damit ist garantiert, dass man (wenn auch mit 3 Tagen Verspätung) tatsächlich von unserem Lokalblatt “Schorndorfer Nachrichten” wahrgenommen wird. Und während man die etwas hilflose Stellungnahme der Stadt zu der Protestnote liest kommen die Gedanken, wieso es zu so etwas kommt. Aus Unternehmersicht leuchtet es mir ein: Verkehrstechnisch perfekt an die B29 angebunden sind natürlich ganz andere Umsätze zu erwarten als durch die Laufkundschaft in der Schorndorfer Innenstadt. Und so muß sich die Stadt auch fragen, wie sie ein expandierendes Unternehmen am besten unterstützt. Weil die Wiederverwendung bestehender Gewerbeimmobilien bzw -flächen, die es entgegen der Aussage im Artikel in Schorndorf tatsächlich gibt wesentlich komplizierter als eine simple Baufreigabe auf einem unbebauten Stück ist, sind sie da schnell fertig. Und genau das ärgert mich, diese faule Borniertheit unserer Verwaltung, ihre Arbeit zu machen. Es gibt so viele Baustellen, die endlich angegangen werden sollten – und das im Wortsinn. Das Areal um den Güterbahnhof, das Breuningergrundstück, das Gelände um den Bahnhof herum, selbst im ehemaligen Postgebäude scheinen die Entwicklungsarbeiten ins Stocken gekommen zu sein. Klar ist das schwierig – aber dafür leistet sich die Gemeinde sogar einen Baubürgermeister. Tja. Unabhängig vom Ökogedanken ist die Kernfrage sicherlich, ob es sich die Stadt leisten kann, die Kundenströme dauerhaft in die nur per Pkw erreichbaren Randzonen zu verlegen. Ich bin im Sinne der Nachhaltigkeit und der Altersentwicklung ziemlich skeptisch.

Der Brüllwitz ist allerdings in dem kleinen Kasten “Ausgleichsfläche” am Rande des Artikels versteckt: Als Ausgleichsmaßnahme für die Bebauung von 10 Ar Wiesenfläche soll eine andere, immer noch im Stadtbesitz befindliche Wiesenfläche regelmäßig gemäht werden und die dort befindlichen Obstbäume sogar geschnitten werden. Von der Stadt! Ihre eigene Wiese! Gemäht! Nein! Doch! Oooh!

Hier wird gebaut: