Lance in formation

Welcher könnte der Autor sein?
Wromm wromm wromm wromm wromm – ich sitze als “Pilot” am virtuellen Steuer eines BattleMech. 55 Tonnen Medium, es fühlt sich sogar ein bisschen so an, Trägheit, Erschütterungen, das Zielen ist nicht so ganz einfach. Die Frontscheibe könnte man auch mal wieder putzen. Der Kollege neben mir bleibt an einer Hausecke stehen. Als er um die Ecke biegt schlägt ein gelber Strich ein. Hastig zieht er sich zurück. Ich gucke auf der anderen Seite um die Ecke. 800m Entfernung, ich sehe die bucklige Gestalt eines Hunchback. Machen kann ich nichts, meine maximale Reichweite ist 600m. Wir müssen außenherum. Irgendwo zischen LRM’s. Macht nichts, gehen mich nichts an. Um die nächste Ecke herum, ich habe Glück: EIn Gegner vor mir, er schaut in die falsche Richtung. Alles entsichern, raus was geht. “Alpha-Strike” nennt sich das. Torso gut getroffen, er geht ebenfalls flott um die Ecke. Ich habe zwar kein Helmfunk, aber die Nebengeräusche, hektischen Unterhaltungen des Teams sorgen neben der exzellenten Grafik dafür, dass man ziemlich gut eintauchen kann. Immersion im Fachjargon. Meine Reaktionen können allerdings nicht so gut mithalten, bald verliere ich die ersten Komponenten und nach kurzem Getöse geht der Mech zu Boden – ich bin bis zum Ende des Matches raus.

Hunchback mit 2 AC/5
Gespielt wird 12 gegen 12 auf relativ großen Maps. Lag ist ok, keine computer-gesteuerten Gegner, kein Probetraining, die ersten Matches sind Frust pur.
Seit ein paar Wochen verbringe ich ab und zu ein bisschen Zeit spät nachts in der MWOnline Community. “Massive Multiplayer” ist eigentlich etwas anderes, weil die Kollegen nur in gemeinsamen “Drops” auf einzelnen Planeten sichtbar werden. In der Zwischenzeit kann man die vorhandenen Mechs aufrüsten, umbauen und sich natürlich auch für echtes Geld virtuelle Komponenten leisten. Das ist für den Betreiber nicht unwichtig, denn es handelt sich um ein sog. Free for play. Man muss nichts bezahlen, man lädt die Installation herunter und kann sofort mitmachen. In den ersten Matches erhält man überproportional viel Geld, so dass man nach 25 “Kadetten” Runden in der Lage ist, sich einen eigenen BattleMech zuzulegen. Bis dahin stampft man auf geliehenen “Trial”-Maschinen durch die Gegend, die man allerdings nicht modifizieren kann. Die Zeit ist dafür zu nutzen, sich auf eine der Gewichtsklassen festzulegen. Die spielen sich nämlich ganz unterschiedlich. Light, Medium, Heavy und Assault. Wenn man nicht einen Haufen reales Geld investieren will sollte man hier keinen Fehler machen. Die leichten sind fürchterlich schnell, schwer zu treffen und nicht sehr schlagkräftig. Man darf praktisch nie stehenbleiben, eine einzige Volley könnte das Ende bedeuten. Aber wer die gut steuert, kann größeren Mechs wahnsinnig auf die Nerven fallen. Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle als Scouts und für Sensor-Reichweite und -Abwehr. Sie können gegnerische Mechs markieren, die dann von weit hinten mit Raketen eingedeckt werden können. Am anderen Ende des Skala ist der Assault, schwerfällig, stark bewaffnet und dick gepanzert. Wo die sind, ist “vorne”. Zwischendrin Medium und Heavy, wobei Heavies den Löwenanteil der Mechs ausmachen. Die Matches werden automatisch so balanciert, dass beide Seiten dieselbe “Gewichtsklasse” haben, bzw. dieselbe Zusammenstellung aus Mechs verschiedener Gewichtsklassen. Ich habe mich für Medium entschieden, mehr eine Unterstützungsrolle für den Gelegenheitsspieler. Meine Regel lautet “stay with the big guy” und führt häufig zu akzeptablen Ergebnissen. Dabei sucht man sich einen Assault und bleibt permanent in dessen Nähe – wesentliche Aufgabe ist dann die Leichten von ihm abzuhalten und diejenigen zu beschäftigen, die außen herum laufen und flankieren. Das Feuer konzentriert sich immer auf den “Großen”, so dass man ziemlich in Ruhe gelassen wird. Draufgehauen wird dann, wenn der “Große” heißläuft.

Wobei das schon eins der wichtigsten Themen sind: Die Wärmeentwicklung. MWOnline ist ein Ableger des BattleMech Universums, das es schon seit Jahrzehnten als Brettspiel und in unterschiedlichen Computerspielen gibt. Um das Kräfteverhältnis auszubalancieren kann man nicht beliebig viele Waffen anschrauben: Sie alle brauchen Platz, verbrauchen Energie oder Munition und erzeugen Wärme. Wird zuviel Wärme erzeugt schaltet sich der Mech ab – hirnlos draufballern kann man also nicht, man muss seine Aggressionen schon sehr gut dosieren. Mechs werden in “Lances” zusammengefasst, die zusammen eine gewisse Tonnage nicht überschreiten dürfen. 3 Lances bilden eine Company. In MWOnline derzeit gibt es auf den Servern immer Company vs. Company Gefechte, was in der Regel 12 Mechs auf jeder Seite entspricht. Bei der Bewaffnung kann man auch viel richtig und noch mehr falsch machen – Raketen, Laser oder Ballistik – man hat die Wahl. Reichweite, Schlagkraft, Wärmeentwicklung – außerdem die unterschiedlichen möglichen Befestigungspunkte am Mech erlauben unzählige Kombinationen. Hier kann man sich Gefährte für unterschiedliche Rollen konfigurieren, als “Sniper” aus der Ferne arbeiten oder lieber etwas für kurze Reichweiten?

Warum finde ich das jetzt so geil und schreibe wie ein Affe über ein Game, das nicht mal neu ist und schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat? Gut, daß es das überhaupt gibt ist mir erst neulich aufgefallen – kann ja mal vorkommen. BattleMechs sind eben mit die coolsten Gefährte die ich mir vorstellen kann – auch wenn man nur virtuell einen lenkt. Und dann verbinden sich hier zwei meiner Lieblingsbeschäftigungen: Aufbauen und Einreißen ;-) Als Ü-40 Gamer ist man halt hoffnunglos unterlegen in punkto Reaktionsgeschwindigkeit.. (oder es liegt daran, dass ich Telekom-Klingeldrahtkunde bin? Deshalb viel Frust, vor allem am Anfang. Irgendwann beginnt man aber die Dynamik zu verstehen und ab da macht es nur noch Laune. Die Maps sehen toll aus, es läuft ruckelfrei auf meine 6 Jahre alten Rechner (in 2560×1440!), einzig die Soundeffekte könnten noch eine Spur besser sein. Aber Jammern auf hohem Niveau muss man auch können ;-) Keine Runde ist wie die andere und auch der Zeitverbrauch hält sich in Grenzen: Ein Spiel dauert selten länger als 10 Minuten. Zum Probegucken empfehle ich diesen Youtube-Kanal mit Kommentator mit Hamburger Platt. Zum Wegschmeißen.

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BioShocked….

Angezockt! Wie mein lieber Freund alter Zeiten gerne sagt. Nach ziemlich langer Zeit. Als alternder Schwabe rücke ich die Kröten immer langsamer raus, aber beim Special Sale von GreenManGaming bin ich dann doch schwach geworden und habe mir ohne Kenntnisse irgendwelcher Testberichte einen Steam-Key von BioShock Infinite geholt. Das Runterladen dauerte natürlich ewig mit dieser graddligen Telekom-Leitung, aber nur Geduld, Geduld.. zzz..
Gestern bin ich dann endlich dazugekommen und habe es des nächtens angestartet – tagsüber habe ich sonst zu viele minderjährige Zuschauer :)
Und wie geil ist das denn! Herrje, bin ich spät ins Bett gekommen. Auf meinem Korea-Panel läuft es im Full-Screen in 2560×1440 absolut ruckelfrei, ich renne staunend durch die fliegende Stadt.. und.. naja viel zu erzählen habe ich noch nicht, da die Story noch ganz am Anfang ist. Aber ich verteile mal großzügig volle Punktzahl für die Steuerung, die Atmosphäre, Grafik, und den gelungenen, sehr story-lastigen Einstieg in einen gar nicht so einfachen Ego-Shooter. Argh. Später mehr dazu. Ich fürchte, heute werde ich wieder viel zu lang aufbleiben…. *weia*
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Edit (2.2.): So, einige kurze Nächte später bin ich jetzt durch und kann ein kleines Fazit ziehen: Vom Level-Design her, den Texturen, Stimmung, Effekten her sucht BioShock seinesgleichen. Leider sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die mich dann doch ziemlich gestört haben. Das ist vor allem die fehlende Entscheidung, kein Fisch und kein Fleisch. Im Grunde ist es ein Shooter, aber am Anfang und Ende sind viele Handlungselemente enthalten, die man im Mittelteil vergeblich sucht. So ist das zweite Drittel reichlich eintönig. Nicht so sehr von der Welt her, mehr vom Ablauf der einzelnen Level. An der Haltung Elizabeths kann man sofort sehen ob noch Gegner in der Nähe sind, Futter und Salze sind meist im Überfluß verfügbar, so daß man das eigentlich interessante Erforschen jedes Winkels irgendwann aufgibt. Dort findet man aber auch nichts, hier wären Side-Quests und ein paar nette Rätsel sehr schön gewesen. Gut gelungen sind Waffen und Wirkung, auch die “Kräfte”, die man nach und nach durch Austrinken suspekter Flaschen erhält bringen viel Abwechslung. Man hat sehr viel Variationen, und manche Gegner kann man nur durch den Einsatz bestimmter Kräfte effektiv überwinden.
Immer wieder wird die Handlung weitergeführt, aber so verworren, das man eigentlich nicht durchblicken kann. Vor allem das Ende ist dann absolut irre. Ich kann es mir nur so erklären, dass es einfach nicht erklärbar sein soll. Und das ist schade. Ein paar Knoten aus der Handlung entfernt und es wäre eine in sich schlüssige Story geworden, in der man sich zumindest ein Stück weit mit dem Protagonisten identifizieren kann. Aber so.. Im Spielverlauf gibt es eigentlich nur eine Entscheidungsmöglichkeit (Vogel oder Käfig), die aber keine sichtbaren Auswirkungen hat, außer dem Amulett, das Elizabeth dann um den Hals trägt. Später kann man mehr oder weniger immer nur “weiter” klicken und das Unheil nimmt seinen Verlauf. Naja. Aber bitte, das ist jetzt Meckern auf hohem Niveau ;-)

The Wellington cannot be saved…

Wenn man ein etwas angejahrter Spieler ist, kann man sich vollkommen kostenlos auf eine kleine Zeitreise begeben. Mehr als zwanzig Jahre nach dem Erscheinen des Originals “Wing Commander” und dessen zahlreicher Nachfolger erschien vor kurzem ein privates Fan-Projekt unter dem Namen “Wing Commander Saga“, das die Stimmung der Reihe perfekt einfängt. Im Vergleich zu aktuellen Titeln wirkt das möglicherweise etwas altbacken aber die Entwickler haben mit dem Segen des Publishers EA trotzdem ein sehr professionelles Werk abgeliefert. Der Spass steckt hier weniger in technischen Effekten sondern in teilweise sehr heiteren Dialogen zwischen den Piloten und dem teilweise immer noch sehr fordernden Schwierigkeitsgrad.
Fazit: Wer das Original kennt muss hier einfach runterladen.

Hier noch ein paar selbstproduzierte Screenshots:

Alpha Wing, you are cleared for takeoff!

Das Begleitschiff, TCS Jim Bowie

Wir treffen auf einen Kilrathi Versorger

Das sieht nicht so gut für ihn aus

I have failed my race!!

Die komplette Staffel

StarCraft 2 killt meine Grafikkarte :)

Ob das wirklich wahr ist, weiß ich natürlich nicht. Fakt ist jedenfalls, daß sie ihren letzten Atemzug tat, als ich gerade das Spiel anwerfen wollte. War irgendwie auch klar. Auf einer schönen Geburtstagsfeier am Wochenende gab ich noch zum besten, wie zuverlässig das alles zuhause bei mir läuft. Nie Probleme. Tja, bis gestern. Stimmt nicht, vor ein paar Tagen kündigte es sich bereits an. Absturz, Neustart und ganz kuriose blaue Streifen im Windows Startbildschirm. Ich machte dann den Rechner aus, saugte die ganzen Wollmäuse raus und startete neu – er lief wieder. Nur diesmal half das nichts mehr. Nach den blauen Streifen schwarzer Bildschirm, kein Wechsel mehr in die hohe Auflösung. Im “Safe Mode” funktionierte der Rechner allerdings noch, von daher konnte ich ein Mainboard-Versagen einigermaßen ausschließen. Die gestorbene Karte war eine Gigabyte mit Geforce 7600 GT Chip, passiv gekühlt mit Heatpipes auf beiden Seiten. Sie hielt ziemlich genau 3,5 Jahre. Mein Verdacht ist, daß die passive Kühlung einfach die Lebenserwartung reduziert, weil der Chip immer etwas jenseits der zulässigen Temperaturgrenzen läuft. Das ist ja ohnehin die Täuschung mit den passiv gekühlten Komponenten – damit die Lebenserwartung stimmt muß dann eigentlich ein Gehäuselüfter rein. Also doch wieder eine Geräuschquelle.


Jemals schon so eine schöne Leiche gesehen?

Achja, StarCraft2. Wie früher! Mir gefällt es immer noch nicht (so besonders). Die 3 taktischen notwendigen Finessen sind Masse, Masse und Masse. Im Gegensatz zu beispielsweise C&C Tiberium Wars, wo besonders schwere Einheiten gehegt und gepflegt werden können (und müssen) wird hier geschreddert was das Zeug hält. Der Vorteil, die Partien sind relativ kurz. Auf der anderen Seite auch noch viel Fleißarbeit (“Micro“) bei der Klickerei. Also, ich werd da nicht so richtig warm mit. SterneSterneSterneSterneSterne Und überhaupt ist es mir zu teuer mit den kaputten Grafikkarten die ganze Zeit ;-)

Enemy Territory Take 2

Das Problem aller Aufgüsse, sei es nun im Film oder wie hier ein Netzwerkspiel ist die Herangehensweise: Man nimmt die bisherige Version, macht aus grün blau usw. (damit es nicht so auffällt), fügt einen Berg zusätzlicher Spezialeffekte oder wie hier Game-Optionen hinzu und läßt es auf das geneigte Publikum los. Und dann passiert in 99% der Fälle immer dasselbe: Der Nachfolger “reicht nicht an die Originalversion heran“. Wieso? Weil es vorher zum einen innovativ war, zum anderen hat die Mischung meist besser gepaßt. Gerade bei Netzwerkspielen ist die Mischung, das “Balancing” entscheidend. Zuviel von etwas und sei es spielerische Freiheitsgrade zerstört das Gefühl von Fairness oder bevorzugt eine bestimmte Spielweise extrem über einer anderen. Extrem erfolgreiche Vertreter sind demnach ziemlich selten: Counter-Strike, Warcraft, Quake oder Enemy Territory, die Ursprungsversion.
Von letzterem erschien vor kurzem die Demo des Nachfolgers. Gute Gelegenheit also, mal wieder die Reflexe zu testen. Mit Kenntnis der Vorversion kommt man auch schnell zurecht, das Hauptproblem ist zunächst, sich an das ehemalige Tastaturlayout zu erinnern und alles praktisch umzubelegen. Diesmal ist der Schauplatz also die Quake (4) Welt. Die Strogg haben sich offensichtlich vom Überfall auf ihren Planeten gut erholt und sind jetzt ihrerseits damit beschäftigt, auf dem Erdball Fuß zu fassen. Arrgh! Das soll ihnen nicht gelingen, von daher wähle ich (konservativ wie ich bin) erstmal die Seite der Global Defence Force (GDF). Muhaha, was gäbe ich drum selbst mal die Bezeichner vorgeben zu dürfen.
Ab hier läuft es erstmal ziemlich ähnlich ab wie im Vorläufer: Das eine Team hat seine Objectives, das andere versucht das zu verhindern. Je nachdem wie erfolgreich sie sind, können verschiedene Checkpoints erobert werden. Die Spieler können in 5 Rollen schlüpfen: Normal, Engineer, Field Op, Medic und Covert Ops. Je nachdem können unterschiedliche Funktionen aktiviert werden. Der große Unterschied zur Vorversion besteht außer dem Setting darin, daß es jetzt Fahrzeuge gibt, die frei durch die Landschaft bewegt werden können. Diese können teilweise mehrere Spieler beherbergen. Darüberhinaus gibt es Fluggeräte, deren effektive Steuerung bis auf den Ikarus leider etwas knifflig ist. Diese Änderung macht das Spiel allerdings enorm schnell. Kein langes Gerenne mehr, zack rein in die Karre und man ist da wo was los ist. (Ist ja fast wie in der heutigen Zeit ne, mit dem Auto ins Fitneßstudio..). Andrerseits entsteht dadurch auch das Problem für die Verteidiger, daß faktisch keine Zeit mehr für defensive Vorbereitung vorhanden ist. Diese Funktionalitäten sind damit perdü. Anstatt sorgfältig eine Strategie auszuhecken am Gegner vorbeizukommen setzt man sich jetzt in die Karre, gibt Gas und fährt erstmal hinter die gegnerischen Linien. Das ist zwar zunächst lustig, macht aber das Ganze recht chaotisch.

Wenn man dann mal die Seiten wechselt stellt man fest, daß es wieder einmal viel schöner ist, die “Bösen” zu sein. Die haben wie immer die besseren Tools und das nettere Dekor. Außerdem mit dem “Ikarus” (eine Art Jumpjet) ein Gerät, daß die gesamte Spielbalance durcheinanderbringt. Damit kann man sich auf jedes sonst unerreichbare Häuserdach oder einsamen Felsvorsprung weit oben über allen anderen setzen. Die Nichtsahnendend in aller Ruhe wegpflücken, Camper’s paradise.
Die ziemlich düstere Stimmung aus Quake 4 ist hier im übrigen nicht einmal ansatzweise vorhanden, was schon durch die große, offene und sonnenhelle Map bewirkt wird.
Die Vorversion war kostenlos und genial balanciert, es gab daher immer volle Server in reichlicher Zahl. Bei diesem Spiel bin ich skeptisch, ob sich langfristig eine ausreichend aktive Spielerschar bildet. Trotzdem eine durchaus unterhaltsame Freizeitbeschäftigung, muß klar festgestellt werden: SterneSterneSterneSterneSterne

Earth 2150

Neulich lag einer Ausgabe der C’t mal wieder eine (diesmal sogar doppelseitig bespielte) DVD bei. Darauf wieder irgendeine Linuxdistribution und auf der anderen Seite alles voll mit kostenloser Spielebeigabe. Wie immer bei kostenlos ist der Rauschabstand sehr niedrig. Aber was sehe ich! Earth 2150! Das mußte ich gleich mal wieder ausprobieren, meiner Meinung nach eins der besten RTS aller Zeiten. Es ist alles dabei, was später hemmungslos geklont wurde. 3 Parteien im klassischen Papier-Stein-Schere Prinzip, prima Grafik, Tag-Nacht Zyklen, veränderbares Gelände (Gräben baggern, Tunnel bohren, Umgebung demolieren ;-) ), Fahrzeuge im Eigenbau und eine brauchbare, weil oft unberechenbare AI. Also gerade richtig, wenn es mal wieder richtig scheppern soll. Eine spezielle Empfehlung hierbei sei der “Skirmish” Modus, den man am besten mit der maximalen Anzahl an Gegner genießt. Wahooh!

Krawamm! :-)

Nenn’ mich Imperator

Galactic Civilization II (Stardock) SterneSterneSterneSterneSterne. Seit über einem Jahr tätige ich mal wieder eine Neuanschaffung. Bisher habe ich es noch nicht bereut. Naja, es stiehlt vielleicht etwas viel Zeit aber das wird sich wieder legen. Rundenbasierte Galaxieeroberung, bei der es hauptsächlich darauf ankommt, ein kleines Reich ausgewogen auszubauen. Eingebaut ist auch ein kleiner 3d Raumschiffeditor, mit dem richtig Legostimmung aufkommt. Formteile können an markierten Stellen hinzugefügt, gedreht, vergrößert und verkleinert werden. Das ist recht nett, wenn auch ein rein optisches Vergnügen. Der wahre Vorteil wird allerdings erst im Laufe der Zeit deutlich: Es gibt mehrere Möglichkeiten zu gewinnen, sei es durch technologische oder militärische Überlegenheit, durch Zusammenschluß zu einem Bündnis oder einfach dadurch, daß man seine Nachbarn durch überlegenen Einfluß und Diplomatie dazu bringt, zu einem überzulaufen. Diese Variante hat definitiv den größten Erheiterungswert. Selbst dann wenn man sich für einen Weg entschieden hat, gibt es noch unendliche Varianten ihn zu beschreiten, auf welche Forschungen man sich konzentriert usw..
Köstlich auch der Computergegner: Ist man überlegen, erhält man von Zeit zu Zeit Nachrichten wie “Ich merke genau, was du tust. Wenn ich nicht auf baby-leicht eingestellt wäre, hätte ich dich längst weggefegt“. :-) Selbstredend bin ich über die einfachsten Einstellungen noch nicht hinauskommen und bis das soweit ist werden vermutlich noch Jahre vergehen.

Leider ist das Spiel nicht das, was man annehmbar bugfrei nennen könnte. Nachdem die ausgelieferte 1.0 Version der DVD per Netzwerkupdate auf 1.1 beta (!!) aktualisiert wurde, bin ich zwar nicht mehr auf den Desktop abgestürzt, dafür sieht man jetzt in der Übersichtskarte zuweilen nur noch bunte Flecken. Naja. Der Abschuß ist allerdings die Lokalisierung. Da ich dummerweise die deutsche Version bestellt hatte, habe ich es jetzt mit lachhaften Übersetzungen zu tun, übelsten Schreibfehlern, “String not found” und dazwischengestreut englischen Texten. Hier kann man mit Sicherheit sagen, daß es sowas wie eine Endkontrolle nicht gegeben haben kann. Das würde bei jedem anderen Spiel zu stärkerem Abzug führen, hier gebe ich lediglich einen Punkt weniger, weil es nun wirklich nicht viel ausmacht und an dem Motivationsfaktor nicht viel ändert.
Nachtrag: Das Postmortem in 3 interessanten Teilen.

Quake 4

Waaaaahhhhhhhrrrggg! BBrrrramBamBamBamBamBamBam! Uuuuuoooorrrrg! *Splat*!! ” .. usw. :-)

Packshot

Es ist da. Ich hatte schon vergessen, daß es überhaupt noch in der Entwicklung war. Vorgestern mitbekommen und gestern abend war ich gleich in dem kleinen Laden hier am Bahnhof. Die englische Orginalversion, ungeschnitten, ab 18. Was ich so bisher davon gesehen habe, geht das ab 18 auch vollkommen in Ordnung. Das Gameplay (SP) ist ein wenig wie bei Q2 mit etwas frischeren Farben von Q3 und einem ordentlichen Schlag Teamplay. Wieder ist man Teil einer ungeheuren Invasionsflotte, die mit unerwartet hohem Widerstand konfrontiert wird. Wie bei Q2 ist hier der Immersionfaktor enorm. Rings herum findet die Invasion statt und man hat eigentlich keine Zeit, sich groß drum zu kümmern. Es knallt und scheppert und man rennt nur hektisch dran vorbei, den Teamkollegen nach oder dem Objective entgegen. Der Gewaltanteil ist enorm, was die Strogg mit den Teamkollegen teilweise anstellen, ist eigentlich nur noch als bizarr zu bezeichnen.

MP: Auch kurz ausprobiert, es ist fast wie Q3. Leider ist das Design etwas von dem leichten Comic-Style abgerückt, es wirkt etwas realistischer. Das finde ich persönlich schade, denn im wesentlichen macht es die Gegenstände ununterscheidbarer. Mit meinen lahmen Reflexen und heruntergeschraubter Grafik war ich natürlich der Lieblingsgegner. Chancenlos! Ououou. Schön allerdings, daß es auch einen “Team Arena” Modus gibt, in dem alle bekannten Böppels zum Aufnehmen von Q3: Team Arena vorhanden sind: Doubler, Scout, Ammo Regen und natürlich Guard. Impressive!

Technisches:
Entgegen der Packungsaufschrift läuft die amerik./engl.? Version auch mit einem deutschen Windows XP. Meine Grafikkarte (Rad. 9600) wird auch unterstützt, obwohl nicht angegeben. Leider ist der Hardwarehunger recht hoch. Bei mir geht es trotzdem einigermaßen, wahrscheinlich wegen +2 GHz CPU und 1 GB RAM. Allerdings nicht mit meiner Monitorauflösung (1280×1024). Sound! Mit meiner Neuanschaffung (5.1) ist es umwerfend. Kopfhörer sind zwar auch gut, aber so ist es noch viel besser. Wann klingeln die Nachbarn?

Z Revival Day :-)


Vielleicht kennt der eine oder andere noch das beste Daddel der 90er, Z von den Bitmap Brothers. Dachte ich damals jedenfalls. Nirgendwo sonst wird man jedenfalls so nett beschimpft wenn man anfängt zu verlieren. Neulich hatte ich dann die Idee, das mal wieder anzustarten. Nur wie? Es ist ein DOS Spiel, und läuft noch unter Win98 mit DirectX 3. Emulator wäre gegangen, aber ich habe die Windows Version “Z and Z ExpansionKit”, die kann man nicht unter reinem DOS installieren. Ich habe dann doch eine relativ einfache Lösung gefunden: Windows ME in einer Virtual Machine installiert. Das dauerte eine halbe Stunde und jetzt funktioniert es einfach ganz hervorragend.

  • Wenn man wie ich kein Floppy Laufwerk mehr hat kann man sich auf dieser Webseite Boot-Disks und auch Images(!) herunterladen. Diese können dann von der VMWare aus gemounted werden und man kann das Guest-OS leicht installieren (ohne daß eine bootfähige CD gebraucht wird).
  • Ich hatte auch die VMWare Tools installiert. Danach funktionierte die Maus in Z nicht. Wieder zu einem früheren Snapshot zurück und die VMWare Tools ohne Maussupport installiert, dann klappte es.

Falls es noch jemand versucht: Es funktioniert sogar im Multiplayer per IPX Tunnel!
“sie sind überall!!.. TUN Sie doch was!!”

Scheffel noch mehr: Phase2

Spiel: Codename Panzers: Phase 2 Punkte: 9c

Codename Panzers: Phase 2

Manche Produktbewertungen geben einem schon Rätsel auf. Jetzt kommt dasselbe Ding ein Jahr später auf den Markt, mit kleinen Änderungen, ein paar neuen Fahrzeugen und abgrundtief schlechterem Leveldesign und der Jubel kennt keine Grenzen. Grade die Kampagnen! Ein vor dem Release erschienener Demo-Level steckt alle in der Hauptversion vorhandenen Missionen in die Tasche. Gemein auch, daß beim inzwischen recht passabel und stabil laufenden MP-Modus keine Spieler mehr in der Lobby sind. Vor einem Jahr waren es über 200 an einem Abend, während alles buggte, laggte und abstürzte. Heute läuft es , und es sind so 40-50. Traurisch! Die Skillz gehen auch so weit auseinander, daß jeder, der neu reinkommt sowas von auf die Mütze bekommt und dann vermutlich das Ding so schnell nicht wieder anwirft. Ich hatte noch Befürchtungen, daß daraus wieder ein großer Zeitfresser werden würde aber das hat sich gründlich erledigt. Was bin ich froh, daß ich das Ding durch Ebay viel billiger bekommen habe, ich hätte mir wirklich in den Hintern gebissen. Ab ins Regal. Oder wieder zurück zu Ebay?