Rundum

Kaiserwetter. Auf dem Stückle knochentrockene Erde, die Bäume ringsum saugen der Wiese die letzte Feuchtigkeit ab. Ich bin so froh, dass das kein Ziergarten ist.
(Unter anderem) ;-) mit dabei ein neues Spielzeug, die Gear 360. Ein kleine Kugel, die mit 2 Linsen in der Lage ist, 360° Panoramen aufzunehmen. Das Gesamtergebnis hat dann knapp 30MP. Die Fernsteuerung funktioniert prima via Handy, man kann auch die Bilder gleich überkopieren, oder auf der internen SHCD Karte belassen. Ein Plugin für WordPress wurde auch schnell gefunden.

Ich bin noch nicht ganz zufrieden, da diese Bilder auch ganz gut zoomfähig sind.

Mineralwasser Pt. II

Ein paar Fehler muss man einfach mal machen. Man kann oft auch gar nicht anders. Seit ein paar Jahren habe ich eine Pumpe in einem Betonbecken im Keller, die mir das Sickerwasser, das durch die umlaufende Drainage kommt heraussaugt. Letzte Woche meldet der Laden ein kalte Heizung, kurze Prüfung ergab Sicherung draußen. Wollte sich auch nicht mehr anschalten lassen. Etwas Trial & Error ergab die Ursache war die Tauchpumpe:

Heute habe ich sie mir dann angeschaut. Oh Schreck, nach Abnahme des Bodendeckels (für die Propellerreinigung) dicke Rostablagerungen!

Ich kratze ein bisschen herum und WAS IST DAS? Löcher in der Bodenplatte des Motors! (Edelstahl).

Das ist ein kapitaler Totalschaden. Absolut erstaunlich, dass sie trotzdem so lange durchgehalten hat. Aber hey, jetzt habe ich mich an die Amazon-Bewertungen gehalten und einfach den Hersteller gewechselt. In ein paar Jahren kommt dann der nächste Teil. In diesem Sinn: Augen auf beim Pumpenkauf! :P

Core Voltage

Seit ich meinen aktuellen Desktop PC habe, traten immer wieder sporadische Abstürze auf. Vor allem mit Firefox und beim Zocken. Ab und zu fing sich das System wieder und eine Meldung erschien in der Taskleiste: “AMD Grafikkartentreiber wurde wiederhergestellt”. Ihr merkt schon, ich spreche in der Vergangenheitsform :-)
Meine ursprüngliche Idee war, dass der Speicher auf der Grafikkarte einen Schaden habe muss. Dieser Verdacht erhärtete sich, nachdem ich ein entsprechendes Testprogramm (VMT) durchlaufen liess, das munter Fehler anzeigte. Vor einer Hardware-Neubestellung noch ein bisschen herumgegoogelt bis ich in einem Overclocker-Forum den Uber-Tip zu lesen bekam: “Wenn diese Fehlermeldung auftritt liegt es in 99% der Fälle an der Versorgungsspannung.” WTF? Aber es ist an sich schlüssig. Grafikkarten sind extrem leistungshungrig. Bei den sehr niedrigen Spannungen in einem PC fliessen ungeheure Ströme, so dass kleine Schwankungen extreme Auswirkungen haben können. Mein Bugfix war ganz einfach: Im Bios habe ich die Core Spannung um 0,1 V erhöht. Seither war NIX mehr! Genial einfach, einfach genial. Vielleicht hilft es auch mal jemand anderem.

Raspberry basteln

Bei dem netten Projekt mit dem Totmannschalter habe ich festgestellt, was für eine nette Plattform der Raspberry Pi ist. Er ist sehr preiswert, nicht zu schnell (wichtig in meinem Alter haha) und man kann seine verrosteten Linux Shell Fähigkeiten wieder hervorholen. Wirklich angenehm. Für 3 Euro kann man sich z.B. einen digitalen Temperaturfühler bei Ebay bestellen (der angeblich auf 3 Nachkommastellen genau ist.. naja, so ganz glaube ich es nicht). Das war ein Teil meines Wochenendes.
Gleichzeitig habe ich mir noch das Kameramodul besorgt. Das kostet keine 20 Euro und kann über ein filigranes Flachbandkabel mit dem Raspberry verbunden werden. Sowas wie der Traum einer preiswerten Überwachungsanlage oder der Alptraum der Nachbarin, je nach Standpunkt. Standbilder macht das winzige Ding mit 5 Megapixeln, Videos schafft er sogar in Full-HD. Dabei ist natürlich die SD Karte des Pi’s bzw. das Netzwerk der limitierende Faktor, so dass andauernde HD Aufnahmen meinem Gefühl nach nicht möglich sind. Aber man kann ganz nett Zeitraffer machen, mit einem kleinen Script alle 10 Sekunden (länger oder kürzer, je nach Dafürhalten) ein Bild aufnehmen und das ganze dann direkt auf dem Pi mit mencoder zu einem .mp4 verarbeiten. Geht ganz gut. Meinen ersten Versuch kann man hier sehen, 720 Bilder über 2 Stunden, an einem Sonntag abend im September wird es in der Innenstadt langsam dunkel:

Interessant und nicht ganz so interessant..

Traditionell habe ich hier immer wieder von Filmen, Büchern, Spielen, Hardware usw. berichtet und mit meinen lustigen Sternen SterneSterneSterneSterneSterne bewertet. Ich war ein bisschen faul und daher hat sich eine ganze Menge angesammelt. Hier kommt eine kleine Liste mit wie ich hoffe ein paar guten Tips.

Titel Was? Taugst was?
A.D. Miller, “Snow Drops Buch Wenn man ein bisschen besser verstehen will, warum Rußland so ist wie es ist muss man das hier lesen. SterneSterneSterneSterneSterne
Wil Wheaton, “Just A Geek” E-Book Ein Teil des letzten Humble-E-Book-Bundle. Teils interessante Einblicke aus Perspektive eines Schauspielers, sonst etwas narzißtische Selbstbedröppelung, die man genausogut auf der Webseite nachlesen kann. Es liest sich aber ganz locker. SterneSterneSterneSterneSterne
Wolverine – Weg des Kriegers Film Popcorn-Kino von dem (fast) nichts in Erinnerung bleibt. Eine weitere völlig inhaltsbefreite Comic-Verfilmung: Gähn! SterneSterneSterneSterneSterne
Kai Thomas Geiger: AutoReverse Buch Ein Buch wie eine Zeitreise. Man muß nur ein paar Details austauschen. z.B. Manu mit Rofa. Geil. SterneSterneSterneSterneSterne
Tom Wolve: Back to Blood Buch Nicht ganz einfach zu lesen, aber wenn man mal unterwegs ist, sehr lohnenswert. Hier gehts um Rassismus pur! Miami: Kubaner, Schwarze, Haitianer. Achja, ein paar Weiße gibt es auch noch. Sehr sehr spannend und mal nicht so moral-sauer wie die Multi-Kulti Diskussionen hierzulande. SterneSterneSterneSterneSterne
Paulette Film Absolut herzerfrischender französischer Film über eine alte Dame, die neue Geldquellen erschließen muss. SterneSterneSterneSterneSterne
Shootout (mit Stallone) Film Oh man dazu fällt mir gar nix mehr ein. Ein Film aus der Reihe Schnellverdrängung. Rumms! *blam*blam*blam* SterneSterneSterneSterneSterne

(bin begeistert wie gut WordPress mit HTML Tables umgeht..)

Korea-Panel

Jeff Atwood ist ein bekannter Blogger, der unter anderem als Gründer von stackoverflow zu einem gewissen Bekanntheitsgrad kam. Das Schreiben scheint etwas in den Hintergrund geraten zu sein, trotzdem schaue ich noch ab und zu bei ihm vorbei. Besonders sympathisch finde ich seinen Ansatz, beim optimalen Arbeitsumfeld nicht unbedingt zu sparen und auch mal etwas ungewöhnliches auszuprobieren. Dazu passt auch ein kürzliches Posting, in dem er beschreibt, wie er seinen häuslichen Arbeitsplatz mit einem 3-Monitor Setup aufgepimpt hat. So etwas passt bei mir nicht hin, aber interessant war die Empfehlung, statt TN IPS-Panels zu verwenden. Das im iMac verbaute 27” Panel mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln (WQHD, 16:9) wird in Korea in Massen hergestellt, hierzulande aber nur in Apple-Geräten und anderweitig sehr teuren Monitoren angeboten. Auf ebay kann man allerdings diese Panels direkt aus Korea bestellen, verbaut in relativ günstige Gehäuse unterschiedlicher Qualitätsgrade und mit Preisen zwischen 200€ und 300€. Wichtig ist allerdings, dass die Grafikkarte einen Full-DVI Anschluß zur Verfügung stellt und die Auflösung überhaupt unterstützt. Nachdem ich er mir lange überlegt habe führte die Kombination von schwäbischem Geiz und einer gewissen Risikobereitschaft schlußendlich dazu, dass ich beim ebay-Seller green-sum ein ACHIEVA Shimian QH270-Lite bestellt habe. Da ich Ergotron Monitorarme habe wollte ich gerne ein Gerät mit wenig Tiefe und VESA Schrauben hinten dran. Nach einer sensationellen Lieferzeit von 4(!) Tagen war das Panel dann bei mir.. dann aber wegen meiner Abwesenheit erst zwei Tage verzögert angenommen. Zoll musste ich keinen bezahlen, der DHL-Mann nahm 40€ Mehrwertsteuer und ich trug das dezent in Verpackungsfolie gewickelte Paket rein.

Wie das vor Schäden schützen soll ist mir nicht recht klar, aber es hat tatsächlich geklappt. Mein Gerät funktionierte einwandfrei. Nach dem Auspacken bugsierte ich das knapp 9kg Trumm auf einen Tisch um den Standfuß abzunehmen.

Hier kann man die ziemlich einfache Verarbeitung deutlich sehen. Es gibt nur einen DVI- und einen Stromanschluß, die runden Lautsprecherausparungen sind Attrappen.

In zwei der Vesa Bohrungen steckten außerdem große Schrauben, deren Funktion ich nicht begriffen habe. Vielleicht Transportsicherungen, wer weiß.

Am Arm sieht es dann so aus. Ziemlich mächtig, aber das wollten wir ja nicht anders. Die Feder im Arm muss man natürlich kräftig nachspannen, aber jetzt hält es richtig gut. Für eine Positionsänderung verwendet man aber lieber beide Hände. Linkerhand sieht man die Knöpfe zur Bedienung. Es funktioniert nur der An-Aus-Schalter und die oberen beiden, mit denen man die Helligkeit regulieren kann.
Ja und wie sieht es jetzt aus??? Wie ist das Bild?? Sag schon.

Ich lasse einfach mal ein Bild sprechen. Linkerhand ein Samsung Syncmaster 225BW, der auch nicht gerade zu den “schlechten” Bildschirmen gehört, ich war jedenfalls immer sehr zufrieden damit. Rechts das IPS Panel. Neben der höheren Auflösung würde ich behaupten, daß das Teil leicht die doppelte Farbtiefe hat bzw. einen wesentlich größeren Farbraum abdeckt. Man ahnt gar nicht, welche Qualitäten in einer Digitalkamera stecken, wenn man die Nuancen gar nicht sehen kann. Ich bin jedenfalls restlos begeistert. Die Aktion ist natürlich nicht ohne Risiko, wer ein defektes Gerät erwischt kann hohe Transportkosten für den Rückversand einplanen und an den Garantiefall will ich lieber gar nicht denken.

Und was ist jetzt mit 3 Bildschirmen? ATI hat beispielsweise die Eye-Finity Technologie, mit der mehr oder weniger beliebig viele Monitore angeschlossen werden können. Neue Grafikkarten bieten in der Regel sehr viele Anschlußmöglichkeiten. Bei mir sind das z.B. 1 x DVI, 1 x HDMI und 2 x Mini-Displayport. Das klappt mit mehr als 2 Monitoren aber nur dann, wenn ab dem 2. Monitor alle weiteren Geräte Displayporteingänge haben. Die spartanischen Korea-Panels können damit natürlich nicht aufwarten, von daher bleibt es erst einmal bei der 2er Konfiguration.
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Sicherung durchgebrannt: Logitech Z-5500

Vor 6 Jahren habe ich mir eine 5.1 Anlage für mein Arbeitszimmer zugelegt. Logitech Z-5500. Jahrelang erfreute mich der Spitzenklang und der störungsfreie Betrieb – bis – wir ahnen es bereits – dieses Wochenende. Status-LED aus, kein Muckser mehr. Die Sache erstmal zur Seite gelegt weil ich hier ohnehin neu verkable. Aber so ganz ohne Musik.. Hinten am Subwoofer ist neben dem Netzschalter eine Sicherung, die man mit einem Schraubenzieher herausdrehen kann. Durchgemessen – futsch. Hm gut, das kann ja mal passieren. Im Bauteile-Arsenal gewühlt und ein passendes Ersatzteil eingebaut, vorher natürlich noch probiert ob sie funktioniert. Nichts rührt sich. Mir schwant nichts Gutes. Ausgebaut, durchgemessen, auch futsch. Uuh, gar nicht gut. Das sind Momente in denen ich erstmal google, bevor ich die Gehäuserückwand komplett abschraube. Dabei stieß ich auf diesen etwas bizarren Forumsthread, in dem ein User mit dem wenig vertrauenserweckenden Namen Keine_Ahnung90 (seit 90 keine Ahnung oder Baujahr 90 und keine Ahnung?) behauptet, dass das passiert, wenn man den Subwoofer mit seinem eigenen Netzschalter einschaltet. Klingt komisch, aber das hatte ich eben getan. Ob der nicht doch recht hat? Also nochmal in den Bauteilen gewühlt, diesmal deutlich länger. Manchmal ist es doch praktisch, daß ich jeden Scheiß aufbewahre an dem ein Kabel dranhängt. Dann die Reihenfolge: Ausstecken, Netzschalter an, Sicherung einbauen, Einstecken. Ich fall vom Glauben ab: Es tut wieder! Ein Tip aus der Hexenküche, danke Keine_Ahnung90! Du hattest Recht, auch wenn dich die Forumskollegen niedergeflamt haben. Vermutlich ist die Spannungsspitze beim Schaltvorgang so hoch dass die Sicherung sofort nachgibt. Jetzt weiß ich es und fass da nie wieder dran ;-)

WePad Feierabendcheck

Heute abend etwas bräsig durch den Blödmarkt getrabt. Ich wollte nur zwei billige USB Sticks und nebenher ein bisschen “Formfaktor” gucken. Zeug mal antatschen. Das machen ja nun alle dort. In der portablen Computing Ecke der Apple Tisch, noch ohne iPad2. Nagut, darauf kann ich warten, ich hab genug iPad1 auf der Arbeit. Asus EEPC Netbooks, die sind nett. Leider immer noch single-cores, da muss ich noch warten. Aber für den halben Preis eines pads ein Rechner, mit dem man was anfangen kann. Und dann seh ich es! Den WePad. Da war doch was! Hier wollte doch ein deutsches Unternehmen in eine völlig neue Dimension vorstoßen! Der Blödmarkt als Vertriebspartner läßt das Gerät zumindest in der hiesigen Filiale in einer Ecke vor sich hinstauben. Eigentlich sollte man Pads ab und zu abwischen, nachdem die Kunden es begriffen haben.
Nagut, so ist das. Flugs in die Hand genommen und angefangen zu tappen. Ich hab es leider nur mit Mühe begriffen. Hier ist der Apple-Konzern im Bereich Usability meilenweit voraus. Das Ding hat aber trotzdem sehr interessante Features: Es ist zum einen sehr groß und für meine Grapscher griffig, hat GPS, der Homescreen ist virtuell und kann verschoben werden und jede Menge Steckplätze gibt es auch. Apps gab es keine darauf, auch keine Internetverbindung, so blieb mir nur der Dateibrowser. Immerhin eine Anwendung. Leider ist das Navigieren recht zäh, ich habe es nicht geschafft, eins der Beispielbilder in einem Bildbetrachter zu öffnen. Keine Ahnung, ob überhaupt einer drauf war. Ich sah immer nur das Vorschaubild. Auch der Wechsel zwischen den Verzeichnissen hakelt ein bisschen. Kann allerdings auch an meinen wenig kapazitiven Fingerkuppen liegen, die kleinen Knöpfe auf dem iPod muss ich auch immer 3x antippen bis sich was regt. 500€ ist trotzdem recht steil für den Spaß. Nein, ich brauche sowas nicht. Aber dafür zu entwickeln könnte interessant sein.. Will mich jemand dafür bezahlen?? :)