Bunte Bilder

Wie man vielleicht hier schon gelesen hat liebe ich Filme, die in der Ausstattung schwelgen. Je bunter und abgedrehter, desto besser. Da kann ich durchaus auch großzügig über Handlungsschwächen hinwegsehen. Damit meine ich jetzt aber nicht die 87.Folge eines dieser Superhelden. Nein. Ich meine Filme wie das 5. Element, Riddick Chronicles, Valerian oder Ready Player One.
In diesem Zusammenhang habe ich neulich das neueste Peter Jackson Machwerk gesehen, “Mortal Engines“. Nach Spiegel Online Verriss (immer ein gutes Zeichen!) und dem Trailer war mir klar, da muss ich hin. Dafür konnte ich auch meine Tochter überzeugen, die aus unerfindlichen Gründen genau solche Filme auch gut findet. Und ich war hin und weg! Stell dir eine Verfolgungsjagd vor in einer Stadt, die gerade von riesigen Sägeblättern zerteilt wird. Diese Stadt befindet sich in einer anderen, die auf riesigen Rädern durch die Prärie rollt. Und das auch noch im Steampunk-Style. UN_FASS_BAR_GEIL. Und schräg. Am Ende.. ne das ist jetzt egal. Ein paar vereinzelt gute Schauspieler sind auch dabei und es wird keine Sekunde langweilig. Immer gibt es ein paar kleine Details zu entdecken. Hingehen, läuft wahrscheinlich nicht mehr lang.
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Und als Bonus noch ein anderen Film, der völlig an mir vorbeiging und inzwischen auf Netflix zu sehen ist: Grand Budapest Hotel. Empfehlung! Erinnert ein bisschen an “A series of unfortunate events”, hat aber irgendwie viel mehr Seele. Und ein völlig verrückte Cast!
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The Awakening

Die Familie ist dem Hype in die Falle gegangen. Naja, Star Wars, das geht nicht anders. Im Vorweg positive Kritiken, das hebt die Erwartungshaltung, keine Frage. Und es war dann auch nicht so fürchterlich wie nach Episode 1 mit dem unsäglichen Mini-Anakin. Mit heutigen Maßstäben war es sogar ein guter Film. Wenn man sich so überlegt, was man in den letzten Jahren so aushalten musste.
Das Gute: Die wieder-auferstandenen “alten” Charaktere. Auch “Non”-Figuren wie Chewbacca und C3-PO überzeugen sofort. Humorvolle Einlagen sind gottseidank vorhanden und kommen nicht zu kurz. Oft allerdings nur für die Kenner der “alten” Teile. Der neue Droide BB-8 klappt und sein niedlicher Sidekick-Faktor passt.
Das weniger Gute ist der Spannungsbogen, bzw. sog. Story-telling. Inzwischen dürfte sich herumgesprochen haben, daß der Film quasi ein Remake des 4. Teils (“A New Hope”) ist. Er erreicht leider in keinster Weise dieselbe Spannung bzw. Durchgängigkeit der Handlung. Die Szenen wirken seltsam aneinandergereiht, hin und wieder gibt es regelrechte Längen. Viele gute Ideen mussten umgesetzt werden, das merkt man ganz deutlich. Nur daß es viel zu viele gute Ideen waren. Vollgestopft mit Andeutungen, Referenzen und Kleinigkeiten wird nichts richtig ausgeführt oder abgeschlossen. Der Gegner hat eine übermächtige Abwehr aufgebaut? Kein Problem, mit Lichtgeschwindigkeit bis vor die Haustür! Puff, fertig, ohne damit ein bisschen “Drama”zu verbauen. Zwei Drittel von allem hätten es beileibe auch getan, aber dafür “richtig”. Dass die beiden neuen Hauptdarsteller nur unterer Durchschnitt sind macht nicht mehr viel aus.
Am Ende hin und hergerissen, aber eigentlich wars ehrlicherweise nur solider Durchschnitt. SterneSterneSterneSterneSterne Wahrscheinlich liegt es daran, daß der erste Film noch die Überraschung auf seiner Seite hatte. Das war damals etwas absolut noch nie dagewesenes. Heute wissen wir exakt, was uns erwartet und wie die Regeln lauten. Anstatt das jetzt voll zu bedienen hätte man auch etwas vollkommen Neues machen können. Meine ich ;-)

Smaug praecox

Dieses Weihnachten ist eher so ein Fest des Hobbits. Man kann nicht mitreden, wenn man den Abschluß der Peter Jackson Serie nicht gesehen hat. Wie es ausgeht ist natürlich klar. Dazu muss man nicht mal ein Buch gelesen haben, sondern vor 5 Jahren im “Herrn der Ringe” gewesen sein. Also keine Überraschungen zu erwarten, höchstens vielleicht die zarte Hoffnung auf eine angemessene Umsetzung. Genug Übung sollte nach 5 Teilen inzwischen vorhanden sein. Trotzdem steht man nach über 2 Stunden enttäuscht auf. Kein Drama! Keine interessanten Figuren, Schauspielkunst Nebensache. Die ziemlich vom Himmel gefallene Liebesgeschichte zwischen Tauriel und Kili ist nach ein paar platten Katalog-Sprüchen auch gleich wieder vorbei. Die Liebe, die schmerzt, uiuiui, eine harte Erkenntnis für die in zarten Stahl gehüllte Elfe. Daß der heimliche Star der Reihe Smaug leider schon nach 10 Minuten das Zeitliche segnet ist ein bisschen wie ein verfrühter Samenerguss. Danach wird noch etwas rumgeschruppelt aber im Prinzip wars das erst mal. Man verzeihe mir diesen profanen Vergleich, aber mein Sitznachbar sagte in diesem Augenblick, “jetzt können wir wieder gehen” und so Unrecht hatte er nicht. Alles was danach kommt gab es schon mal in besserer Version: Der Kampf um den Berg, die Elben, Trolle, Zwerge und weiteres Getier war im Ring größer, besser und packender. Und auch am Ende die Heimkehr des Hobbits, war das im Ring nicht viel schöner? Diesmal hatte man mehr Sorgen, ob er wohl alle Möbel wiederkriegt.
In diesem Sinne Pfeife an, die Beine unter dem Tisch ausgestreckt und auf die Verfilmung von Silmarillion gewartet (in 6 Teilen, ab Weihnachten 2015).
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Interessant oder nicht? – II

Hier finden wir wieder eine kleine Übersicht, was lohnt und was net? Leider lohnt sich diesmal ziemlich viel net.

Titel Was? Taugst was?
300: Rise of an Empire 3D Film In’s Kino getappt, weil da isst man ja gern (Popcorn). Popcorniger wirds wirklich nicht, ich hatte nach 15 Minuten die “Mittel”-Tüte leer. Leider 3-D, wieder mal versehentlich überrascht worden. Der Film ist leider auch ziemlich schrott, stellt euch den ersten Teil von “300” vor, ohne Schauspieler, nur mit Komparsen. Dazu noch Action, die CGI-mäßig kaum überzeugt. Ist euch auch schon aufgefallen, daß Raumschiffe zwar super klappen, aber alles was mit Wasser zu tun hat eigentlich nie? Irgendwas sieht da immer komisch aus. So wie hier 90 Minuten lang. SterneSterneSterneSterneSterne
B.V. Larson: “Mech Buch Das ist ein Science Fiction wie ein Drehbuch zu einem Videospiel. Ziemlich viel Geballer, ziemlich übermächtige Aliens, zuviel von allem, zu wirr das Ganze. Hätte man auf die Hälfte verzichtet, hätte das was werden können SterneSterneSterneSterneSterne
Sue Grafton: “W is for Wasted” Buch Ein Exemplar eines Serien-Krimis. Ich bin nicht so der Krimi-Leser, der hier ist aber nett, die Hauptfigur sympathisch und es geht ab und zu ums Essen. Solide! SterneSterneSterneSterneSterne
Lois McMaster Bujold: Shards of Honor Buch Science Fiction. Ziemlich packender Auftakt einer Serie, von der ich bisher allerdings kein weiteres Buch gelesen habe. Es passiert richtig viel, viele Worte sind es nicht, aber sie sind sehr treffend. Ein Kosmos wird aufgespannt, und dass man sich nach 100 Seiten bereits darin zuhause fühlt muss als Qualitätsmerkmal gelten. SterneSterneSterneSterneSterne
John Irving: Last Night in Twisted River Buch Kurz gesagt: Hier wurden hohe Erwartungen leider etwas enttäuscht. Ich finde Irving toll, aber das ist eins der schwächeren Bücher. Zu lang, zu detailliert, zu langsam. Hin und wieder sind absolut geniale Szenen dazwischen, aber mir leider zu selten. Trotzdem möchte ich es vorsichtig empfehlen :-) SterneSterneSterneSterneSterne

Interessant und nicht ganz so interessant..

Traditionell habe ich hier immer wieder von Filmen, Büchern, Spielen, Hardware usw. berichtet und mit meinen lustigen Sternen SterneSterneSterneSterneSterne bewertet. Ich war ein bisschen faul und daher hat sich eine ganze Menge angesammelt. Hier kommt eine kleine Liste mit wie ich hoffe ein paar guten Tips.

Titel Was? Taugst was?
A.D. Miller, “Snow Drops Buch Wenn man ein bisschen besser verstehen will, warum Rußland so ist wie es ist muss man das hier lesen. SterneSterneSterneSterneSterne
Wil Wheaton, “Just A Geek” E-Book Ein Teil des letzten Humble-E-Book-Bundle. Teils interessante Einblicke aus Perspektive eines Schauspielers, sonst etwas narzißtische Selbstbedröppelung, die man genausogut auf der Webseite nachlesen kann. Es liest sich aber ganz locker. SterneSterneSterneSterneSterne
Wolverine – Weg des Kriegers Film Popcorn-Kino von dem (fast) nichts in Erinnerung bleibt. Eine weitere völlig inhaltsbefreite Comic-Verfilmung: Gähn! SterneSterneSterneSterneSterne
Kai Thomas Geiger: AutoReverse Buch Ein Buch wie eine Zeitreise. Man muß nur ein paar Details austauschen. z.B. Manu mit Rofa. Geil. SterneSterneSterneSterneSterne
Tom Wolve: Back to Blood Buch Nicht ganz einfach zu lesen, aber wenn man mal unterwegs ist, sehr lohnenswert. Hier gehts um Rassismus pur! Miami: Kubaner, Schwarze, Haitianer. Achja, ein paar Weiße gibt es auch noch. Sehr sehr spannend und mal nicht so moral-sauer wie die Multi-Kulti Diskussionen hierzulande. SterneSterneSterneSterneSterne
Paulette Film Absolut herzerfrischender französischer Film über eine alte Dame, die neue Geldquellen erschließen muss. SterneSterneSterneSterneSterne
Shootout (mit Stallone) Film Oh man dazu fällt mir gar nix mehr ein. Ein Film aus der Reihe Schnellverdrängung. Rumms! *blam*blam*blam* SterneSterneSterneSterneSterne

(bin begeistert wie gut WordPress mit HTML Tables umgeht..)

Entbehrlicher

Entbehrlicher: Meine Übersetzung von Expendables 2 :-) Ein Film mit derzeit unfaßbaren 7.5 Wertungssternen in der IMDB. Dabei kann ich eigentlich nur einen Link auf das Vorgängerreview setzen. Genauso hölzernder Schwachsinn wie der Vorgänger, der jede Gelegenheit einen adäquaten Gag zu setzen verstreichen lässt. Fast jede, was solls, ich hab eh die Hälfte schon wieder vergessen. Videokulisse für eine Popcornmahlzeit. Achja, diesmal mit Chuck Norris und Van Damme statt… weiß nicht mehr. Van Damme war übrigens der einzige Teilnehmer, der so etwas wie Schauspielerei durchgeführt hat. Ich hätte auch nicht gedacht, daß ich jemals so etwas schreiben würde. Sei’s drum, der Rest macht einfach das, was sie immer machen. Ich habe mich sowieso gefragt, warum man den Kerlen überhaupt neue Namen gibt, verwirrt ja nur.
Also, ein Stern für coole Flugzeuge und ein halber dafür, dass es kein 3D war.
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A Song of Ice and Fire – ein Quartal

Swift as a deer.

Alles fing damit an, dass ich eine Empfehlung bekam: “Diese Fernsehserie schau dir an, wenn du auch sonst nie was anschaust. Aber die musst du sehen!”
Irgendwann tat ich das auch und war sofort hin und weg. Diese HBO Edel-Produktion (nicht zu verwechseln mit Ser Edel) ist neben wenigen anderen Serien ein absoluter Meilenstein. Eigentlich sagen mir mittelalterliche Fantasy-Themen nicht sonderlich zu. Aber hier mache ich eine Ausnahme. Doch dann: Auftritt meines Ex-Kollegen beim Mittagessen. “Verfilmt? Pah, die Bücher, die musst du lesen. Ich hab sie schon zwei Mal durch!” Von den Büchern gibt es bisher 5, jeweils an die tausend Seiten stark. Dieser Mann hatte also schon richtig Zeit investiert. Ich also bei Amazon geordert und dann den Festmeter Holz angegriffen. Ein Quartal später habe ich alles was verfügbar war konsumiert, Zeit für ein kleines Resümee. Ich bin hier auf der sicheren Seite, wenn man die Erscheinungstermine extrapoliert, kann man sicher nicht vor 2014 mit dem nächsten Buch (“The Winds of Winter“) rechnen.

Quiet as shadow.

Worum geht es also? Es ist die Geschichte des fiktiven Landes Westeros, das Land der 7 Königreiche. Geschichtlich übertragen würde das Leben etwa mittelalterlich sein, ich würde sagen so um das Jahr 1200 herum. Hier gibt es Ritter und Burgen, Seefahrer, Vasallen und freie Städte, aber auch mythische Elemente wie Drachen, Nachrichten übermittelnde Raben, Menschen, die sich das Bewußtsein von Tieren zu eigen machen können, Magier und die mysteriösen “Others”, eine Art Horde Untoter, die im Schutz der Kälte aus dem Norden kommt. Die Handlung besteht im Wesentlichen aus dem Kampf um die Vorherrschaft in diesem Land, die mit Hilfe von Kriegen, Heiraten und Intrigen häufig den Besitzer wechselt. Keine Fraktion hat eine wirklich übermächtige Position, so daß ständige Wendungen die Regel sind. Die Handlung wird nicht durchgängig erzählt, sondern jeweils aus der Sichtweise einzelner Protagonisten. Das passiert teilweise parallel, an anderer Stelle durch “Hörensagen”, so dass man den Fortgang der Handlung dann beispielsweise durch eine Nachricht oder ein Kneipengespräch am Rande mitbekommt. Klingt umständlich, funktioniert aber im großen und ganzen richtig gut. Einzelne Figuren wachsen einem nach einiger Zeit richtig ans Herz, wie z.B. der zwergenwüchsige Tyrion Lannister, dessen Hauptbegabung Intrige und schlaue Sprüche sind oder Arya Stark, ein kleines Mädchen das, ständig auf der Flucht, eine Odyssee durch Westeros erlebt bis sie schließlich als.. nein, das verrate ich nicht :-)

Fear cuts deeper than swords.

Die Fernsehserie:
Die erste Staffel setzt Maßstäbe im Bezug auf Ausstattung, schauspielerischer Leistung, Vorlagentreue und, ich würde fast sagen Detailverliebtheit. Es geht auch noch irgendwie, denn die Vorlage ist relativ übersichtlich und baut einen kontinuierlichen Spannungsbogen auf. Was danach kommt allerdings.. ich habe es aufgegeben, denn ich glaube nicht, daß irgendjemand genau verstehen kann, was sich eigentlich wirklich abspielt. Zuerst also Buch lesen, dann geht es einigermaßen. Im Film, wie im Buch taucht z.B. die Figur des Stannis Baratheon halbwegs unmotiviert auf. Warum er in der nächsten Folge auf einmal auf See ist, nachdem sein Bruder ermordet wurde und alles, was auf die Schlacht von Blackwater Bay zuläuft erzeugt eher Kopfkratzen. Ich hätte jedenfalls ohne meine Vorbildung nicht viel verstanden. Nächstes Jahr soll es mit der dritten Staffel weitergehen, 10 Folgen, die das Buch “A Storm of Swords” abbilden.. keine Ahnung, wie das gemacht wird ohne die Hälfte wegzulassen bzw. zu verdrehen. An dieser Stelle kann ich nur wärmstens die Lektüre (für die Leseschwachen wegen mir auch die Hörbücher) ans Herz legen. Wenn man einen Vergleich zum Herrn der Ringe ziehen mag, fällt hier die TV Umsetzung doch stark ab, so sehr sie sich auch bemüht, die Vorlage einzufangen.
Trotz allem Gemecker, für manche Figuren hat der Produzent einfach die perfekten Schauspieler gefunden. Meine Favoriten:

  1. Tyrion Lannister (Peter Dinklage)
  2. Catelyn Stark (Michelle Fairley)
  3. Lord Commander Jeor Mormont (James Cosmo)
  4. Theon Greyjoy (Alfie Allen)
  5. Queen Cersei Lannister (Lena Headey)

Quick as a snake.

Gibt es auch was zu meckern? Ich krittele gern an Sachen herum, das ist bekannt. In diesem Fall gibt es aber nicht viel zu sagen. Ich halte den Einstieg für schwer, denn zu Anfang wird die Welt gleich riesig aufgespannt, deren Akteure man erst nach und nach genauer kennenlernt. Man wünscht sich öfter eine Landkarte, gerne im Schulklassenformat an der Wand, wenn man mal wieder unsicher ist, wo genau sich eine Stadt / Land / Fluß gerade wieder befindet. Da die Geschichte immer mehr in die Breite geht, hat man spätestens Ende Buch 3 sehr viele Fäden in der Hand. Und schade ist dann, daß gerade oft “langweiligere” Fäden detailliert weitergesponnen werden und manche interessanten Dinge aus meiner Sicht viel zu schnell abgehandelt werden. Ein Beispiel wäre da die Ereignisse rund um die Iron Islands und die Eroberung von Meereen. In Band 4 und 5 ist die Geschichte dann so breit, dass die Bücher chronologisch parallel ablaufen, was ich für etwas unglücklich halte. Hier hätte eine Reduzierung bei manchen schier endlosen Reisebeschreibungen (z.B. Brienne und Tyrions Flucht) ganz gut geholfen.
Last but not least sinkt die Qualität mit jedem Buch ab. Das fällt nicht so richtig auf, denn man wird immer mehr in die Geschichte eingesaugt, aber allein was Band 1 an Dialogen bringt, kommt in den folgenden 4 Büchern zusammen in der Qualität nicht mehr an. Man merkt den Bänden einfach auch die schiere Masse an. Ich glaube, R.R. Martin änderte zwischendrin immer wieder den ganz großen Zusammenhang, was man an gewissen unzusammenhängenden Elementen merkt. Oder man weiß nicht richtig, was er mit den Figuren noch anfangen soll/wird, die dann teilweise wieder in der Versenkung verschwinden. Aber davon ab, das war mit die beste Lektüre seit langem, die ich sehr genossen habe. Warum gibt es solche Bücher nicht von deutschen Autoren?

Calm as still water.

Hodor?! Hodor! SterneSterneSterneSterneSterne

Das Ende von 3-D

Vielleicht waren es meine äußerst niedrigen Erwartungen oder war der Film wirklich gut? Vor ein paar Tagen waren wir in Marvel’s The Avengers (3-D). Ich war positiv überrascht! Heiterkeit, gute Action und alles immer mit einem Augenzwinkern. Wenn man die Transformers-Reihe so durchgezogen hätte, wäre es nicht zu der peinlichen Katastrophe gekommen.. Nagut, es war nicht alles so dolle, auf den unsäglichen Captain America und diesen Katalog-Typ.. wie hieß er noch gleich.. genau, Chris Hemsworth als “Thor” hätte ich auch verzichten können. Robert Downey Jr. als Tony Stark hat das allerdings einigermassen ausgebügelt. Und auch die weiblichen Haupt- und Nebenrollen haben dazu beigetragen, dass bei meinem Begleiter hin und wieder die 3-D Brille verrutscht ist :D.

Achja, 3-D. Das war mein letzter 3-D Film. Ich gebe hier einen (!) Stern Abzug und sage in Zukunft diesem überflüssigen Quatsch ab. Die Nerverei mit dem Teil auf der Nase, dem deutlich schlechteren Bild und den eher bescheidenen und manchmal gar nicht erkennbaren Effekten reicht so langsam. Nur blöd, dass meine beliebteste Filmkategorie anscheinend oft gar nicht mehr “ohne” auskommt. Unterm Strich war es aber gelungene Popcorn-Unterhaltung.

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Schlaflos in Südafrika

Auf besonderen Wunsch hier die Meinung zu meinem jüngsten Kinoerlebnis, “Safe House” mit Denzel Washington. Aus völlig irrationalen Gründen haben wir uns nicht für Kate entschieden. Kapiere bis jetzt nicht, was da schiefgegangen ist ;-). Inzwischen sind zwei Tage vergangen und ich versuche verzweifelt, mich an herausragende Einzelheiten dieses Streifens zu erinnern. Achja, es gab eine nette Verfolgungsjagd mit einem calypso-roten BMW, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich fast denselben Wagen fahre. Es geht um einen Doppelagenten, der in Südafrika dem amerikanischen Konsulat in die Hände fällt. Um ihn bis zu seiner Verhörung sicher zu verwahren wird er in einem Unterschlupf, dem Safe House untergebracht. Das ist natürlich nicht so sicher wie erwartet und als die Bösen den Laden überrollen beginnt die bis zum Ende währende Verfolgungsjagd. Beim Tatort sagt man ja immer der Ort, d.h. die Stadt in der gedreht wird sei die zweite Hauptrolle. Hier hätte man das auch machen können, leider wurde bis auf eine Sequenz in einem Township diese Chance vertan. Dass der Film ausgerechnet dort spielt ist eigentlich nur ein Kunstgriff, um zu begründen, warum nicht gleich die komplette FBI/CIA Kavallerie auf den Plan tritt. Das ganze Machwerk war ganz unterhaltsam aber fast durchgehend hektisch und vorhersehbar. Wie immer in solchen Filmen fällt damit der Spannungsbogen weg, so dass ich gegen Ende gewaltig gegen den Schlaf zu kämpfen hatte. Man will schließlich nicht beim Abspann geweckt werden. Mein Fazit: Das kann man sich getrost antun wenn man keine hohen Erwartungen an einen Actionfilm hat. Und alles andere schon gesehen hat. SterneSterneSterneSterneSterne

Filmtips

Oder sollte ich sagen, Warnungen?
Muss jeder selbst entscheiden. :)
Drive“, mit Ryan Gosling. Ich hatte was mit Autorennen erwartet, war aber mehr ein Gangsta-Thriller. Die eingebaute Liebesgeschichte war wie ich finde sehr gefühlvoll aufgebaut, hat mir gut gefallen. Hu, hätte nie gedacht dass ich mal sowas schreibe ;-) SterneSterneSterneSterneSterne
Sacrifice“, mit Cuba Gooding Jr. und Christian Slater. Das ist auch so ein Bad-Cop-schütz-die-Kronzeugin-Familien-Happening falls ihr wisst was ich meine mit reichlich konservativer Rechtschaffenheit gedreht. Das hätte eigentlich ein guter Film werden können und das Mittelteil war auch gar nicht mal schlecht. Wenn man nicht alles schon tausendmal gesehen hätte. Knapp unter Durchschnitt. Lieber nicht! SterneSterneSterneSterneSterne
Red Faction Origins. Oh. Low Budget Sci-Fi Filmchen den ich hier als Komplett-Schrott hinstellen würde wäre da nicht der Auftritt der winzigen aber sehr niedlichen Danielle Nicolet zu verzeichnen. Sonst kann man sich das als Hintergrundhandlung zu einem Computerspiel vorstellen mit Spezialeffekten, die man 1980 vermutlich als ganz gut angesehen hätte. Hrmpf! SterneSterneSterneSterneSterne
Salt mit Angelina Jolie als ziemlich extra-harte Geheimagentin. Ich kann mir nicht helfen, sie macht das zwar ganz gut, es kommt mir aber trotzdem wie eine Fehlbesetzung vor. Dieser Actionfilm ist ziemlich gewalttätig, ich würde sagen locker 100 Tote in 90 Minuten. Spannung ist soweit auch vorhanden, ganz gut gemacht aber kein echter Knaller. SterneSterneSterneSterneSterne