Smaug praecox

Dieses Weihnachten ist eher so ein Fest des Hobbits. Man kann nicht mitreden, wenn man den Abschluß der Peter Jackson Serie nicht gesehen hat. Wie es ausgeht ist natürlich klar. Dazu muss man nicht mal ein Buch gelesen haben, sondern vor 5 Jahren im “Herrn der Ringe” gewesen sein. Also keine Überraschungen zu erwarten, höchstens vielleicht die zarte Hoffnung auf eine angemessene Umsetzung. Genug Übung sollte nach 5 Teilen inzwischen vorhanden sein. Trotzdem steht man nach über 2 Stunden enttäuscht auf. Kein Drama! Keine interessanten Figuren, Schauspielkunst Nebensache. Die ziemlich vom Himmel gefallene Liebesgeschichte zwischen Tauriel und Kili ist nach ein paar platten Katalog-Sprüchen auch gleich wieder vorbei. Die Liebe, die schmerzt, uiuiui, eine harte Erkenntnis für die in zarten Stahl gehüllte Elfe. Daß der heimliche Star der Reihe Smaug leider schon nach 10 Minuten das Zeitliche segnet ist ein bisschen wie ein verfrühter Samenerguss. Danach wird noch etwas rumgeschruppelt aber im Prinzip wars das erst mal. Man verzeihe mir diesen profanen Vergleich, aber mein Sitznachbar sagte in diesem Augenblick, “jetzt können wir wieder gehen” und so Unrecht hatte er nicht. Alles was danach kommt gab es schon mal in besserer Version: Der Kampf um den Berg, die Elben, Trolle, Zwerge und weiteres Getier war im Ring größer, besser und packender. Und auch am Ende die Heimkehr des Hobbits, war das im Ring nicht viel schöner? Diesmal hatte man mehr Sorgen, ob er wohl alle Möbel wiederkriegt.
In diesem Sinne Pfeife an, die Beine unter dem Tisch ausgestreckt und auf die Verfilmung von Silmarillion gewartet (in 6 Teilen, ab Weihnachten 2015).
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