By Administrator, on April 2nd, 2013
Heute: die Warmwasser-Steuerung
Morgens unter der Dusche sind die Gedanken bei mir absolut im Leerlauf. Das führt dazu, daß mir immer ganz komische Sachen einfallen. Gestern dachte ich darüber nach, was für eine Katastrophe eigentlich die häusliche Warmwasser-Erzeugung ist. An der Therme hat man zwei Optionen: Warmwasser “on demand” erzeugen, also als Durchlauferhitzer in dem Augenblick, in dem es benötigt wird. Nachteil: Man wartet lange auf den ersten Spritzer Warmwasser und die Therme muss natürlich erst die ausgekühlten Leitungen und Zwischenbehälter anwärmen. Andere Option: Warmwasser vorhalten auf einem bestimmten Temperaturniveau. (Achtung, Legionellen! ;-) ) Bessere Thermen haben dafür noch eine Zeitschaltuhr, mit der man die “relevanten” Tageszeiten vorgeben kann. Dann dreht man auf und husch: Warm. Ist man natürlich einen Tag der Woche z.B. früher unterwegs heizt der Zeitschalter umsonst und die Dauerheizung verbrät ohnehin eine Unmenge Energie. Was könnte man also machen?
Natürlich gibt es bereits schlaue Lösungen zu dem Problem. Eine Version erkennt durch kurzfristige Entnahme (2 Sek), dass gleich eine größere Menge Warmwasser benötigt wird. Ein anderer koppelt die Warmwassersteuerung an Bewegungsmelder, so dass erkannt wird, in welchem Raum möglicherweise gleich eine Entnahme erfolgt. Das funktioniert wahrscheinlich alles ganz gut. Am Ende steht natürlich immer die Frage, ob sich der ganze Aufwand rechnet aber dem Bastler ist das natürlich nicht wirklich wichtig, es geht ums Prinzip.
In dem Augenblick fiel mir eine Seminar wieder ein, das ich vor 20 Jahren(!) mal besucht hatte. Damals waren die “neuronalen Netze” eine total hippe Modeerscheinung in der Informatik. Dabei geht es um die vereinfachte Nachbildung von biologischer Nervenleitung mit Software. Nervenzellen werden also “Knoten” dargestellt, die mit Nervenbahnen (“Leitern”) verbunden sind und eine Gitter- Netz- oder Baumstruktur bilden. Wenn ein Knoten angeregt wird gibt es eine bestimmte Wahrscheinlichkeit, mit der dieser Impuls an einen verbundenen Knoten weitergegeben wird. In einem anderen Modell wird ein Impuls auf alle weiteren verbundenen Knoten mit einer bestimmten Gewichtung verteilt. Er teilt sich damit auf und schwächt sich ab. Die Gewichtung kann dabei auch von der Stärke des Eingangsimpulses abhängen, so dass einzelnen Knoten auch als Verstärker oder Dämpfer wirken können. Die Gewichtungen oder Wahrscheinlichkeiten werden in den Netzen durch Training vergeben. In dieser Phase werden sie zufällig eingestellt und das Ergebnis anhand des gewünschten Zielzustands bewertet. Wenn dieser erwünscht oder positiv ist erhalten die Knoten Rückmeldung und liefern bei einem gleichen oder ähnlichen zukünftigen Eingangsimpuls denselben Ausgangsimpuls.
Mit diesem Verfahren kann man mit neuronalen Netzen Reaktionen auf ganz bestimmte komplexe Eingangsmuster erreichen, was mit klassischer Programmierung nur sehr aufwändig möglich wäre, z.B. Histogramm-ähnliche Funktionen abbilden, Bild- und Tonerkennung, Optimierungen u.v.m.
Im vorliegenden Fall trainiert man das Netz über ein Zeitmuster, das die Warmwasserentnahme abbildet. Das Training ist einfach: Wird Warmwasser entnommen, bekommt das Netz für den vorliegenden Zeitpunkt ein positives Feedback. Nach der Trainingsphase “weiß” dann das System, dass z.B. jeden Morgen zwischen 6:00 und 7:00 Warmwasser gebraucht wird, samstags allerdings von 8:00 bis 9:00 und sonntags von 9:00 bis 10:00. Der Intervall für die Mustererkennung wäre dabei z.B. eine Kalenderwoche, also die Zeiteinheit, nach der sich das Eingangsmuster mit größter Sicherheit wiederholt. Ein einzelner Tag halte ich für zu knapp, wenn z.B. ein Familienmitglied an einem bestimmten Abend Sport hat und danach heiss duschen will ist nicht erforderlich, dass auch an allen anderen Tagen um diese Zeit Warmwasser vorgehalten wird.
Ein Vorteil gegenüber anderen Systemen ist, dass keine externe Rückmeldung durch den Anwender (Kurzwasserentnahme) oder andere externe Systeme erforderlich ist. Außer der Programmlogik, die z.B. mit einem Arduino realisiert werden könnte ist nur ein Zeitgeber, ein Sensor für die Dauer der Warmwasserentnahme und ein Schalter erforderlich, der zwischen Training und Anwendung wechselt. Außerdem natürlich ein Rückstellknopf, mit dem ein Training wieder gelöscht werden kann.
Wer baut das? ;-) (ich programmier es auch)
By Administrator, on January 10th, 2013
Weil du in den Handel mit Gold und Ausrüstung beteiligt sind, rechtmäßig ein Spiel mit einem unveränderten Spiel-Client. Doing anderweitig gegen unsere Richtlinien für Battle.net und Diablo III, und es geht gegen den Geist des Fairplay, dass alle unsere Spiele auf beruhen. Wir empfehlen dringend, dass Sie keine Hacks, Cheats, Bots oder Exploits zu vermeiden. Sperren und Verbote von Spielern, die verwendet haben oder beginnen mit Cheats und Hacks.
(Darunter eine als Battle-Net Login getarnte Phishing-Adresse)
Merke: Als Cyber-Criminal immer auf fehlerfreie Übersetzung achten! :-D
By Administrator, on November 17th, 2012

Madrid:
Ich war noch nie in Madrid und der Besuch hinterließ mich ziemlich zwiegespalten. Fangen wir mit den positiven Seiten an: Madrid’s Innenstadt ist absolut traumhaft. Hier pulsiert das Leben, es gibt eine Bar an der anderen, spannende Geschäfte, die teils herrlich altmodisches Zeug verkaufen und keine Ketten. Die engen Gassen sind gut verkehrsberuhigt. Meine Hauptschwierigkeit war, mich nicht zu verirren und das will bei meinem inneren Kompass schon was heissen. Einige Male stand ich auf Kreuzungen und dachte.. mönsch.. in welcher Richtung ist gleich nochmal das Hotel? Und was noch so alles rumläuft auf den Gassen – gut gekleidete Menschen und viele schöne Frauen. Ganz toll.
Außerhalb der Innenstadt war es allerdings weniger schön, viele Plattenbauten, extrem breit angelegte Straßen mit ungeheurer viel Verkehr, eine reine Autostadt. Man sieht kaum Busse, Trams sowieso keine und nur ein eher dünnes Metro-Netz. Ich will nicht wissen wie die Luft im Sommer ist, wenn es richtig heiß wird. Puah, mir hat es so schon gereicht. Wenn einer nochmal sagt dass Stuttgart eine Autostadt sei, schicke ich ihn da runter.
Demonstriert wurde auch, mitten in der Woche lag ein Tag des Generalstreiks, der 14. November. Der Kundgebungsmarsch sollte um 18 Uhr beginnen und führte mehr oder weniger direkt am Hotel vorbei. Ich stürzte mich also ins Getümmel.. angeblich sollen 130.000 Menschen teilgenommen haben. Das könnte durchaus der Fall gewesen sein. Der Ablauf war absolut friedlich soweit ich es gesehen habe. Ganze Familien mit Kinderwagen waren dabei, zwischenzeitlich dachte man an einen Sonntagsausflug. Irgendwann wieder zurück im Hotel das Replay auf CNN angeschaut ;-)


Sapphire:
Im Vorfeld hatte ich so meine Bedenken, ob der zeitliche und finanzielle Aufwand in irgendeiner Weise gerechtfertigt ist, wenn unsere Firma als Aussteller an der Sapphire teilnimmt. Wir sind jetzt keiner der Big Player, die dort ebenfalls ausstellten: Die T-Systems auf der Standrückseite, gegenüber Motorola, dahinter eine große indische Consultingfirma usw. Aber nach drei Tagen hatten unsere Vertriebsleute hochzufriedene Gesichter. Mir kommt es so vor, als wäre ich ein paar cm geschrumpft, das Herumstehen bin ich einfach nicht gewöhnt. Aber langweilig wurde es nicht, es waren oft mehr Besucher als unsere Vertriebler, so dass ich meine rostigen Verkaufs-SkillZ auch ein bisschen ölen konnte. Sonst war es ruhig als “technical backup“. Einsatz nur, falls mal die Technik streikt oder ein Besucher ein paar gemeine Fragen auf Lager hat. Achja, die Technik: Hier konnte man wunderbar beobachten, wie ein WLAN Netz komplett gesättigt wird, wenn in der Mittagspause alle ihr Händi aus der Tasche ziehen und eine Mail nach Hause schreiben. Nichts ging mehr, was leider etwas unangenehm war für einen Anbieter mobiler Lösungen ;-) Die Interessenten reagierten aber mit Verständnis, sie hatten dieselben Probleme mit ihren Telefonen und Tablets.

Trip:
Air France: Oh.. ja hm :). Hinreise ging noch, auf dem Rückflug klappte es nicht mehr so gut: Ich hatte etwa die doppelte Reisezeit auf der Uhr nachdem sowohl Flug- als auch Anschlußflug ordentlich verspätet waren. Die neue Mobilität schlägt zu: Bei jeder Verspätung schickt die Fluggesellschaft E-Mail Benachrichtigungen an eine vorher angegebene Adresse. Die kriegt man allerdings erst am nächsten Tag, denn von Gratis-WiFi ist man leider immer noch weit entfernt. Warum eigentlich? Es kann doch meinetwegen ein geschlossenes Netz sein, aber dann könnte man Passagieren, die über die Zeit warten müssen Gutscheine zum Freischalten überreichen. Das am Zielort versprochene Personal, das sich um die Anschlüsse der Passagiere direkt vor Ort kümmern sollte entpuppte sich auch als eine Video-Wand mit Abflugzeiten und einem verschlafenen Security-Mann mit Warnweste. Wer sich “Service” so breit auf die Brust tätowiert hat hier noch etwas Nacharbeit nötig..
War jedenfalls schön, als vertrockneter Entwickler mal wieder an die frische Luft zu kommen! ;-)
By Administrator, on November 7th, 2012

Über meine dänischen Caching-Erfahrungen habe ich hier schon kurz berichtet. Außer dem bekannten Stützpunkt HKB 6/180 (http://coord.info/GC19FWE) hatten wir leider nicht viel Glück.
Inzwischen gibt es natürlich die bekannten Favorite-Punkte, mit deren Hilfe man vorsortieren kann, um allzu herben Enttäuschungen vorzubeugen. Oder man besucht eine Seite wie “Geocachen an der Nordsee” und informiert sich schon im Vorwege über mögliche Ziele. Die dort gelisteten Dosen müssen sich natürlich auf einen Extra-Ansturm einstellen, aber man kann es drehen und wenden wie man will – Cachen ist inzwischen ein Breitensport.
Und das finde ich nicht unbedingt verkehrt, raus mit den Leuten an die frische Luft! Und wenn man sich rücksichtsvoll verhält und seinen Müll wieder mitnimmt spricht auch nichts gegen ausgiebige Entdecker-Touren.
By Administrator, on October 4th, 2012
Entbehrlicher: Meine Übersetzung von Expendables 2 :-) Ein Film mit derzeit unfaßbaren 7.5 Wertungssternen in der IMDB. Dabei kann ich eigentlich nur einen Link auf das Vorgängerreview setzen. Genauso hölzernder Schwachsinn wie der Vorgänger, der jede Gelegenheit einen adäquaten Gag zu setzen verstreichen lässt. Fast jede, was solls, ich hab eh die Hälfte schon wieder vergessen. Videokulisse für eine Popcornmahlzeit. Achja, diesmal mit Chuck Norris und Van Damme statt… weiß nicht mehr. Van Damme war übrigens der einzige Teilnehmer, der so etwas wie Schauspielerei durchgeführt hat. Ich hätte auch nicht gedacht, daß ich jemals so etwas schreiben würde. Sei’s drum, der Rest macht einfach das, was sie immer machen. Ich habe mich sowieso gefragt, warum man den Kerlen überhaupt neue Namen gibt, verwirrt ja nur.
Also, ein Stern für coole Flugzeuge und ein halber dafür, dass es kein 3D war.
    
By Administrator, on September 17th, 2012
Nein es ist nicht so, wie manche jetzt vielleicht denken :) . Bei dieser Dame handelt es sich um Hanna Elisabeth Müller, eine Sopranistin, die gestern abend beim Abschlußkonzert des Musikfests Stuttgart auftrat. Diese optisch wie akustisch angenehme Erfahrung machten wir im letzten Satz von Mahler’s 4. Symphonie. Das war schon allein deshalb . . . → Read More: Klangteppich
By Administrator, on September 15th, 2012
Jeff Atwood ist ein bekannter Blogger, der unter anderem als Gründer von stackoverflow zu einem gewissen Bekanntheitsgrad kam. Das Schreiben scheint etwas in den Hintergrund geraten zu sein, trotzdem schaue ich noch ab und zu bei ihm vorbei. Besonders sympathisch finde ich seinen Ansatz, beim optimalen Arbeitsumfeld nicht unbedingt zu sparen und auch mal . . . → Read More: Korea-Panel
By Administrator, on August 31st, 2012
Sehr schönes Konzert im Manu Café hier in Schorndorf! Scherbe contra Bass, ein unplugged Duo aus Fragmenten der Ton Steine Scherben. Das hatte natürlich, wie man auch an Teilen des Publikums erkennen konnte, Kultverdacht! Anfangs gabs ein paar technische Probleme, auch der Sound passte nicht ganz gut aber spätestens im zweiten Set sind sie . . . → Read More: Scherbe contra Bass
By Administrator, on July 29th, 2012
Swift as a deer.
Alles fing damit an, dass ich eine Empfehlung bekam: “Diese Fernsehserie schau dir an, wenn du auch sonst nie was anschaust. Aber die musst du sehen!” Irgendwann tat ich das auch und war sofort hin und weg. Diese HBO Edel-Produktion (nicht zu verwechseln mit Ser Edel) ist neben . . . → Read More: A Song of Ice and Fire – ein Quartal
By Administrator, on July 19th, 2012
Nichts bringt mich so zuverlässig auf die Palme wie ein Anschreiben der GEZ. Diesmal mit der freudigen Ankündigung, ab 2013 ein “gerechteres” Modell mit der haushaltsbezogenen Abgabe einzuführen. Gefragt wurde wie immer niemand, jetzt zahlen alle dasselbe. Im Grunde ist das nicht verkehrt, die Kontrollen entfallen und man kann von einer Art “Lindenstraßensteuer” sprechen. . . . → Read More: Abschaffen II
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