Closing the circle..

Interessantes III:

Titel Was? Taugst was?
Dave Eggers: The Circle Buch Eine düstere Zukunftsdystopie. Ha, endlich kann ich auch mal dieses Wort verwenden! In nicht sehr weiter Zukunft hat ein neuer Konzern Google und Facebook geschluckt und die Kontrolle über das Netz erlangt. In wohltätiger Manier (Sicherheit! Offenheit! Klarheit! Ehrlichkeit!) soll eine neue Weltordnung geschaffen werden. Es geht also schon wie in Anno 1984 um das Gleichgewicht zwischen Privatsphäre und Gemeinwohl. Dabei begleitet die Geschichte eine Berufsanfängerin, die in der Firma eine steile Karriere hinlegt und schnell großen Einfluß erlangt. Leider kann die Erzählweise mit den Ideen nicht immer ganz Schritt halten, so daß es leider auch eher langatmige Kapitel gibt. Der Realität sehr nahe waren für mich die Tatsache der allgegenwärtigen WebCams und Kamera-Dronen, die bereits heute (wenn auch in extrem geringem Umfang) Realität sind und die damit verbundene Manipulation des menschlichen Verhaltens (man kann mich sehen!). Eine andere sehr gute Idee, die das Buch leider nicht ganz in die Tiefe verfolgt ist die Aussichtslosigkeit, an der digitalen Gemeinschaft nicht teilzunehmen (opt-out). Wir erleben das inzwischen zum Beispiel bei der Abgabe der Steuererklärung, dem Online-Banking und wahrscheinlich schon bald mit DE-Mail und der digitalen Briefwahl. Ein netter psychologischer Moment war auch der Umgang der Hauptfigur mit Dislikes, “frowns”, also Personen die sie bekanntermaßen nicht gut finden. Obwohl gering in der Zahl, verursachen sie gehörige Paranoia. Leider wurde auch dieses Thema nicht weiterverfolgt. Trotz dieser kleinen Schwächen aber ein sehr interessantes Buch, das den Kopf mit allerlei neuen Ideen füllt. SterneSterneSterneSterneSterne

Der Hermannsweg

Der Hermannsweg verläuft in Nordrhein-Westfalen von Rheine über Bielefeld nach Leopoldstal. Über den angeschlossenen Egge-Weg heißt das ganze dann Hermannshöhen und verläuft weiter in südöstlicher Richtung bis Niedermarsberg. Der Weg verläuft zumeist in Kammlage im Teutoburger Wald. Darunter hatte ich mir auch mehr vorgestellt. Dieser “Wald” ist aber eher ein Wäldchen. Man versteht darunter nicht mehr als einen bewaldeten Bergrücken, der zwischen 2 und 7 Kilometer breit ist. Hier soll auch 9 n.Chr. der Hermann aka Arminius dem Römer Varus die bekannte Niederlage zugefügt haben. Inzwischen ist man sich nicht mehr ganz so sicher, ob es wirklich dort war, angesichts der dichten Bebauung außerhalb der Grünzone kann man es sich auch nur schwer vorstellen.

Über das verlängerte Himmelfahrts-Wochenende sind wir dem Weg 3 Etappen lang gefolgt, und zwar vom verkehrstechnisch gut angebundenen Bielefeld bis Bad Driburg, zusammen etwa 70 Kilometer. Das ist wegen der geringen Höhenunterschiede gut zu schaffen und landschaftlich wie auch touristisch absolut empfehlenswert. Unterwegs kommt man an Höhepunkten wie dem Hermannsdenkmal und den Extern-Steinen vorbei, der Weg ist bis auf wenige Ausnahmen auch sehr abwechslungsreich, was man z.B. vom Schwarzwald-Höhenweg nicht unbedingt behaupten kann. Glück mit Wetter und Unterkünften hatten wir auch, so daß es eine rundum gelungene Sache war.

Klebstoff! :-)

Für die häusliche Eisproduktion wird Invertzucker empfohlen. Damit wird das Eis cremiger und kristalliert nicht so leicht aus, wie bei der Verwendung von herkömmlichem Zucker beim Anrühren der Masse. Den Tip, wie man das selbst macht habe ich gleich ausprobiert, es ist ein chemischer Prozeß und hat nicht viel mit Kochen zu tun.
Zu Beginn kippt man ein Kilo Zucker und Zitronensäure (ja, man kann das Putzmittel verwenden, wenn “lebensmittelecht” auf der Packung steht!) in einen Topf, fügt einen Viertelliter Wasser dazu und lässt das Zeug eine ganze Weile heiß vor sich hin wabern (nicht kochen!).

Das sieht dann so aus. Irgendwann stoppt man den Prozess ab, wenn die Lösung einigermassen klar geworden ist. Am Anfang kann man eigentlich nicht glauben, daß das jemals passiert.

Dann neutralisiert man die Säure unter Zugabe von Natron. Dabei entsteht Gas, das ordentlich schäumt. Macht aber nix. G’hört so. Man rührt eine Weile und der Schaum verschwindet dann von selbst, bis schlußendlich eine fast klare, ziemlich zähe Flüssigkeit übrigbleibt.

Abgefüllt und im Kühlschrank geparkt reicht das für zig Zubereitungen. Für einen Liter Eis braucht man nur wenige cl. An der gelblichen Färbung erkennt man übrigens, daß unser Zucker doch nicht so gereinigt ist, wie man das immer glaubt.

Einfach, effektiv und praktisch. Ich liebe solche Sachen :-)

Eheszenen

Dinge, von denen ich fast nichts verstehe: Theater, Oper, Musik und Wein. Ich weiß nicht genau warum, die Faszination dafür konnte mich nicht komplett packen. Ich glaube es liegt daran, wenn andere über Premieren und Weingeschmäcker schreiben. Dann steige ich spätestens im zweiten Absatz nach erster Erwähnung von “erdig-blumig” oder “selbst-entlarvender Pose” aus. Komische Einleitung.
Gestern waren wir jedenfalls im Theater, “Szenen einer Ehe” von Jan Bosse nach dem Bergman-Film. Im Schauspielhaus. In den beiden Hauptrollen Joachim Krol und Astrid Meyerfeldt. Ersterer braucht keine Erklärung, seine Partnerin ist auch keine Unbekannte. Daß man Ü50 nicht nur höchstprofessionell sondern auch beängstigend in Form sein kann hat sie definitiv bewiesen. Bei ihrer Morgengymnastik mit abschließendem Spagat ging jedenfalls ein kollektives Stöhnen durchs Publikum. Herr Krol konnte sich trotzdem weiterhin sicher auf seinen Text konzentrieren, Respekt. Das Stück selbst ist eine Art Tragikomödie vom langsamen Ende einer Ehe. Vielleicht nicht ganz modern, die Hausfrauen-Figur ist schon sehr 70er, die Dialoge jedoch eher zeitlos. Was soll ich sagen, war eine sehr lustig-bewegend-eindrückliche Veranstaltung. Wenn Theater immer so wirken würde – ich wäre nicht mehr im Kino.

Podiumsdiskussion “Zukunft der Stadt”

Gestern abend war ich Gast einer Podiumsdiskussion zur Zukunft der Stadt. Veranstaltet vom Zeitungsverlag war der Auslöser die anstehende Kommunalwahl. Hier sollte den Parteien Gelegenheit gegeben werden, mit Fragen zu städtischen Themen Profil zu gewinnen. Mein Fazit: Ich bin schier eingeschlafen.
Politik speziell auf lokaler Ebene ist nun mal ein äußerst personen-bezogenes Geschäft. Ich wähle nicht “meine” Partei sondern den Verein, der am wenigsten Schwachköpfe aufgestellt hat. Da hätte man gestern vielleicht bis auf eine Ausnahme ein gelb- oder schwarz-grünes Bündnis schließen können. Brr! Überhaupt war ich völlig erstaunt von der Einigkeit.. oder ich nenne es lieber Profil-losigkeit der Anwesenden. Weichgespültes Phrasendreschen, keine Auseinandersetzung. Zwischenrufe? Fehlanzeige. Wie im Bundestag am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause. Zzzzz. Dazwischen verblüffte mich vor allem das erschreckende Fehlen von Sachkenntnis. Es wurde rund 20 Minuten über die Verwendung des Breuninger-Areals diskutiert (eine stadt-nahe Industriebrache mit Ruine aus Gründerzeit), bis die Anwesenheit vom Stadtrat der FDP freundlich daran erinnert wurde, daß man damit eigentlich gar nichts machen könne solange der Besitzer das Gelände der Stadt nicht verkauft hätte. Ach. Oder ob der Gemeinderat irgendeinen Einfluß auf die Klassengrößen an den örtlichen Schulen hat. So.
Luftige Thesen gab es allerhand: Studenten-WG’s am Bahnhof, dazu noch “shared Space”, die duale Hochschule im Breuninger, Fahrradmitnahme im Bus nach Oberberken, Begegnungsstätte Jung und Alt in der neuen Mensa Grauhalde. Puh, da ging einem das Herz auf. Als dann noch das Millionengrab Stadthallensee als positive Entwicklung der letzten 10 Jahre von einem Vertreter der Grünen ausgelobt wurde habe ich den inneren Shutdown ausgelöst und bin in den Energiespar-Modus übergegangen.
Leider langweilig! Ich wähle wieder die kantigsten quer durch die Parteien :-)

Heart failure

Gestern habe ich die OpenSSL Lib in unserer iOS App gepatcht. Die verwendete Version hatte den Heartbleed.

Am Tag 2 fragen sich jetzt alle wie das nur sein kann, daß so ein eklatanter Bug jahrelang unentdeckt in einer Open Source Software versteckt bleibt. Und .. ogott jaaa.. wer den wohl schon alles für seine finsteren . . . → Read More: Heart failure

An der Mosel

Wisst ihr, wo das sein könnte? Nein? Dort war ich Vor-vergangenes Wochenende beim Besuch eines lieben Freundes. Der hat’s ja richtig schön und wohnt in einer Gegend, in der man fernab von Häusern weiträumig zu Fuß unterwegs sein kann. Dieser Anblick ist aber noch ein Stück weiter und zwar an von der ehemaligen Festung . . . → Read More: An der Mosel

LP im Osten

Unsere Gegend inzwischen abgegrast, fahren wir inzwischen immer weiter, um an interessante und ebenso verlassene Orte zu kommen. Diesmal bis ins ferne Thüringen. Hier sind wir in einem ehemaligen Kinderheim. Es ist kein besonderer Bau, der Reiz kommt mehr vom Kontrast. Manche Bereiche sind völlig zerstört, während man an anderen Stellen das Gefühl hat, der . . . → Read More: LP im Osten

Chili-Saisonstart

Dieses Jahr steige ich wieder ein – Aussaat erfolgt im Februar, von den teils älteren Samen sind leider nur relativ wenig aufgegangen, aber 20 Töpfe kann ich jetzt umsetzen:

Kurze Zeit später sieht das ganze so aus..

Die Menagerie bleibt erstmal in der Wohnung, bis die Dachterrasse garantiert frostfrei ist (Mai). Die Chili-Vorräte . . . → Read More: Chili-Saisonstart

Interessant oder nicht? – II

Hier finden wir wieder eine kleine Übersicht, was lohnt und was net? Leider lohnt sich diesmal ziemlich viel net.

Titel Was? Taugst was? 300: Rise of an Empire 3D Film In’s Kino getappt, weil da isst man ja gern (Popcorn). Popcorniger wirds wirklich nicht, ich hatte nach 15 Minuten die “Mittel”-Tüte leer. Leider 3-D, wieder . . . → Read More: Interessant oder nicht? – II