Das Rössle

Am Ostermontag mit dem besagten “Rössle” auf einer Sonderfahrt nach Augsburg. Anlaß war Rudolf Diesels 150ster Geburtstag. Begangen mit allerlei historischem und aktuellem dieselbetriebenem Gerät auf dem Gelände des alten Bahnbetriebswerks. In Zeiten des Klimawandels mußte man schon kräftig an was anderes denken, wenn man all die beachtlichen blauen Wolken betrachtete, die aus den verschiedenen Auspuffrohren quollen ;-)
Besonders interessant war die Möglichkeit, manche Großdieselloks von innen zu besichtigen. Die Original-Lokführer waren auch dabei, taten etwas erstaunt und beantworteten geduldig alle Fragen zu ihrem Arbeitsplatz. Ab und zu wurde dann auch das Triebwerk angeworfen.. ich muß sagen, ein ziemlich beeindruckendes Erlebnis, sowohl Geräusch- als auch Wärmeentwicklung.

Nein, das ist kein U-Boot :-) .. von innen und

von außen. Ok ok, das muß jetzt nicht jedem gefallen :)

Die Oskar-Frech-Bad-Bahn

Nachdem in diesen Tagen das glorreiche neue Schorndorfer Erlebnisbad eingeweiht wird, hörte ich von einem guten Freund heute eine spannende Idee: Warum nicht die Fahrtstrecke des “Wiesels” (der Wieslauftalbahn) über den Schorndorfer Bahnhof hinweg bis zum neu gebauten Bad verlängern? So gesponnen wie es sich auf den ersten Blick anhört ist es nicht: Ein Industriegleis liegt bereits fast bis zum Ziel, es müßte lediglich am Ende eine kurze Verlängerung gebaut werden und natürlich ein Bahnsteig (siehe Google Maps Skizze unten). Da die Parkmöglichkeiten nicht allzu großartig ausfallen könnte das die Erreichbarkeit des Bades speziell von Gästen aus dem Wieslauftal erheblich verbessern.

Das könnte dann etwa so aussehen:

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Ich bin schwer gespannt wie das weitergeht!

[Edit 26.3.09] Es ging weiter. Vor dem technischen Ausschuß des Gemeinderats wurde das Projekt begraben, obwohl es mit einer beeindruckenden “Habermannmontage” ;-) vorgelegt wurde. Schade eigentlich. Anscheinend viel zu teuer (mit über 6 Mio. veranschlagt, was ich anhand der bereits vorliegenden Trasse schwer nachvollziehen kann), außerdem gebe es fahrplantechnische Schwierigkeiten, da der Triebwagen das westliche Weichenvorfeld komplett kreuzen muß. Das kann ich wiederum verstehen. Der Takt muß mit den teilweise im 15 Minuten-Rhythmus ausfahrenden S-Bahnen synchronisiert werden, dazu noch der Durchgangsverkehr auf der Remsbahn. Also gefühlsmäßig würde ich sagen, daß das lösbar sein sollte. Hier wurde mit einem technischen K.O. Argument gebremst. Sei’s drum.

Laufenmühle

Vergangenes Wochenende waren wir in Laufenmühle, zwischen Rudersberg und Welzheim. Ein kleiner Ausflug, der sich aber überraschend erfolgreich entwickelte. Hier gibt es einen neu eröffneten “Erlebnispfad”, Verzeihung, “Erfahrungfeld der Sinne“: An mehreren Stationen vorbei tapert man durch den Wald, es gibt Tiere, Klangeffekte, einen Barfußpfad, Stellen zum Klettern und vieles mehr. Außerdem ein nettes Cafe und einen durchaus brauchbaren Spielplatz. Auf dem eine Doppelschaukel, bei dem der eine Schaukler den anderen in Fahrt versetzen kann. Großer Spaß.

Klettergelegenheit

Die ganze Sache steckt noch etwas in den Kinderschuhen, macht aber bereits einen sehr guten Eindruck. Hier könnte man z.B. Kindergeburtstage feiern oder mit Besuchern herkommen. Das ganze liegt auch recht pfiffig: In einer Schlucht in der zwei Bäche zusammentreffen (beide mit Wasserfall), darüber der Viadukt der alten Eisenbahnlinie Rudersberg-Welzheim. Diese Linie wird derzeit wieder aufbereitet, so daß im Laufe diesen Jahres hoffentlich dort wieder Züge verkehren. Lauffenmühle hat natürlich auch einen eigenen Haltepunkt, so daß man auch mit der Bahn anreisen kann. Könnte. Oder mit dem Rad, denn der Wieslauf-Radweg führt direkt daran vorbei. Mal schaun wie sich das entwickelt. Der junge Herr will jedenfalls das nächste mal “mit der Dampflok” anreisen (au backe).

Schmackofatz

Ich meine, wir tun’s jeden Tag und keiner verliert groß ein Wort drüber – klar, essen gehen! ;-) Seit ich mich mit ein paar nahrungs-affinen Kollegen zusammengetan habe, ist daraus etwas Regelmäßiges entstanden. Beim gemeinsamen Mahl fernab von der Firma mit ihren kleineren und größeren Problemen kann man in der Tagesmitte richtig auftanken. Klar kostet es etwas mehr als wenn ich was mitbringe, aber ganz ehrlich: Man lebt nur einmal und für ein schnell gemümmeltes Brötchen und Kaffee von mäßiger Qualität ist mir mein Leben zu kurz. Ja richtig, weil ich eine Alternative habe. Aber dieser Absatz soll jetzt nicht philosophisch verkommen, sondern ich möchte unsere Geheimnisse preisgeben. Die Orte, die wir unter viel Rückschlägen und Mühen ausfindig gemacht haben. Hier lohnt es sich, mittags hinzusitzen und sich die Wampe vollzuhauen, pardon, sich leckere Dinge zuzuführen.
Anstatt eine Hitliste anzulegen kommen hier die Lokalitäten etwa in der Reihenfolge, in der wir sie im Laufe der Woche abarbeiten.:

  1. Die Eintracht in Waiblingen. Man löhnt leider immer 50ct zum Parken da dieses Lokal mitten in der Waiblinger Fußgängerzone liegt. Mit dem “Tagesessen” kann man jedoch nicht danebenliegen. Ein urschwäbische Etablissement das deftige, aber fein gekochte Leckereien liefert. Portionsweise auch so bemessen, daß man den Nachmittag ohne das Gefühl eines Medizinballs im Leib erlebt. Große Empfehlung!
  2. Pizzeria Di Meglio in Endersbach. Der Laden ist sicherlich in einem der scheußlichsten Gebäude des Remstals untergebracht, aber das hindert die Jungs nicht daran, eine ausführliche Mittagskarte mit leckeren Gerichten anzubieten, zudem auch noch Getränke zum “Mittagstarif”. Wir haben schon recht viel davon probegegessen und sind regelmäßig wiedergekommen. Mein Favorit sind die “al forno” Gerichte über deren regelmäßigen Konsum sich meine Kollegen schon langsam lustig machen, aber ich kann es nicht lassen. Hier ist auch für Vegetarier (solls ja auch geben) genug Auswahl.
  3. Der “Sportplatz”. Ich finde keinen Link, keine Webseite.. (sind das meine neuen Kunden ;-) nene nur Spaß). Egal. Das ist die Gaststätte beim fsv Waiblingen am Sportplatz (Ortseingang von Osten). Hier geht es auch eher deftig zu, aber gekocht wird trotzdem fein und von überraschend guter Qualität. Die Mittagskarte beinhaltet immer etwa 6-7 preiswerte Gerichte, und das Ganze läuft richtig schnell. Das beste ist allerdings die große Terrasse, auf der man bei geeignetem Wetter wunderbar draußen speisen kann.
  4. Oh mann, der Laden heißt tatsächlich “Bambusstäbchen Asia-Food“. Wer hat sich denn den Doofsinn ausgedacht. Ich hab’s erst durchs googlen herausbekommen. Ist egal, das ist das thailändische Schnell-Ess Lokal im Remspark Waiblingen (auch ein erschreckend grauenhafter Komplex, den ich allein zu diesem Zweck betrete). Aber nimmt man einmal Platz, ist die Welt wieder in Ordnung. OK, es ist nur ein “chinesisches Restaurant” mit preiswertem Essen. Aber das ist stets von leckerer Qualität, was man an den Unmengen der Gäste merkt. Die Pasta-Bar gegenüber mußte wieder schließen und selbst am Kebap Stand sieht es recht einsam aus. Asia-Food ist jedoch stets proppenvoll, was dazu führt daß man zwar manchmal auf einen Platz, selten aber lang aufs Essen warten muß. Allein schon durchsatzbedingt kommt hier gute Qualität zum Einsatz, zum fairen Preis.
  5. Das beste zuletzt? Ich weiß es nicht, aber Italfisch in Fellbach sucht in der Preisklasse sicherlich seinesgleichen. Es gibt zwar immer nur Fisch und ein einziges Mittagsmenü, das aber bisher in den seltensten Fällten enttäuschte. Man bekommt zwei Gänge, Salat, Getränk und Espresso hinterher für rekordverdächtige 11,50€ und ist hinterher aufs köstlichste bedient. Ich dürfte das hier eigentlich gar nicht schreiben denn es besteht Gefahr, daß wir irgendwann keinen Platz mehr kriegen ;-)

Alle diese Lokale haben außerdem die Gemeinsamkeit, daß sie von überaus netten und freundlichen Wirtsleuten betrieben werden, denen die Exzentritäten ihrer Gäste nichts ausmachen und die einen stets freundlich empfangen.

Nichtsdestotrotz habe ich stets ein offenes Ohr für weitere interessante Vorschläge.. ;-)

Train Hack

Das mußte ja irgendwann mal passieren: Ein 14 jähriger Pole baut sich eine Fernsteuerung für die Weichen der Lodz’scher Straßenbahn. Er ist jetzt zwar “dran” und während der materielle Schaden natürlich bedauerlich ist habe ich trotzdem Respekt vor dem Erfindergeist. Nicht schlecht. Extra-punkt für Schienenfahrzeuge ;-)

Gestern waren wir unter anderem im Zuge kindlicher Beschäftigung beim letzten Ausstellungstag des MEC Heiningen. Meine Erwartungen waren nicht die höchsten, aber das muß man wirklich mal gesehen haben. Diese Truppe hat quasi das ganze Dorf in Beschlag genommen und für ihre Anlage ein altes Bauernhaus umgebaut. Was die 13 Mitglieder auf die Beine gestellt haben, ist beachtlich: Seit fast 20 Jahren bauen sie an inzwischen 4 Anlagen, die über zwei Häuser verteilt sind. Es fahren reichlich Züge, so daß meine beiden richtig hypnotisiert waren. Schön auch, daß an den meisten Stellen Tritte für die Kinder mit einer Griffstange angebracht sind, so daß man auch selber mal in Ruhe gucken kann, ohne ständig jemand auf dem Arm zu haben oder “Finger weg” Ermahnungen von sich zu geben.
Was mich immer wieder wundert sind die Mengen an Cash die nötig sind, um eine derartige Menge an langen Zügen zu finanzieren, von den Weichenstraßen gar nicht zu reden. Davon könnte man sich.. einige gebrauchte Autos zulegen.. aber der Überzeugungstäter hat eben andere Prioritäten :)

10

Ich bin nicht ganz sicher, was ich von dieser Aktion halten soll. Eine Unterschriftensammlung, die das Ziel hat, zwei 18-jährige und einen 23-jährigen möglichst ohne Anwendung des Jugendstrafrechts zu verurteilen. Hohe Haftstrafen erreichen. Auch in der Firma wurde das Thema heute, ich möchte mal sagen kontrovers diskutiert. Ein Exempel statuieren. Oder lieber den weichen Kurs, Reintegration in die Gesellschaft. Na, die drei haben jedenfalls definitiv ein Exempel statuiert. Das war keine Affekthandlung. Eiskalt geplant und so gruslig durchgezogen, daß selbst Hannibal Lecter noch was dazulernen könnte. Meine erste Reaktion war auch gleich die heftige Art. Aber ist es nicht unheimlich, was sich da offenbart? Welcher Haß und Respektlosigkeit vor dem Dasein, dem Leben schläft da? Ich glaube das Ganze ist ein Symbol des Wunsches, daß dieser Vorfall ein absoluter, fast schon bizarrer Einzelfall sein muß. Das hoffe ich jedenfalls auch.

Plandampf Heilbronn – Mannheim

Vom letzen Wochenende bis zum 3.10. waren an der Eisenbahnstrecke Heilbronn-Mannheim jede Menge Verrückte unterwegs – unter anderem auch wir ;-)
Anlaß war eine Plandampf-Veranstaltung, die vor dem endgültigen modernen Umbau der Strecke durchgeführt wurde:

Ja worauf warten die denn?

Oh ja, da kommt was. Schnell noch dem Nebenmann den Ellbogen in die Rippen gehauen und die Kamera in Anschlag gebracht. Das täuscht jetzt, die Stimmung war im großen und ganzen recht heiter.

Da kommen sie, 2 BR 23 ziehen einen alten Personenzug. Wahrscheinlich etwas überdimensioniert, aber was macht man nicht alles für ein paar schöne Fotos!
Ein Stück weiter im Bahnhof von Sinsheim gab es noch mehr Dampf und das Teil hier, die Landplage aller Modelleisenbahnen, im Original allerdings mit einer eindrucksvollen Geräuschentwicklung ausgestattet:

Schöner Ausflug, wenn auch die Witterung etwas matschig war. Auf der Rückfahrt schien dann die Sonne (war ja klar).

Pizzeria Rumänia

Wie kann dies das Puls200 Blog sein ohne daß ich je ein Wort über jene Stätte der mittäglichen Mißhandlung verliere, die ab und an bei mir selbst 200 Puls erzeugt? Diesen Mißstand will ich hiermit beseitigen. Weniger die Pizzeria an sich als ihre Unfähigkeit, bei Vorbestellungen dieselben auch nur annährend zeitnah zu berücksichtigen. Äh, dann brauche ich auch nicht anzurufen, wenn ich mit 8 Leuten vorhabe, innerhalb von 30-45 Minuten eine Mahlzeit einzunehmen? Darüberhinaus beschäftigen sie den Schlurfer, einen osteuropäischen Zeitgenossen, der dem gastronomischen Dienstleistungsgewerbe noch mit real existierendem Sozialismus begegnet. Einmal wurden zwei Kollegen sehr ungleich eingeschenkte Getränke überreicht. Als der weniger reichlich Bedachte diesen Umstand reklamierte, nahm der Schlurfer sein Getränk mit und füllte es 1:1 in ein größeres Glas um, das er ihm direkt wieder hinstellte. Bei einer anderen Gelegenheit wurden einige komplett schwarz verbrannte Pizzen serviert. Das sah man allerdings erst, als man angefangen hatte zu essen, bzw. die Dinger umdrehte. Der Schlurfer tauchte erst wieder auf, als alle anderen restlos fertig waren und die Pechvögel definitiv keine Zeit mehr hatten, das Zeug zurückgehen zu lassen. “Hat nicht geschmeckt?”. Ne, hat nicht geschmeckt, Blödmann. Darüberhinaus sieht er bei der Bestellungsaufnahme stets über einen hinweg und gibt einem immer das Gefühl, extrem ungelegen zu sein. Der wandelnde “wenn’s denn unbedingt sein muß“. Kurioserweise gehe ich trotzdem hin und wieder mit, was allerdings mehr dem Herdentrieb zuzuordnen ist. Auf der Habenseite befinden sich moderate Preise und der beim Mittagstisch kostenlose Espresso. Etwas zu mager, wie ich finde. SterneSterneSterneSterneSterne

Sonntag nachmittag

Die Idee war eigentlich ganz nett: Mit dem jungen Herrn einmal einfache Fahrt von hier nach Rudersberg, die Räder in den Gepäckwagen und dann gemütlich an der Wieslauf herunter wieder nach Hause rollen. Tja, das Hochfahren war noch ganz nett aber nach 50m Strecke fuhr er im Hans-guck-in-die-Luft-Style über eine hohe Gehwegkante und hatte richtig viel Glück, daß in dem Augenblick kein Auto kam. Puh, wieder eins von den Erlebnissen, bei denen man hinterher erstmal tief Luft holen muß. Leider stellte er nach weiteren 3 Kilometern fest, daß sich ein winziger Blutstropfen aus der Schürfung am Knie gelöst hatte und festgetrocknet war. War bis dahin alles in Ordnung, so schrecklich wurde die Welt auf einmal. Daran konnte nicht einmal der riesige Mähdrescher etwas ändern, dem wir kurz darauf begegneten. Es dauerte bis Haubersbronn bis mit Unterstützung von einem Päckchen Weingummi und nichts böses ahnenden Butterkeksen die Angelegenheit wieder hinreichend in Vergessenheit geraten war. Oha, heute wurde ich wieder geprüft. Ich bin mir nicht sicher, ob ich besonders gut abgeschnitten habe..