Shower thoughts

In Reddit gibt es die Sektion “Showerthoughts“. Diese besteht aus manchmal schlauen oder sinnfälligen Sprüchen, die einem angeblich besonders häufig unter der Dusche einfallen. Irgendwie stimmt das auch. Etwas zu tun, bei dem man nichts denken muss und auch nichts anderes denken *kann*, weil Smartphones und andere Personen außer Reichweite sind (nehme ich jetzt mal an, ohne zu generalisieren), scheint die geistige Produktivität zu erhöhen. Es ist wie eine Art Meditation.
Heute morgen ist mir (natürlich unter der Dusche) eingefallen, dass genau das eigentlich sehr traurig ist. Der einzig übriggebliebene Raum, in dem wir noch kreative Gedanken bekommen. Weil es überall sonst zu laut ist?
Wie geht euch das? Könnt ihr irgendwo anders noch nachdenken, ohne dass ihr sofort abgelenkt werdet?

Spielkram :)

Heute habe ich meinen Kindern ein paar Legosteine geklaut und ein Gehäuse für den Raspberry gebaut. Dabei war mir vor allem der “Kameraturm” wichtig. Die mit einem fieseligen Flachbandkabel verbundene Kamera musste passend fixiert werden, und das geht auf Dauer nicht mit der dritten Hand :)

Die Servicetechniker sind gerade bei der Endabnahme.

Damit habe ich dann heute nachmittag noch ein kurzes Video gemacht. Mein Plan ist noch eine Fernbedienung (über GPIO mit Schaltern) zu realisieren, damit das Netzwerkkabel und/oder WLAN überflüssig werden und das Ganze portabel wird. Das wird auch für die Fernsteuerung der SLR helfen.. ^^

Play Chopin

Gestern abend in der Liederhalle sollte es eigentlich PlayBach geben. Das ist die Erfindung des wie ich meine ziemlich genialen Jacques Loussier, einem Franzosen, dem das Kunststück gelungen ist, Bach und Jazz in einer unnachahmlichen Weise zusammenzuführen. Leider war er erkrankt, so daß das Trio (Benoit Dunoyer de Segonzac, Kontrabass und André Arpino am Schlagzeug) durch David Gazarov am Klavier ergänzt wurde. Genies sind bekanntlich nur schwer klonbar, deshalb war der Anteil an echten “PlayBach”-Nummern eher gering. Das lag natürlich auch daran, dass ihm nur wenig Zeit zur Vorbereitung blieb. Er blieb im zweiten Teil daher bei “seinen Leisten“. Und die lagen mehr bei Chopin. Nach den folgenden 60 Minuten war mir klar, dass romantische Klaviermusik und Jazz nicht zusammenzuführen sind. Bach ist mechanischer, motorischer, da gelingt es viel besser. Soll aber nicht heissen, das es ein schlechtes Konzert war, ganz im Gegenteil! Es war ein tolles Klangexperiment, sehr abwechslungsreich und teilweise durchaus humorvoll.

DeathRace


Das vorhergegangene Posting war natürlich nur ein Intro für das was ich mir heute angetan habe: Death Race, ein Film der das erfüllt was er verspricht. Nicht richtig viel. Autos, Explosionen, Knastprügeleien und aus mir unerklärlichen Gründen einen Schwung leichtbekleideter Damen. Worum es geht ist schnell erzählt, so daß ich das hier mal weglasse. Sagen wir so, der bisher gelesene Text hätte dazu locker ausgereicht. Umso faszinierender, daß ich tatsächlich 2 Frauen im Saal entdeckt habe. Muß wahre Liebe sein, wie mein lieber Kollege meinte. Glaube ich auch. Wie dem auch sei, das war vollwertiges Popcornkino, das ich jedem Kerl sofort weiterempfehle. Abzug gibt es von mir dafür, daß das Ganze wirklich so vorhersehbar war, daß es wirklich keine, aber auch gar keine unerwartete Wendung gab. Außerdem hab ich zu selten gelacht. Da wär mehr drin gewesen, aber.. war scho recht!
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Firefly


Als chronischer Nichtfernseher mußte ich mal wieder auf ein TV Ereignis gestoßen werden, das wie Myriaden andere unbemerkt an mir vorüber ging. Wobei, in Deutschland kam es noch gar nicht im Fernsehen. Die Rede ist von Firefly, (mal wieder) eine Science Fiction Serie, von der aber nur 14 Folgen produziert wurden. Das ganze Ding ist total bizarr, weil sich hier das Genre Western mit Science Fiction zu einem munteren Blubberbrei vereinen. Da kann es schonmal vorkommen, daß im Frachtraum Kühe transportiert werden und der mutige Captain nach der Landung auf einem Kuhfladen ausrutscht. Das kontinuierliche “das darf doch jetzt nicht wahr sein!” macht das ganze dann auch sehr unterhaltsam. Und es gibt keine Aliens! Richtig erholsam finde ich. Sehr humorvoll das Ganze, die schauspielerische Leistung passabel und die Charaktere so herrlich klischeemäßig überzogen, daß nichts mehr schiefgehen kann. Ein besonderes Plus noch die Ausstattung: Der Dresscode ist genreüblich einfach ganz großartig. Das hilft auch über die leider ziemlich verklemmt daherkommenden Romantik-Sequenzen hinweg. Also ich muß sagen: Ein echter Geheimtip.
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Mega Mindy

Durch eine fünfjährige Belgierin wurde ich auf einen absoluten Kracher aufmerksam gemacht. Von hier unbemerkt wurde in Belgien was ganz Tolles erfunden (nein, diesmal keine Pommes und auch keine neue Biersorte).
Es ist.. es ist.. es… ist..

Mega-Mindy! Und was das beste ist, Mega-Mindy gibt es auch in RL! Echt! Wer’s nicht glauben will, sollte sich unbedingt dieses Video anschauen, ein bißchen flämisch kann doch jeder!

Elefanten

In meinem Bekannten- und Kollegenkreis gibt es eine sehr überschaubare Menge von Menschen, die ich mal als Elefanten bezeichnen würde. Weniger wegen ihrer Ausmaße als ihrer Fähigkeit, sich alles mögliche extrem lang merken zu können. Ich kann mir auch viel merken, nur leider nicht selektiv. Wenn es darauf ankommt, fallen mir alle möglichen Tastatur-Shortcuts für 10 Jahre alte Games ein, oder ich weiß spontan welche Achsfolge die BR 50 hat aber fast nie was praktisch verwertbares wie z.B. das Geburtsdatum meiner Schwiegermutter. Wie ich heute erst wieder feststellen konnte ist die Fähigkeit, in einer Besprechung jemanden wortwörtlich von der vorhergehenden Besprechung zitieren zu können ein fast schon unheimlicher Vorteil. Ich meine, das war fast 2 Monate her! Der Kerl wußte noch genau, wer was zu welchem Thema gesagt hatte. Na es kann auch sein, daß er es auch nicht mehr genau wußte, aber es wurde so überzeugend vorgetragen daß keine Zweifel aufkamen. Ein enormer Verhandlungsvorteil. Wir wollen alle als geradlinig und zuverlässig dastehen, deswegen hat jeder sofort verloren, dem inkonsistente Aussagen nachgewiesen werden. “Sie sagten doch bei unserem letzten Treffen, daß lala lala blub di bla – wie steht es denn damit, wenn sie jetzt sagen li la lu bla bla bzzt ?” “äääh hm, öh..” Wir ahnen, worauf das rausläuft :-)