WePad Feierabendcheck

Heute abend etwas bräsig durch den Blödmarkt getrabt. Ich wollte nur zwei billige USB Sticks und nebenher ein bisschen "Formfaktor" gucken. Zeug mal antatschen. Das machen ja nun alle dort. In der portablen Computing Ecke der Apple Tisch, noch ohne iPad2. Nagut, darauf kann ich warten, ich hab genug iPad1 auf der Arbeit. Asus EEPC Netbooks, die sind nett. Leider immer noch single-cores, da muss ich noch warten. Aber für den halben Preis eines pads ein Rechner, mit dem man was anfangen kann. Und dann seh ich es! Den WePad. Da war doch was! Hier wollte doch ein deutsches Unternehmen in eine völlig neue Dimension vorstoßen! Der Blödmarkt als Vertriebspartner läßt das Gerät zumindest in der hiesigen Filiale in einer Ecke vor sich hinstauben. Eigentlich sollte man Pads ab und zu abwischen, nachdem die Kunden es begriffen haben.
Nagut, so ist das. Flugs in die Hand genommen und angefangen zu tappen. Ich hab es leider nur mit Mühe begriffen. Hier ist der Apple-Konzern im Bereich Usability meilenweit voraus. Das Ding hat aber trotzdem sehr interessante Features: Es ist zum einen sehr groß und für meine Grapscher griffig, hat GPS, der Homescreen ist virtuell und kann verschoben werden und jede Menge Steckplätze gibt es auch. Apps gab es keine darauf, auch keine Internetverbindung, so blieb mir nur der Dateibrowser. Immerhin eine Anwendung. Leider ist das Navigieren recht zäh, ich habe es nicht geschafft, eins der Beispielbilder in einem Bildbetrachter zu öffnen. Keine Ahnung, ob überhaupt einer drauf war. Ich sah immer nur das Vorschaubild. Auch der Wechsel zwischen den Verzeichnissen hakelt ein bisschen. Kann allerdings auch an meinen wenig kapazitiven Fingerkuppen liegen, die kleinen Knöpfe auf dem iPod muss ich auch immer 3x antippen bis sich was regt. 500€ ist trotzdem recht steil für den Spaß. Nein, ich brauche sowas nicht. Aber dafür zu entwickeln könnte interessant sein.. Will mich jemand dafür bezahlen?? :)

StarCraft 2 killt meine Grafikkarte :)

Ob das wirklich wahr ist, weiß ich natürlich nicht. Fakt ist jedenfalls, daß sie ihren letzten Atemzug tat, als ich gerade das Spiel anwerfen wollte. War irgendwie auch klar. Auf einer schönen Geburtstagsfeier am Wochenende gab ich noch zum besten, wie zuverlässig das alles zuhause bei mir läuft. Nie Probleme. Tja, bis gestern. Stimmt nicht, vor ein paar Tagen kündigte es sich bereits an. Absturz, Neustart und ganz kuriose blaue Streifen im Windows Startbildschirm. Ich machte dann den Rechner aus, saugte die ganzen Wollmäuse raus und startete neu - er lief wieder. Nur diesmal half das nichts mehr. Nach den blauen Streifen schwarzer Bildschirm, kein Wechsel mehr in die hohe Auflösung. Im "Safe Mode" funktionierte der Rechner allerdings noch, von daher konnte ich ein Mainboard-Versagen einigermaßen ausschließen. Die gestorbene Karte war eine Gigabyte mit Geforce 7600 GT Chip, passiv gekühlt mit Heatpipes auf beiden Seiten. Sie hielt ziemlich genau 3,5 Jahre. Mein Verdacht ist, daß die passive Kühlung einfach die Lebenserwartung reduziert, weil der Chip immer etwas jenseits der zulässigen Temperaturgrenzen läuft. Das ist ja ohnehin die Täuschung mit den passiv gekühlten Komponenten - damit die Lebenserwartung stimmt muß dann eigentlich ein Gehäuselüfter rein. Also doch wieder eine Geräuschquelle.


Jemals schon so eine schöne Leiche gesehen?

Achja, StarCraft2. Wie früher! Mir gefällt es immer noch nicht (so besonders). Die 3 taktischen notwendigen Finessen sind Masse, Masse und Masse. Im Gegensatz zu beispielsweise C&C Tiberium Wars, wo besonders schwere Einheiten gehegt und gepflegt werden können (und müssen) wird hier geschreddert was das Zeug hält. Der Vorteil, die Partien sind relativ kurz. Auf der anderen Seite auch noch viel Fleißarbeit ("Micro") bei der Klickerei. Also, ich werd da nicht so richtig warm mit. SterneSterneSterneSterneSterne Und überhaupt ist es mir zu teuer mit den kaputten Grafikkarten die ganze Zeit ;-)

Ich mach nicht mit

Und wenn wir schon beim Erfolg sind: Der iPad ist da. Hurra. Die ganze Netzwelt fieberte auf diesen Termin hin (heute morgen habe ich es durch Zufall auch mitbekommen). Steve stellte das neue Gerät vor, an dem er sich wieder dubbelig verdienen wird (hier paßt dieser schwäbische Begriff einfach ausgezeichnet). Jetzt kommt so langsam ein Formfaktor, der auch für mich interessant wirkt. Nur stellte ich sogleich mit Schrecken fest, daß das Softwaremodell genau dasselbe ist wie schon beim iPhone, also über den Apple Store kanalisiert wird. Schreck! Während mir vor Objective-C nicht graust, ist dieser ganze Registrierungs- und Publishing-Blödsinn über den Apple Store einfach nur bescheuert. Der Vorteil ist natürlich ein mehr oder wenig effektiver Vertriebskanal, aber das hilft eigentlich nur Leuten, die ihre Software als "Produkt" für Endkunden herstellen. Ich glaube, man wird über den Apple Store irgendwie automatisch gewerbesteuerpflichtig. Und wer will das schon? :-)
Für mich als Freiberufler mit sehr wenig Kunden und eher spezialisierter Software ist das alles nur ein Ärgernis - obwohl ein iPhone Frontend für manche Anwendungen im Tracking Bereich natürlich richtig praktisch wäre. Aber wenn das einfachste der Welt, einfach ein eigenes Programm hochladen und starten nicht funktioniert, dann ist das ein terminales No Go. Also ist zu erwarten, daß, trotz meiner Sympathie für Züge, dieser ohne mich abfahren wird.

Zwei neue Arme

Bei mydealz gefunden: Einen Monitorarm, der einigermaßen brauchbar ist (Ergotron LX). Nach Lektüre diverser Reviews dachte ich mir, jetzt habe ich soviel Zeit damit verplempert, dann kann man das Ding auch bestellen. Gesagt, getan, gleich zwei Stück. Gestern dann ausgepackt, machten auf Anhieb einen guten Eindruck, sauber verarbeitet und leichtgängig. Leider funktioniert die Tischbefestigung nicht bei Tischen wie meinem, der eine umlaufende Leiste hochkant direkt unter der Tischplatte hat. Die mitgelieferte Zwinge hatte nicht genug Breite. Muß also die Plattenmontage gemacht werden. Dafür bohrte ich zwei Löcher in die Tischplatte. Da es ein uralter Tisch aus ziemlich verratztem Furnier ist ging das ohne schweres Herz. Ohne die Zwinge konnte ich die Halterung so auch etwas weiter in die Tischmitte rücken, dazu fehlt natürlich die Klammer, so daß die Optik etwas besser ist. Die Kabel werden im Arm festgeklipst. Dadurch stören sie nicht weiter. Ich mußte allerdings die PC's verrücken damit die Kabellänge ausreichte. Wichtiger Hinweis! Wenn man so ein Teil verwendet, braucht man je nach Verlängerung 0,5-1m Kabel extra. Das kann bei Zuleitungen teuer werden, da die hochfrequenten Monitorsignale gut abgeschirmt sein müssen, wenn die Bildqualität gut bleiben soll.


(Film ab! - Position)

Zur Verwendung: Der erste Vorteil ist schon daß auf dem Tisch durch den Wegfall der klotzigen Monitorständer reichlich Platz entsteht. Der 22er hat schon reichlich Gewicht, dafür mußte die Feder im Arm nachgezogen werden, daß selbiger nicht auf die Tischplatte sank. Das klappt einfach mit einem mitgelieferten Schlüssel. Danach ist das gute Stück in jede Richtung schwenkbar, einfach herrlich. Ich habe die Dinger jetzt auf Augenhöhe, angenehmes Arbeiten, große Klasse. Man kann sie auch wie ein Tablett nach vorne ziehen. Das ist praktisch wenn man wie ich beim Basteln immer mal wieder einen Blick auf die Anleitung werfen will.

Fazit: ich bin total begeistert. Wenn man viel Zeit vor dem Rechner zubringt sollte man nicht am Werkzeug sparen. SterneSterneSterneSterneSterne.

Wo gehts lang?

Der Fortschritt ist auch bei uns ein Stückchen weiter gekommen: Seit ein paar Tagen habe ich auch Navi und zwar das MyGuide 3300, bestellt zum angeblichen Superschnäppchenpreis von 149,00 inkl. Versand. Juhu, billiger wird's nimmer denkt der Schwabe und wenn gleich noch Europakarten und TMC dabei ist wurde gleich zugeschlagen. Normalerweise falle ich mit solchen Sachen eigentlich immer auf die Nase. Diesmal scheine ich jedoch Glück gehabt zu haben: Das Ding hat den Härtetest bestanden, reichliches Gekurve in den Vororten Antwerpens, gespickt mit Baustellen und ähnlichen logisch-physikalischen Hindernissen. Es kam eigentlich nicht vor, daß widersprüchliche oder offensichtlich falsche Ansagen kamen, auch die Routenberechnung erfolgt relativ schnell. Praktisch auch die Nachtsicht, bei der die Strecke rot auf schwarzem Hintergrund gezeichnet wird und das Display somit nicht mehr blendet.
Zwei kleine Mankos:
- Das Gerät vergißt die letzte Orientierung des Fahrzeugs beim Ausschalten. Bei dem Szenario "Ankommen, aussschalten,.. lalalala,.. einsteigen, anschalten, Rückfahrt berechnen" muß man erst ein paar Meter fahren bis es merkt, in welche Richtung es weitergeht.
- Die Stromzuführung vom Bordstecker 12V ist viel zu kurz, vor allem wenn die Dose wie bei mir unter der Armlehne der Mittelkonsole ist. Ich habe kurzerhand das Kabel gekappt und eine Verlängerung eingelötet, aber Onkel Gustav würde sich sicher wundern.. ;-)
Also, gemessen am Preis ist das sicher SterneSterneSterneSterneSterne

Bestelle und repariere

Ab und zu bestelle ich gern eine Ladung "Kruscht" bei einem Elektronik-Versender ganz nach dem dem Motto, man weiß ja nie wozu man das mal gebrauchen kann. Diesmal bei Pollin, der hin und wieder echte Schnäppchen bietet. Unter anderem diesmal einen neuen Wecker (Best.-Nr. 34-830217) weil der alte .. sagen wir mal so, seiner Funktion nicht mehr ganz gerecht wird. Das Ding kostete 5 Euro und hat die nette Funktion, auf Knopfdruck die Zeit mit roten Lettern an die Wand zu projizieren. Da dacht ich mir, das gönn ich mir. Da keine Batterien beiliegen, versuchte ich es erst einmal mit 3V Gleichstrom. Es piepte, aber nichts tat sich. OK, Polung stimmt. Batterien besorgt, Gerät funktioniert doch. Von den beiden Projektoren, von denen einer die Temperatur, der andere die Uhrzeit projiziert funktionierte der mit der Uhrzeit nicht richtig, die Zahlen waren komplett verschwommen. Außerdem rasselte irgendetwas im Gehäuse umher, so daß ich mal einen Blick hineinwarf. Ich förderte ein verbogenes Stück Draht mit gelötetem Ende, ein abgebrochenes Plastikstück und ein Stück Litze mit Ummantelung zutage. Wie kommt das Zeug nur da rein. Außerdem fehlte auf der Rückseite eine Schraube, die Vermutung liegt also nahe, daß es ein Rückläufer ist. Die Leuchte auseinandergenommen und wieder festgedrückt, da erhielt ich dann wenigstens doch noch ein scharfes Bild für die Uhrzeit. Das beste an dem Teil ist jedoch die Anleitung, in der sich die Bedienung der Uhr in Deutsch und Englisch vollständig widersprechen. Na mal schaun' wie lang das gutgeht ;-)

Keine Spaßbremse

Ich war heute eine Spaßbremse. Mir war schweinekalt auf dem dahinschmelzenden Schlittenhang, meine Kinder lagen mehr im Matsch als auf dem Schlitten und die Füße wurden langsam aber sicher naß. Dabei trafen wir dann auf einen Papa mit 2 kleinen Schnöksen, die deutlich mehr Spaß hatten. Die hatten nämlich dieses Teil dabei:

Das Gerät wird sogar in unserem Heimatdorf hergestellt. Sieht simpel aus, ist allerdings durch die Alurohr-Konstruktion extrem leicht. Man pfeffert selbst den matschigen, flachen Hang mit beachtlicher Geschwindigkeit herunter, während herkömmlich Schlitten nach kurzer Fahrt seitwärts im Schlamm versinken. Die Produktseite offenbart es allerdings: Ganz billig kommt das nicht. Stört das jemand? ;-)

Dual-Boxing

..bis heute wußte ich nicht mal was das ist. Dann schickte mir Frank DEN LINK. Die Produktivität im Office sank sofort auf ca. 30% (es gibt wirklich welche bei uns, die interessiert das alles nicht..). Egal, jetzt poste ich die Links hier damit das nicht verlorengeht:

Verschiedene Threads (auch zur Technik):
http://www.dual-boxing.com/forums2/viewtopic.php?t=498
So-wirds-gemacht-Thread:
http://www.dual-boxing.com/forums2/viewtopic.php?t=410
Ich versteh zwar nix vom Gameplay aber so sieht es ingame aus:
http://video.google.com/videoplay?docid=3697765098130473147

Der Meister (mit 43(!!) Rechnern): http://www.gameslah.com/

Zug faahn (mal wieder)

Letztes Wochenende schöne Tage in der Nähe von Würzburg verbracht. Darüber könnte man eine Menge schreiben, ich möchte allerdings nur eine Lanze für eine kleine Museumsbahnstrecke brechen, und zwar die Mainschleifenbahn von Volkach nach Seligenstadt. Hier werden auf knapp 10km Strecke rund 100 Höhenmeter überwunden, streckenweise ist die Strecke extrem steil (23 Promille). Gefahren wird mit einem Schienenbus (VT98), der dank Luftfederung die Reisenden in beschaulicher Geschwindigkeit durch die Gegend schaukelt. In Volkach startet die Strecke fast auf Flußniveau, danach geht es durch einen urwaldähnlichen Baumbestand steil aufwärts. Um Prossenheim herum fast in einer 270 Grad Kurve (der Lokführer nannte sie das "Karussell"), schließlich auf die Höhe hinauf nach Seligenstadt.

Auf dem letzten Stück hat man dann eine exzellente Fernsicht, sicher an die 10km. Der Lokführer unterhielt sich die ganze Zeit mit uns und versorgte die Mitfahrer mit allerhand Einzelheiten. Wirklich nette Sache, kann ich jedem empfehlen, der in die Gegend kommt und Sinn für altertümliche Hardware hat.