Das war zu erwarten. Ich wurde bereits vorgewarnt von einem Kollegen (der sogar "Der Transporter" gut findet, hätte mir zu denken geben sollen), daß das nicht so ganz das wahre ist. War's auch nicht. Aber ein heiterer Kinoabend alledem. Nachdem ich wirklich niemand finden konnte, der mich in "Terminator 4 - Die Erlösung" begleitet, ging ich schließlich allein hin. Apropo allein, allein dieser Titel ist kompletter Schwachsinn. Er hat, wie man hinterher feststellt auch gar nichts mit dem Film zu tun. Man ist halt erlöst wenn er vorbei ist. Halt nein, so stimmt das auch nicht ganz. Man ist bedient ;-).
Kaum auf dem Kinosessel Platz genommen werde ich angesprochen - mein Wohnungsnachbar hatte das gleiche Schicksal wie ich. Seine Freundin wollte auch nicht mit. Was ein Zufall. So saßen wir dann und wurden ganz adäquat unterhalten. Um es kurz zu machen - es ist alles genau so, wie man sich es vorstellt. Gute Ausstattung, prächtige Explosionen, hanebüchene Handlung und bizarre logische Fehler. So machen z.B. in einer Einstellung die Helden nur durch Spielen von lauter Musik in der Wildnis die Bösen auf sich aufmerksam während 10 Minuten später eine gewaltige Schießerei direkt vor dem Hauptquartier der Guten keinen einzigen Terminator wachrüttelt. Ich mußte also reichlich schmunzeln. Macht nichts, man kann unbesorgt hingehen, vorausgesetzt man schraubt seine Erwartungen etwas zurück und freut sich auf leichte aber metallische Unterhaltung. ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()


Auf dem Klappentext wird Daniel Kehlmann schon als "Genie" verdächtigt, ich selbst bin etwas enttäuscht von seinem neuen Roman "ruhm". Nach der Vermessung der Welt kommt hier eine Art experimentelles Buch. Es geht um eine ganze Reihe teils surreale Teilepisoden die, wie man nach einer Weile merkt parallel spielen und zusammen dann ein "großes Ganzes" ergeben. Ich empfehle zwischen der Lektüre nicht allzuviel Zeit verstreichen zu lassen, damit man noch einigermaßen mitkommt. Der Unterhaltungswert ist gut aber m.E. nicht berauschend, mir kam es passagenweise zu konstruiert vor. Das macht aber nichts, denn das Büchlein ist nicht so dick daß man viel Zeit investieren muß. Eingeschränkte Empfehlung. Vielleicht bin ich nur selbst nicht genial. Halt nein, das kann nicht sein ;-)
Neulich lag ich einen Tag lang flach, fiese Bazillen hatten mich befallen aber nicht soweit geschädigt, daß ich nicht "Der weiße Tiger" von Aravind Adiga in einem Rutsch lesen konnte. Ein Tag in Indien, kann ich euch sagen. Hochinteressant, sehr spannend, eine Lebensgeschichte voller Opfer, die, tja, der Held dann am Ende doch nicht selbst bringen muß. Das Leben in Indien wird sehr plastisch beschrieben. Vielleicht lag es auch an meinem Halbdämmerzustand, daß ich mich so richtig gut hineinversetzen konnte. Mein Wunsch das Land zu bereisen hat dabei eher abgenommen, trotzdem war die Lektüre schon fast wie eine kleine Reise. Empfehlenswert!






