Splatter

Manchmal passieren einem ganz eigenartige Dinge in extrem kurzer Abfolge. Manches ist im ersten Moment gar nicht so besonders, keimt dann aber im Kopf zu etwas absurd großem heran. Zum Beispiel wenn sich herausstellt, daß ein guter Freund doch gar kein so guter Freund ist. Und manchmal ist es genau anders herum.

Ich möchte das Jahr beschließen mit ein paar Erlebnissen vom 30. Dezember, als ich mit einer kleinen Gruppe Geocacher unterwegs war um einen sog. “lost place” Cache zu machen. Diese Orte sind manchmal nur verlassene Häuser, manchmal eine leerstehende Halle oder wie in vorstehendem Fall eine komplette Fabrik. In dieser Anlage unweit Stuttgart wurde noch bis vor etwa 15 Jahren Feuerwerkskörper hergestellt. Genauer sag ich nicht wo und was es ist, die meisten Geocacher werden es jetzt aber wissen. Am nicht vorhandenen Verbotsschild vorbei über den Zaun und schon steht man in einer völlig fremden Welt.

Der nächste Hinweis sollte im Haus des Firmenchefs (sowas wurde damals noch direkt neben der Fabrik gebaut) gesucht werden. Ein kleiner Zettel in einer Villa? Gut, daß man nicht allein am Suchen ist. Ich nahm mir dann das obere Stockwerk vor und sah im Bad folgendes:

Irgendwie sah das noch ziemlich frisch aus. Ohnehin machte das ganze Teil einen nicht 100% unbelebten Eindruck. Leicht erhöhter Gruselfaktor. Ich dachte mir gleich seh ich nen Kollegen kieloben liegen und dann darf ich Ballauf und Schenk anrufen. Aber nichts dergleichen, sonst fand sich dort überhaupt nichts, nachdem ich jeden Raum und die Bühne abgesucht hatte. Der Rest des Teams hatte inzwischen den Hinweis im Keller entdeckt und wir sind weitergegangen.

Wir arbeiteten die restlichen Stationen des Caches ab die uns durch das gesamte Gelände führten. Wegen der speziellen Produktion gab es weitere spannende Stellen wie Trockenkammern, eine verzweigte Bunkeranlage mit Kavernen im Berg, eine Sanitätsstation in der noch eine Bahre an der Wand lehnte und antike Mullbinden in den Schränken lagerten. Wer mal das Spiel S.T.A.L.K.E.R. auf dem PC gespielt hat kann es sich deutlich vorstellen.


Eingang in den Bunker


Unterwegs

Wie löste sich das nun auf? Ich erwähnte die Badewanne als in meinem “Log” auf der Geocaching Seite. Eine Stunde später bekam ich eine E-Mail eines Cacher-kollegens, der Wochen vorher im selben Haus gesucht hat und einen Fotografen bei der “Arbeit” überrascht hat. Er machte dort.. exotische.. Bilder wofür reichlich Kunstblut notwendig war. Das erklärte dann auch die “Frische” der Substanz. Abgesehen davon daß einem die Models in Anbetracht der Ekligkeitsstufe (des gesamten Gebäudes) richtig leid tun konnten war ich dann doch irgendwie beruhigt. Manchmal geht mit einem einfach der Gaul durch :-)


An dieser Stelle möchte ich mich für 2009 verabschieden. Ich wünsche euch allen ein gutes Neues Jahr! Au revoir.

ARD rät von Kindern ab

Scheiße!! (Entschuldigung). Was für eine Zeitverschwendung, dieser Tatort gestern abend. Nichts Böses ahnend will man sich entspannen und dann DAS. Ich meine wenn ich irgendwann mal wieder die Wörter “Baby” oder “Kind” in der Programmbeschreibung bei ard.de lese werde ich einen großen Bogen um die Glotze machen. Problemmutter mit Problemmann und Problemkind und tja, Drama, Mord wars am Ende auch keiner, dafür alle betroffen. Ein halber Punkt für die Augen von Fr. Sawatzki, SterneSterneSterneSterneSterne aber das ist leider auch nicht abendfüllend. Puh.

Wieso ich diese Überschrift verwende?
Ich gehöre zur Gruppe der
a) Eltern. Juhu, dieser Film war wirklich Entspannung pur. Herrliche Abendunterhaltung (Vorsicht Sarkasmus).
b) Kinderlosen. Wir lernen in 90 lehrreichen Minuten, daß die Betreuung eines Babies der blanke Horror sein muß. Fazit: Bloß nicht!

Miranda XML Export via XSLT 2 WordPress :-)

[Daniel:15:38:30]ha des glaubsch net:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,540511,00.html
[Püpii:15:38:51]isch glar odder
[Daniel:15:39:08]ha du sempel, Münschder isch dreimol besser
[Püpii:15:39:53]münschder isch ned schlecht koi frog abor wenn dr schwob rockt wolled des alle säh
[Daniel:15:40:23]dui ooinzig wo rockt isch die Schdaadsanwäldin
[Püpii:15:40:45]ond die rockt mol richdig
[Püpii:15:41:00]sowas hend die münschdr edde
[Püpii:15:41:08]die hend nur männer
[Püpii:15:41:16]koine gscheide weiber
[Daniel:15:41:51]außer neulich en eeschdereich abber des hosch ja ne säh wella
[Püpii:15:42:03]hald die gosch
[Püpii:15:42:06]lol
[Daniel:15:42:11]die war sogar nagged..
[Daniel:15:42:16]:-D
[Püpii:15:42:23]alder schwobeseggl

[Tatort] Der doppelte Lott

SterneSterneSterneSterneSterne Diesmal war es auch ohne das kuriose Aufeinandertreffen in der Kölner Pathologie ein echtes Highlight. Dank Liefers und der herrlich schrägen Figurenkombination ist Münster nach wie vor mein absoluter Favorit. Es nähert sich ab und zu schon der Grenze zum Slapstick aber so hält man nun mal Krimis am besten aus, wenn man nicht der absolute Fan ist. Die versammelten Sofagucker waren sich einig: Sehr schön!

[Tatort] Echte Kerle aus Berlin

[Urlaubsbedingt kommt dieser Eintrag mit einer unentschuldbaren Verspätung]
Tatort “Todesbrücke” aus Berlin erhält ziemlich einhellig SterneSterneSterneSterneSterne Ein klares Plus das Kommissar-Duo, dessen auf die Dauer etwas dick aufgetragene Männerfreundschaft erst gegen Ende anfing zu nerven. Die Geschichte offen bis fast zuletzt. Das ist prinzipiell ein gutes Zeichen wenn auch das Verfahren, Leute per herabgeworfenen Mauerstein von der Autobahnbrücke um die Ecke zu bringen als etwas mit den Haaren herbeigezogen gelten muß. Also wirklich. Und der Zufall, das zweimal an derselben Stelle zu schaffen: Na gut.
Wie immer gab es einen Nebenschauplatz, auf dem es diesmal um Kinderbetreuung von getrennt lebenden Eltern ging. Ein brandheißes Eisen für die Zielgruppe, die um 20:15 Sonntags abends die Meute zum Großteil wahrscheinlich noch nicht in den Betten hat. Das war also meines Erachtens nach solide Krimikost, kein Vergleich mit dem bremischen Fiasko vor einer Woche. Gute Nacht.

[Tatort] Das Duell der Megafone

Ich habe mich lange dagegen gesträubt, extra eine Kategorie dafür aufzumachen, aber der heutige Abend brachte das Faß zum Überlaufen. Ich brauche die Tatort-Kritik! Ja wirklich, bekannte Webseiten sind nicht genug, mein eigener Senf muß auch noch dazu! Au backe.
Tja, “au backe” dachte ich auch manches Mal beim heutigen Tatort, “Todesengel” aus Bremen. Nicht genug, daß wir uns nach 10 Minuten über den Täter einig waren, nene, Killerspiele mußten auch noch herhalten, und am Ende mußte alles noch in Ruhe “besprochen” werden. Ja sind wir denn aufm Kirchentag oder was?! Dialogzeilen wie “Ja, Religion kann aus Menschen Fanatiker machen..” sorgten zusätzlich für Bildung. Für Heiterkeit sorgte hingegen das Duell der Megafone. Der in die Enge getriebene Täter wurde von mehreren Parteien derart vollgesabbelt, daß ihm nichts anderes übrig blieb, als sich selbst in die Luft zu sprengen. Dem Treiben ein Ende gemacht und den Zuschauer erlöst. Anderthalb Stunden Lebenszeit sind hinüber. NAJA! SterneSterneSterneSterneSterne
[Merke eben, daß das eine Wiederholung war. Stellt euch vor, DAS WURDE SOGAR WIEDERHOLT!!]