Moselsteig Etappe 13

Etappe 13 beginnt im Ortskern von Trarbach. Man kommt von Traben her über die Brücke, wendet sich dann nach links und verlässt schon nach wenigen Metern die Straße, um rechts den Berg zu erklimmen. Erstaunlich, wie steil das emporgeht. Mit dem Totholz, den Tannennadeln und den ständigen Kehren könnte es fast in den Alpen sein. Nach einigem Geschnaufe erreicht man dann die Grevenburg, von der nur noch eine Fassade übrig ist, die im übrigen auch gut unten vom Ort zu sehen ist. Das ist schonmal ganz schön, aber der eigentlich großartige Teil kommt erst nach ein paar Kilometern: Der Abschnitt zwischen der (völlig eingewachsenen) Starkenburg und dem Ort Enkirch. Hier läuft man auf einem schmalen Grat und eine herrliche Aussicht jagt die nächste. In Enkirch geht es “ganz runter” und kurz hinter dem Ort wieder seitlich durch den Weinberg ordentlich steil hinauf. “Steilanstieg” wird das im Moselsteigführer genannt. Ich muss sagen, dass diese Wegführungen zuweilen etwas übertrieben sind. Nur damit man von “-steig” sprechen kann diese 40% ++ Abschnitte einzubauen. Das geht alles trotzem ganz gut und auch die Oma hat dem Weg absolute Seniorentauglichkeit attestiert (Achtung, das ist möglicherweise nicht ganz ernst gemeint gewesen.. tja, bei der Oma weiß man nie so genau).
Die Batterien werden auf den Stücken jedenfalls schneller geleert als geplant. Der zweite Teil der Etappe zwischen Enkirch und Reil ist dann zwar schön aber eher unspektakulär. Immerhin hat man gute Sicht auf die Geschehnisse an der Schleuse. Um 9 aufgebrochen, haben wir mit kurzen Pausen gegen 13Uhr Reil erreicht und ein leckeres Mittagessen in der Sonne eingenommen. Danach frisch oder übermütig beschlossen, sogleich die
Etappe 14 mitzunehmen, “kann ja nicht mehr so weit sein“, weil, naja, kürzer eben.
Macht man das nicht, gibt es von Reil aus die praktische Möglichkeit, mit dem Schienenbus nach Traben-Trarbach zurückzufahren (oder auf der anderen Moselseite zurückzuwandern). Damit ergibt sich ein sehr brauchbarer Tagesausflug!
Hinter Reil (jetzt auf der linken Moselseite) geht es über die Bahn und wieder steil hinauf zum “Reiler Hals”. Dahinter zieht sich der Weg weiter den Berg hinauf, bis man nach einem schönen Waldabschnitt den Prinzenkopfturm erreicht. Nur für Schwindelfreie! Traut man sich die durchlöcherten Treppenstiegen hinauf, erwartet einen eine absolute Bombenaussicht. Den Fluß kann man in 4 Richtungen beobachten. Direkt unter einem dann der Tunnel der Bahnstrecke Koblenz-Metz, der sog. “Kanonenbahn”, die am Weinberg Richtung Pünderich entlang mit den markanten Bögen verläuft. Die Bahn ist im Übrigen auch im Gegensatz zum Busverkehr der eigentlich brauchbare Wanderfreund. Dazu später mehr.
Vom Turm aus geht es dann auch über die Marienburg hinunter in einen Sattel, wieder leicht den Berg hinauf und südlich an Barl vorbei nach Zell an der Mosel. Tja, wenn man richtig auf den Weg achtet. Man kann auch an den Markierungen vorbeilaufen und in Barl nochmal die komplette Höhe erklimmen, kein Problem! Tja, blöder Fehler, der mir leider erst ganz oben aufgefallen ist. Gegen 18 Uhr haben wir dann Zell erreicht und den Abend in der Sonne auf einer Restaurantterrasse ausklingen lassen. Die Füße waren allerdings leicht platt gelaufen: 29.8km!

Moselsteig Etappe 12

Ürzig – Traben-Trarbach (15km)
Für den Einstieg in das verlängerte Moseltal-Wanderwochenende habe ich eine “kleine” Tour herausgesucht. 15km sollten gut in einem halben Tag zu schaffen sein, es waren schließlich auch 3,5h Anfahrt zu bewältigen. Die Etappe beginnt in Ürzig, ein kurioser Ort, der sich vom Moselufer bis hinauf in einen Hangsattel erstreckt. Eine steile, von Häusern gesäumte Straße verbindet die beiden Ortsenden. Wir haben das Auto allerdings anderthalb Kilometer weiter am Bahnhof Ürzig stehen lassen – um bei der Rückkehr nicht mehr laufen zu müssen. Die Auswirkungen des “Vatertag” waren hier viel weniger spürbar als vergangenes Jahr im Teutoburger Wald – wir sind exakt 0 Bollerwagen begegnet. Allerdings waren nicht alle Wanderer so ganz nüchtern. Der Weg an sich ist ziemlich harmlos – nach einem leichten Anstieg folgt er eben am nördlichen Moselufer dem Waldrand. Die Orte Kienheim und Kröv (genau, Kröver “Nacktarsch”!) werden in der Höhe passiert. Gegen Schluß der Etappe erreicht man den Mont Royal und folgt am Rand des Berges am Segelflugplatz entlang dem Weg hinunter nach Traben. Hier klare Kritik an der Wegführung: Der Weg hätte die Festung mindestens einmal queren dürfen, so bekommt der Ortsunkundige überhaupt nicht richtig mit, was da neben ihm im Wald liegt. Wir wußten das natürlich schon.. bei der Gelegenheit haben wir auch den Kletterpark im geöffneten Zustand erlebt – wie schade nur dass meine Kinder nicht dabei waren und ich schon so außer Puste. Es ist absolut spekakulär was hier aufgebaut wurde. Und immer noch vergrößert wird! In Traben ein Quartier bezogen und bei zunehmend regnerisch wirkendem Wetter noch eine kleine Stadtbesichtigung angeschlossen. Insgesamt ist es eine eher recht einfache Etappe. Als einzelner Spaziergang allerdings eher nicht zu empfehlen, da es für mich keine erkennbare Rückfahrmöglichkeit gibt. Möglicherweise mit dem Schiff?

Tief im Osten..

..ist es schöner als man glaubt. Vergangenes Wochenende waren wir drei Tage in Dresden und Umgebung. Während der Fokus wie so oft auf Lost-Place Geocaching lag, haben wir uns trotzdem die Zeit genommen, die Stadt wenigstens oberflächlich anzuschauen. Zumindest deren Kern ist absolut sehenswert, hier reihen sich die Highlights an historischen Gebäuden nur so aneinander. So manche andere Kommune wäre froh, wenigstens eins dieser Gemäuer zu besitzen. Hier sind es so viele, daß sie teilweise fast schon untergehen. Etwas weiter außerhalb beginnt allerdings sofort die übliche Plattenbau-Baumarkt-Tristesse, so dass auch hier ein etwas zwiespältiger Eindruck verbleibt. Fest steht jedoch, dass selten ein Areal aufwendiger saniert wurde bzw. saniert wird wie das gesamte Stadtzentrum um den Jüdenplatz herum. Ein altes Foto von 1953 aufgenommen vom Kirchturm der Kreuzkirche aus dem Jahr 1953 macht es deutlich: Hier war nach dem Krieg einfach eine Ebene! Kein Haus! Die Angriffe im Februar 1945 hatten den gesamten Stadtbezirk völlig eingeebnet. Umso erstaunlicher der heutige Zustand, allen voran die Frauenkirche. In den hellen Steinen sind immer wieder dunkle gemischt, die aus dem ursprünglichen Bau stammen und an die richtige Stelle gepuzzelt wurden. Was für ein Aufwand. Man sieht deutlich die Auswirkungen, wenn Generationen von Kindern mit Lego-Steinen aufwachsen, diese Fähigkeiten kann man immer wieder praktisch einsetzen. Unterkunft, Essen und Trinken war auch ohne Tadel.

Für Lost Places gilt der Osten Deutschlands immer noch als Geheimtip, wobei ich sagen muss, dass dieser Titel 25 Jahre nach der Wende langsam verblasst. Wir waren in reichlich alten Anlagen, darunter ein riesiges Kunststoff-Presswerk, die allerdings inzwischen einen ziemlich hohen Zerstörungsgrad aufweisen. Da die Softair- und Spraydosenfraktion diese Örtlichkeiten ebenfalls für sich entdeckt hat, haben wir schon eine Menge Kollateralschäden festgestellt. Die vorhandenen Geocaches sind teilweise auch schon ziemlich alt, so dass manche Stages nur schwer auffindbar sind, bzw. die Hinweise durch Überarbeitung manchmal in die Irre führend. Gefunden haben wir am Ende trotzdem alles, auch wenn es nicht immer ganz einfach war. Aber es gab gute Stories und eine Menge zu sehen, darunter eine Halle in Kathedralengröße, Susi’s Schrank, ein verbranntes Archiv, Tunnel mit Reflektoren, Bühnen ohne Vorhang und sogar ein ein-Frau-Cacher-Team, das ganz unerschrocken im Dunkeln unterwegs war. So also insgesamt ein durchaus interessantes Erlebnis, dem ich noch ein paar Bilder anfügen möchte.

Der Hermannsweg

Der Hermannsweg verläuft in Nordrhein-Westfalen von Rheine über Bielefeld nach Leopoldstal. Über den angeschlossenen Egge-Weg heißt das ganze dann Hermannshöhen und verläuft weiter in südöstlicher Richtung bis Niedermarsberg. Der Weg verläuft zumeist in Kammlage im Teutoburger Wald. Darunter hatte ich mir auch mehr vorgestellt. Dieser “Wald” ist aber eher ein Wäldchen. Man versteht darunter nicht mehr als einen bewaldeten Bergrücken, der zwischen 2 und 7 Kilometer breit ist. Hier soll auch 9 n.Chr. der Hermann aka Arminius dem Römer Varus die bekannte Niederlage zugefügt haben. Inzwischen ist man sich nicht mehr ganz so sicher, ob es wirklich dort war, angesichts der dichten Bebauung außerhalb der Grünzone kann man es sich auch nur schwer vorstellen.

Über das verlängerte Himmelfahrts-Wochenende sind wir dem Weg 3 Etappen lang gefolgt, und zwar vom verkehrstechnisch gut angebundenen Bielefeld bis Bad Driburg, zusammen etwa 70 Kilometer. Das ist wegen der geringen Höhenunterschiede gut zu schaffen und landschaftlich wie auch touristisch absolut empfehlenswert. Unterwegs kommt man an Höhepunkten wie dem Hermannsdenkmal und den Extern-Steinen vorbei, der Weg ist bis auf wenige Ausnahmen auch sehr abwechslungsreich, was man z.B. vom Schwarzwald-Höhenweg nicht unbedingt behaupten kann. Glück mit Wetter und Unterkünften hatten wir auch, so daß es eine rundum gelungene Sache war.

An der Mosel

Wisst ihr, wo das sein könnte? Nein?
Dort war ich Vor-vergangenes Wochenende beim Besuch eines lieben Freundes. Der hat’s ja richtig schön und wohnt in einer Gegend, in der man fernab von Häusern weiträumig zu Fuß unterwegs sein kann. Dieser Anblick ist aber noch ein Stück weiter und zwar an von der ehemaligen Festung Mont Royal an der Mosel. Hier schauen wir in nördlicher Richtung auf den kleinen Ort Burg.

Nach wenigen Metern ist der schmale Bergrücken überquert und man sieht den anderen Teil der Moselschleife, hier die Aussicht in fast genau südlicher Richtung.

Der Blick nach Westen zeigt viele Weinreben und den kleinen Ort Wolf, dahinter Kröv. Ich weiß nicht was ihr denkt, aber das sieht für mich ziemlich stark nach einem interessanten Fernwandergebiet aus.

LP im Osten

Unsere Gegend inzwischen abgegrast, fahren wir inzwischen immer weiter, um an interessante und ebenso verlassene Orte zu kommen. Diesmal bis ins ferne Thüringen. Hier sind wir in einem ehemaligen Kinderheim. Es ist kein besonderer Bau, der Reiz kommt mehr vom Kontrast. Manche Bereiche sind völlig zerstört, während man an anderen Stellen das Gefühl hat, der Vorbesitzer hat vor 5 Minuten das Haus verlassen. Ganz abgesehen von den enthaltenen Rätseln kann man schöne Bilder machen:


Es ist zugegebenermaßen schwer nachzuvollziehen, aber das erlebte Rätsellösen hat einen ganz besonderen Reiz.

Dekadenz im Herbst :)

Wir waren unterwegs. Unser “richtiger” Urlaub in diesem Jahr wurde arbeitsbedingt in die Herbstferien verlegt und war von daher nur ein kürzeres, wenn auch angenehmes Vergnügen. Getreu dem Motto immer mal was Neues waren wir diesmal im östlichen Mittelmeer, auf der Insel Rhodos. Und was ich schon immer mal machen wollte: Fettes Hotel, all-inclusive, jeden Scheiß, bloß nicht im Urlaub in irgendeinem Supermarkt stehen und überlegen, ob man noch genug Rotwein zum Absacken hat. Nein. Darüber nicht nachdenken, eher darüber, welche Ecke des Riesenbuffets man heute in Angriff nimmt oder wohin der morgige Ausflug geht. Zu meinem Erstaunen hat es auch richtig gut geklappt, obwohl wir saisonende-bedingt 3-mal umgebucht wurden, das letzte Mal 3 Tage vor Abflug zur großen Erzürnung meiner Gattin. Besonders lustig weil man ja schon fast ein Jahr im voraus gebucht hatte. Trotzdem wars wie Last-Minute, “die Unterlagen holen Sie bitte am Flughafen im Terminal 2 ab”. Ja super, dann weiß ich also, wo mein Hotel ist. Das war dann auch nicht in der Touri-Hochburg an der Ostküste sondern mitten in Downdown Rhodos Stadt. Führte erst einmal zu etwas langen Gesichtern, war aber im Nachhinein betrachtet ein Glücksgriff. Mit Mietwagen mobil dann eine Woche die ganze Insel inspiziert, dazu am besten unten durch die Galerie geklickt.
Mein “erstes Mal” in dieser Gegend führte dann zu den folgenden, völlig einseitigen, pauschalen und in keinster Weise zu verallgemeinernden Erkenntnissen:

  • “Der Grieche” geht ungern zu Fuß. Kleinste Entfernungen (z.B. der Transport der Mülltüte zum Container an der Straße) werden mit dem “Moto” bewältigt. Wie das damals mit Marathon geklappt hat ist mir ein Rätsel.
  • Die Gastronomie ist hervorragend. Restaurants und Tavernen sind durchweg schön angelegt und der Gast sehr nett behandelt.
  • “Free WiFi”. Das ist noch nicht so ganz in Deutschland angekommen, aber auf Rhodos gibt’s das in jedem Café ab 3 Tischen. Genial.
  • Dreck! Unglaublich, was alles rumliegt. Am Strand, im Meer, neben der Straße. Das Meerwasser ist aber sauber. Vor allem wundert mich, wieviel Aufwand in die Dekoration der Tavernen gesteckt wird, aber keiner macht sich die Mühe, den verstreuten Müll 3 Meter weiter zu entfernen.
  • Der Verkehr ist völlig entspannt, trotz offensichtlichem Chaos entstehen nur sehr selten kritische Situationen
  • Jetzt am Saisonende war die Insel fast leer. Wir waren teilweise völlig allein an den tollsten Stränden. Trotzdem war es noch warm genug zum Baden. Naja, gerade so ;-)
  • Die Insel gibt absolut genug her um 1-2 Wochen Programm zu machen. Sowohl Wasser, Strand als auch Sightseeing.

Insgesamt gesehen war es klasse und auf jeden Fall weiterzuempfehlen. In der Hauptsaison ist es natürlich sehr voll und sehr heiß, ob es da noch soviel Spaß macht weiß ich nicht.

Der Goldfisch

Goldfisch Diese Art Goldfisch meine ich nicht. Eher zufällig stießen wir beim Cachen in der Nähe von Obrigheim auf den Lehrpfad “Goldfisch”, der ein Teil der Gedenkstätte des KZ Neckarelz ist. Ich möchte jetzt hier auf gar keinen Fall die betroffene SPON-Karte spielen, nein, gar nicht. Aber wer durch die Gegend kommt, sollte kurz anhalten und diesen rund 30-minütigen Spaziergang durch den Wald machen. Sei es nur um sich in Erinnerung zu rufen, was für ein kranker Schwachkopf dieser Führer eigentlich war. Hier wurde gegen Ende des Krieges versucht, die Flugzeugmotorenfabrikation von Daimler unterirdisch in einen ehemaligen Gipsstock zu verlegen – vermeintlich sicher vor Luftangriffen. Wie so vieles andere auch vergebliche Mühe. Die allerdings war teuer bezahlt, es gab keine Transportmöglichkeiten und so musste die Verbindung zwischen der Bahnlinie an der Neckarsohle und dem Stolleneingang rund 60m höher mit Menschenkraft hergestellt werden. Mit entsprechenden Folgen. Der Stollen selbst ist leider nicht begehbar aber die Anlage soweit freigeschnitten, daß man sich ein grobes Bild von der Lage und den Ausmaßen machen kann. Für Cacher: GCGQTD.

Schwarzwald Westweg, Episode I+II

(Kommt hier Twin Peaks Feeling auf, ja oder nein? (nahe Neuenbürg bei Pforzheim))

Nachdem ich im Kreis der Freunde und Verwandten den Wunsch fallenließ, doch mal den Westweg zu gehen, herrschte sofort einhelliges.. Schweigen. Nein, das will anscheinend keiner freiwillig machen, zu Fuß knapp 290km von Pforzheim nach Basel in 12 Tagen.
Irgendwann einmal las ich einen Artikel darüber (bei SPON?) und seither spukt der Gedanke im Kopf herum. Schließlich forderte mich meine viel zu rüstige Mom auf, doch wenigstens einen Teil des Wegs an einem Wochenende zu machen. Gesagt, gleich getan. Schließlich kommt bald der Winter und im Schnee über die Höhen zu stapfen gefällt mir nicht so sehr. So waren wir am Wochenende auf Etappe 1 und 2 unterwegs, sicherlich nicht die interessantesten, dennoch verkehrsmäßig günstig und mit praktischer Bahnverbindung zurück.

Großer Hohloh-See bei Kaltenbronn. Das Hochmoor liegt auf unglaublichen 985m, und das Moorwasser plätschert rot-bräunlich schäumend auf allen Seiten den Hang hinunter.

Eine Webseite zeigt die Etappen recht übersichtlich und man kann auch praktischerweise gleich einen GPX Track herunterladen. Das hilft bei gelegentlichen Unklarheiten in der Wegführung. Im großen und ganzen ist das Teil aber vorzüglich beschildert, wenn auch häufig eine Art “Wanderautobahn” auf Forstwegen. Die asphaltierten Anteile sind sehr kurz, auch direkt in der Umgebung von Pforzheim läuft man fast nur im Grünen.
Leider bestand das herbstlich sonnig angekündigte Wochenende aus zwei komplett verregneten Tagen, eingerahmt durch.. genau.. Sonne. Heute morgen im Büro schien sie zu meiner Freude natürlich wieder, war klar. Das Laufen war aber kein Problem, da die Wege fast nie vermatscht waren. Entweder gibt es genug Steine oder es sind eben Forstwege von denen das Wasser gut abläuft.

Hier erreichen wir nach einem Tag in der Wolke wieder deren Untergrenze beim Abstieg nach Forbach. Das Ziel war nach knapp 60km fast erreicht. Mutter gut_zu_Fuß hüpfte den Hang hinab, mir waren die Beine nach der Strecke schon etwas schwer geworden. Die Erkundung war also erfolgreich. Jetzt suche ich Freiwillige, die Lust haben, nächstes Jahr wenn es wieder warm ist die ganze Strecke zu gehen. Na, wer traut sich? ;-)

Kaiserwetter! :)

Kindergeburtstage! Man befürchtet sie. Eine Horde Kinder, alle passend aufgedreht, am liebsten würde man alle an einem Seil aneinander binden. Und ich weiß, wovon ich spreche. Was gab es nicht alles schon: Totale Erschöpfung (“hol das Auto, die können nicht mehr!”), offene Fleischwunden, ausgeschlagene Zähne.
Nein, kein Witz, der Zahn war im Freibad, der Riß im Arm 2 Wochen vorher im Wald (Brombeeren?? Ach was!!
Ich bin daher immer etwas nervös. Dieses Jahr ging aber zumindest der erste Geburtstag absolut entspannt über die Bühne. Vielleicht ist das der Trick: Etwas zu unternehmen, was man selbst gern macht. Wußtet ihr, daß der NABU Touren auf dem Neckar anbietet? Richtig lange fährt man nicht, aber für diese Art Ausflug genau das richtige.