Nicht mehr ganz dicht

Zuverlässigkeit ist eine wichtige Eigenschaft von Waschmaschinen. Sie sollen möglichst unauffällig funktionieren und spätestens jedes Wochenende die angehäuften Wäscheberge bearbeiten. Unser Gerät hat sich dabei in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Um so größer meine Bedenken, als sich vor kurzem zum wiederholten Mal ein kleiner See unter der Maschine bildete.

Dann hatte der See einmal eine Größe, die als “bedrohlich” eingestuft wurde, so dass wir den Bosch Kundendienst anriefen. Der tauchte erfreulich zügig auf und fand auch sogleich die Ursache: Ein spitzer Gegenstand unbekannter Art hatte ein fingernagel-großes Loch in die Gummi-Manschette gerissen. Die Stelle war unter einem Falz und war uns daher nie aufgefallen. Für diese Mißhandlung kann man das Gerät sicher nicht verantwortlich machen. “200€!” verkündete der Kundendienstler sofort, geübt darin, schreckliche Nachrichten ohne großes Drumherum zügig zu überbringen. Ohne Arbeitszeit. Darauf hin sofort meine Frage, ob man das denn nicht flicken könnte. Unvorsichtigerweise bejahte dieser mit “können Sie ja versuchen” und so musste er wieder abziehen. Ach ja, abziehen, die Anfahrtspauschale (60€!) hat er natürlich trotzdem verdient. Danach war natürlich zu beweisen, ob sich Waschmaschinen genauso gut vulkanisieren lassen wie Fahrradschläuche. Und siehe da, es klappte ganz gut. Im Gegensatz zu Fahrrädern kann man hier die Flicken auf beiden Seiten aufbringen.

(Der Stift zum Aufspreizen hat natürlich eine stumpfe Spitze, ich habe nicht versucht, gleich noch ein Loch zu stechen..) Gerät wieder zusammengebaut und eine Probewäsche laufen lassen. Das Wasser blieb drin. Ob es ewig so bleiben wird weiß ich nicht, aber zumindest ist jetzt die “Sollbruchstelle” bekannt.

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