Klangteppich

Nein es ist nicht so, wie manche jetzt vielleicht denken :) . Bei dieser Dame handelt es sich um Hanna Elisabeth Müller, eine Sopranistin, die gestern abend beim Abschlußkonzert des Musikfests Stuttgart auftrat. Diese optisch wie akustisch angenehme Erfahrung machten wir im letzten Satz von Mahler’s 4. Symphonie. Das war schon allein deshalb spannend, weil es natürlich nicht leicht ist, als Einzelstimme gegen das komplettte Orchester nicht vollständig unterzugehen. Hat sie gut hingekriegt. Mahler selbst ist.. nagut, es war meiner Meinung nach technisch perfekt interpretiert und sehr unterhaltsam. Es kommen alle möglichen instrumentalen Randgruppen wie Harfen, diverse Percussions und Triangeln zum Einsatz, das führt zu sehr abwechslungsreichem Klang. Mir persönlich fehlt aber die verbindende Melodie, das Thema, Riff, oder wie man es nennen will. Wenn man wieder hinaustritt, bleibt nichts zum Nachsummen im Kopf zurück. Klingt ein bisschen einfältig, aber so ist es nun mal ;-)
Der erste Teil bestand aus Schuberts “Unvollendeter“, ein (schon aus der Natur der Sache) relativ kurzes Stück. Diese an sich wundervolle Musik wiederholt sich für meinen Geschmack etwas zu oft aber das macht eigentlich nichts. Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (SWR) mit Michael Sanderling als Dirigenten. Meine Mutter hält ihn für einen Poser aber ich fand, er hat seine Sache ganz gut gemacht. Ein Dirigent ist ja im Grunde ein musikalischer Tanzbär, was will er machen.

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