Steinchenregen

Die “Technopolis” in der Nähe von Antwerpen ist ein großes Technikmuseum zum Anfassen. Dort gibt es Wasserspiele, optische und akustische Versuche, die man machen kann und die vor allem Kindern erklären, wie die Sachen funktionieren. Mittendrin habe ich etwas gefunden, daß man sicher mit nicht allzu aufwendigen Mitteln selbst bauen könnte. Vorausgesetzt, man hat Zeit. Der Effekt ist jedenfalls beeindruckend. Man benötigt: Einen PC, einen Beamer, eine Leinwand und eine Kamera. Ham wa schon daheim? Na super. Mir fehlt noch der Beamer und die Leinwand. Der Beamer stellt eine Simulation dar, z.B. fallende Steinchen. Die Kamera nimmt das Bild auf der Leinwand auf und filtert alles heraus, das nicht von der Simulation erzeugt wird, z.B. der Schatten einer Person, die vor der Leinwand steht. Das daraus resultierende Objekt wird in die Simulation als Festkörper mit eingebunden, auf dem die fallenden Steinchen dann liegenbleiben.
Der Effekt ist phänomenal: Man steht vor der Leinwand, breitet die Arme aus und über einem wächst der Steinhaufen immer mehr an. Tritt man beiseite wird das Objekt aus der Simulation entfernt und die aufgestauten Steinchen fallen herunter. Das ganze gab es dann noch als Variation bei der durch die Simulation feste Objekte auf einer Oberfläche dargestellt wurden (z.B. Billardkugeln auf einem Tisch). Mit Gesten konnte man dann die Kugeln anstoßen, sobald der eigene Schatten das projizierte Bild berührte. Nächster logischer Schritt wäre dann die Implementierung eines “Pong” Clones.

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