Franco-Crosti

Skysails ist endlich am Start. In den Zeiten hoher Energiepreise gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Transportkosten zu reduzieren: Alternative Antriebsmethoden, verbesserte Motoren oder ganz einfach eine Verbrauchsreduzierung. Da die Bunkerkosten für Reedereien und Charterer den Hauptteil der Betriebskosten ausmachen erscheint es nur logisch, dort den Hebel anzusetzen. Mir ist es zwar ein Rätsel, wie ein fliegender Segelvorspann überhaupt den Verbrauch meßbar beeinflussen kann trotzdem verfolge ich das Projekt mit großem Interesse.

Aber auch schon in früheren Zeiten gab es ähnliche Überlegungen. Zwar dachte damals noch kein Mensch an Treibhausgase aber die Betriebskosten spielten trotzdem eine Rolle, vor allem durch kriegsbedingte Verknappung. So dachten sich zwei Italiener ein System aus, wie man den Abgasstrahl einer Lok zum Vorheizen des Wassersdampfs nutzen kann. Das hieß dann fortan Franco-Crosti. Die Abgase müssen dabei von den Zylindern zurückgeführt werden, damit der Gasstrom an dem vorlaufenden Wasser vorbeikommt – entsprechend merkwürdig sahen die Konstruktionen aus. Das führte zu bemerkenswerten Einsparungen von fast 20% Kohle – wenn auch zu starken Materialschäden aufgrund von Korrosion.
BR 42.9 im Riß
Eine Version dieser Technik wurde dieser BR 42 zuteil, fortan BR 42.9, die bis in die 60er Jahre von Lahnstein aus auf der rechten Rheinseite unterwegs waren.
Von der Umsetzung ins Modell durch einen namhanften Hersteller waren allerdings nicht alle begeistert.
BR 42.9 in 1:87
Mir gefällt sie aber ;)
Wem das hier alles zu schienenlastig wird muß vermutlich in einem halben Jahr oder so wiederkommen, dann ist die Phase hoffentlich vorüber ;-)

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