Wandertip: Hohenneuffen


In der Outdoor Lauf/Bike/Wander-App “Komoot” habe ich eine Wanderung auf der Alb gefunden, nachdem ich das ganze Suchergebnis auf Länge > 15 km zusammengefiltert hatte. Komoot ist so eine Art Schwarmintelligenz-Geschichte für Touren, die von Mitgliedern bewertet recht gute Hinweise auf interessante Ziele geben. Das ist beispielsweise hilfreich, um an einem unvorbereiteten Urlaubsort trotzdem interessante Ecken zu finden. Man kennt das z.B. auch von Geocaches, die durch Vergabe von Favoritenpunkten eine herausragende Position erhalten können.
Diese Rundwanderung geht vom Ort Neuffen aus über die Burg Hohenneuffen, am Trauf entlang zum Hörnle und in einem Kringel um den vorgeschobenen Jusiberg (über Dettingen) herum wieder zurück nach Neuffen. Der Albrand ist hier ein Richtung Nordwesten geöffnetes “U”. Abgesehen vom steilen Aufstieg am Anfang stellt die Runde keine besonderen physischen Anforderungen.

Die Gastronomie kommt leider direkt am Anfang, das ist m.E. der einzige Nachteil. Theoretisch könnte man die Runde auch umgekehrt laufen, hat dann aber den eher langweiligen Teil durch die Wiesen hinter Neuffen direkt zu Beginn und das Steilstück wenig knieschonend am Schluss.

Kurz nach der Burg kommt man an einem Gleitschirm-Startplatz vorbei. Kaum zu glauben: Hier wurden früher Segelflugzeuge per Gummi-Seil gestartet. Das waren noch Zeiten von richtigen Kerlen. :-)
Ich bin früh unterwegs, mir begegnen ausschließlich Menschen in Funktionskleidung. Jogger, E-Mountainbiker (erkennbar am Hummel-Geräusch) und sogar eine Nordic-Walkerin.. die kann sich inzwischen zu einer Randgruppe zählen.

Der Wald ist viel zu trocken.. wahrscheinlich besteht jetzt schon Waldbrandgefahr. In den Blättern hört man jede Maus.. immer wieder erstaunlich wieviel Boden-Bewohner es gibt und wieviel Krach sie machen. Am Jusiberg sehe ich bei einem Rascheln aus dem Augenwinkel etwas langes graues… mit gelb geflecktem Kopf! Die Ringelnatter ist schnell und verzieht sich in ein Erdloch unter einem großen Ast, so dass mir leider kein Bild gelingt. Es freut mich aber sehr, eine hier in der freien Natur zu sehen. Ein absolute Seltenheit, ich bin ganz beschwingt.

sinnbefreite Skulptur
Auch an diesem Weg darf eine Skulptur nicht fehlen.


Am Ende macht der Weg wie in einer 8 noch eine Schleife über den Jusiberg. Das ist eine unerwartet schöne Aussichtssituation, die mit einer großen Wiese und Grillplatz natürlich auch gut angenommen wird. Man hat eine Art 270° Blick, direkt im Süden die Achalm, vorne etwas weiter weg sind die Hochhäuser der Tübinger Uni und Waldhäuser Ost erkennbar, das Neckartal und rechts im Norden schaut die Teck hinter dem Neuffen vor. Ein sehr schöner Weg, kann ich nur weiterempfehlen und mit knapp 19 Kilometern auch nicht allzu lang.

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