Modellbahnmodule

Resteverwertung:
Im Keller der Eltern 2 schmale Holzplatten mit Schienen geborgen: Ehemalige Teile meiner Modellbahn, Baujahr vermutlich irgendwann Mitte 80er Jahre (Anlage “3”, hier geht’s zu Bildern von Anlage 2). Das wäre doch was für meinen Sohn, zumindest, äh, nachdem ich das mal selbst ausprobiert habe, ja, nicht wahr? :-) Beide Teile konnte man wie Module aneinander stecken, wobei die Holzverbinder leider verlorengegangen sind.
Das kleinere Teil hab ich mir als erstes vorgenommen: Erstmal die Spinnweben entfernt, die den vereinzelten Bäumen eine Art “Silent Hill” Atmosphäre verliehen haben. Staub weg, dann Strom angeschlossen: Wie erwartet funktioniert erstmal gar nichts. Ok, die Leiste mit einem Pfostenstecker, der die Verbindung zum anderen Modul herstellt wird neu verlötet. Puh, der Geruch 20 Jahre alten Lötfetts steigt in die Nase. Das ruft Erinnerungen wach, ist aber auch ein bißchen eklig. Nach kurzer Zeit sieht es besser aus: Alle Birnchen leuchten! Die beiden Weichen schalten auch, wenn auch ziemlich zäh. Ahaa! Den Fahrtest besorgt eine klapprige V200. Der Vorteil dieser Lok ist, daß sie so ziemlich den längsten [Schleifer] hat. Sie kommt über alle kontaktschwachen Stellen hinweg und nach ein paarmal hin und her läuft es wieder ganz gut.
Das wäre also schon mal geschafft.

Als nächstes der Bahnhof: auf 200×40 cm sind so viele Gleise drauf wie möglich – damals lag der Schwerpunkt offensichtlich nicht auf realistischer Landschaftsgestaltung. Einem Tip aus dem Internet folgend die Wunderpolitur “NeverDull” vom Autobedarf besorgt und siehe da: auf den ollen Metallschienen wirkt das Zeug wirklich Wunder. Es besteht aber leider im wesentlichen aus Watte, so daß die Punktkontakte damit ohne Gefriesel nicht wirklich sauber werden. An den schwierigen Stellen kommt es daher zum Äußersten, dem Einsatz von (extrem feinkörnigen) Schleifpapier.

Im “Untergrund” fehlen ein paar Kabel und eine Weiche ist in der Zwischenzeit über den Jordan gesprungen – aber im wesentlichen scheint alles noch zu funktionieren. Sogar die Lämpchen, was mich wirklich wundert. Ich schicke wieder die bewährte Abschleiflok auf und ab – klappt schon ganz gut.

Wie geht es weiter?
Primär sollen die alten Module als Spielbahnhof bzw. als Endstation für eine Teppich- bzw. Parkettbahn dienen. Ein Abbau bzw. Neuaufbau macht eigentlich schon aus Zeitgründen keinen Sinn. Ich halte den Gleisplan erst einmal für ausreichend. Wenn die Module direkt auf den Boden gestellt werden, was dank des Holzunterbaus leicht möglich ist, befindet sich die Schienenoberkante in etwa 8cm Höhe. Durch die “krumme” Ausfahrt aus dem Bahnhof (historisch bedingt ;-) ) kommt man leider nicht so einfach auf den Boden, hier fehlt einfach ein Zwischenstück. Aus diesem Grund muß noch ein neu zu bauendes Element angesetzt werden, etwa so:
(Das obere Stück ist das bereits vorhandene Bahnhofsmodul).

Der doppelgleisige Anschluß nach rechts sollte auf K-Gleis und in einer passenden Norm (Fremo o.ä.) enden, wer weiß was die Zukunft bringt.. Der Anschluß nach unten ist die Zufahrt zur Parkettbahn, hier wird dann eine passende Rampe angesetzt.
Ein alternatives Layout könnte so aussehen. Es ist zwar etwas kleiner, aber mir gefällt die Verwendung der Dreiwegweiche nicht so recht. Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten.

Nach längerer Überlegung (> 1 Minute) steht fest: Vergiß erstmal den Anschluß rechts, wichtig ist die Rampe, damit endlich mal gefahren werden kann. Mit den entsprechenden Ausgleichsstücken sieht es sowieso mau aus. Mit einer Steigung von 2,5% sollten eigentlich auch übel spielzeugbeladene Züge klarkommen, wir werden sehen ob das hinhaut.

Hier geht es zu Teil 2.

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