{"id":785,"date":"2010-06-19T15:33:06","date_gmt":"2010-06-19T14:33:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.puls200.de\/?p=785"},"modified":"2010-06-19T15:33:06","modified_gmt":"2010-06-19T14:33:06","slug":"lost-place","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.puls200.de\/?p=785","title":{"rendered":"Lost Place"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.puls200.de\/data\/post\/Jun10\/lp1.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wenn man dem Geocaching anheim f\u00e4llt stellt man schnell fest, da\u00df es v\u00f6llig unterschiedlich Klassen von Caches gibt. Es gibt Micros an Leitplanken, Wanderrunden mit vielen Stages, die oft aus dem Zusammenrechnen von irgendwelchen Zahlen auf Schildern entlang des Weges bestehen, es gibt knallharte R\u00e4tsel, die bei der L\u00f6sung zu einem v\u00f6llig unspektakul\u00e4ren Dosenversteck f\u00fchren. Es gibt Brunnenserien, \"T-5er\", die grunds\u00e4tzlich nur mit Kletterausr\u00fcstung und Schu\u00dfger\u00e4t f\u00fcr die Pilotleine zu machen sind und Nachtcaches, bei denen das GPS eine viel kleinere Rolle als die (hoffentlich ausreichend dimensionierte) Taschenlampe spielt. Und dann sind da noch die \"<em>lost places<\/em>\" (LP's). Meist sind das verlassene H\u00e4user oder stillgelegte Fabrikanlagen. Diese Caches sind oft mit einem Einstiegsr\u00e4tsel verbunden, so da\u00df nicht unmittelbar klar ist, wo der Ort eigentlich gelegen ist. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.puls200.de\/data\/post\/Jun10\/lp2.jpg\" \/><\/p>\n<p>Erst vergangenes Wochenende gab es wieder eine Tour, die uns geschlagene 7 Stunden quer durch ein stillgelegtes Fabrikgeb\u00e4ude f\u00fchrte. Treppauf, treppab, in den Heizungskeller, durch den Notausstieg, auf das Dach, in den Lastenaufzug, die Rezeption, ein Zwischengescho\u00df und so weiter. In diesem Fall war es so, da\u00df das Gel\u00e4nde zwar mitten in einer Stadt (Luftlinie Bahnhof < 500m) war. Wenn man nicht gerade auf dem Geb\u00e4udedach war, geriet es aber schnell in Vergessenheit. Die einzige Verbindung zur Zivilisation waren die entfernten Ger\u00e4usche des Verkehrs.\n\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.puls200.de\/data\/post\/Jun10\/lp3.jpg\" \/><\/p>\n<p>Wegen der bescheidenen Empfangsf\u00e4higkeiten von GPS Ger\u00e4ten innerhalb von Geb\u00e4uden sind die  Hinweise oft als R\u00e4tsel versteckt. Manchmal m\u00fcssen dann noch Ger\u00e4te bewegt werden, etwa eine Welle erst in die richtige Position gebracht werden, um einen Hinweis zu finden, der evtl. an der R\u00fcckseite versteckt war.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.puls200.de\/data\/post\/Jun10\/lp4.jpg\" \/><\/p>\n<p>Durch die \u00fcbergro\u00dfe Zerst\u00f6rungskraft jugendlicher Vandalen sind die meisten LP's im Zustand kompletter Verw\u00fcstung. Ich glaube nicht, da\u00df ich letzten Sonntag eine einzige heile Fensterscheibe gesehen habe. Dadurch l\u00e4uft man leider auch immer in Unmengen von Glasscherben. Mit ein Grund, warum man keine Kinder mitnehmen kann. Andrerseits machen die Scherben ziemlichen L\u00e4rm. Man h\u00f6rt also meistens sofort, wenn man nicht mehr allein ist. Kann unheimlich sein, mu\u00df es aber nicht. Wenn man eine Weile drin unterwegs ist, blendet sich die \"Zivilisation\" drumherum nach und nach aus. Dadurch wird die Endzeitstimmung noch verst\u00e4rkt. Es ist immer ein bisschen an der Grenze, man spitzt die Ohren, bewegt sich vorsichtig vorw\u00e4rts w\u00e4hrend man gleichzeitig den Hinweisen auf der Spur ist.. ein sehr intensives Erlebnis..<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.puls200.de\/data\/post\/Jun10\/lp5.jpg\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man dem Geocaching anheim f\u00e4llt stellt man schnell fest, da\u00df es v\u00f6llig unterschiedlich Klassen von Caches gibt. 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