{"id":342,"date":"2007-05-27T17:47:02","date_gmt":"2007-05-27T15:47:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.puls200.de\/?p=342"},"modified":"2007-05-27T17:47:02","modified_gmt":"2007-05-27T15:47:02","slug":"was-ist-eigentlich-sucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.puls200.de\/?p=342","title":{"rendered":"Was ist eigentlich Sucht?"},"content":{"rendered":"<p>Das ist jetzt nicht eine Frage aus dem Psychologie-Seminar, sondern eine die ich mir w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre von <a href=\"http:\/\/www.joerg-boeckem.de\/\">J\u00f6rg B\u00f6ckem<\/a>'s \"<em>La\u00df mich die Nacht \u00fcberleben<\/em>\" oft stellte. <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.puls200.de\/data\/post\/Mai07\/boeckem.jpg\" style=\"float:left; margin-right: 5px; border: 1px solid black;\" \/> Eine Lebensgeschichte voller Drogenkonsum, die einer Reise entlang eines Abgrunds gleicht. Immer wieder kann er sich im letzten Moment retten bzw. wird gerettet. Darin nat\u00fcrlich alles ganz krass, in einer Weise in der die meisten von uns ihr Leben nat\u00fcrlich nicht zubringen. Er beschreibt sehr gut, wie die Droge erst durch die Gewohnheit zur Sucht wird, wie sie in den Alltag eingebaut wird, wie man mit ihr seine pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnisse befriedigt oder nur einfach Probleme beseitigt. Zeitweise. Als ebenfalls typisch empfinde ich die Sichtweise: Ich tat, ich machte, ich war gut drauf, ich litt, der Egoismus platzt aus allen N\u00e4hten.<br \/>\nDie Schreibe ist leicht lesbar, vielleicht zeitweise etwas monoton. Dadurch da\u00df alles (mehr oder weniger) <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,484602,00.html\">reale<\/a> Geschichten sind aber sehr eindr\u00fccklich.<br \/>\n<img src='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' alt='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' style='padding:0px;background:none; border:none;'\/><img src='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' alt='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' style='padding:0px;background:none; border:none;'\/><img src='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' alt='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' style='padding:0px;background:none; border:none;'\/><img src='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' alt='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_f_blue.gif' style='padding:0px;background:none; border:none;'\/><img src='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_n_blue.gif' alt='https:\/\/www.puls200.de\/wp-content\/plugins\/Sterne\/img\/icon-rating-star_n_blue.gif' style='padding:0px;background:none; border:none;'\/><br \/>\nZur\u00fcck zum Ausgang: Ist eigentlich alles, was wir regelm\u00e4\u00dfig tun, was uns zur Gewohnheit geworden ist, Sucht? Wenn wir ohne nicht mehr auskommen? Kann nicht sein, das betr\u00e4fe nun auch das morgendliche Z\u00e4hneputzen. Wenn man allerdings t\u00e4glich tonnenweise S\u00fc\u00dfes verzehrt oder jede freie Minute mit Computerspielen verbringt sehen das sicherlich viele anders. Ein Bier am Tag ist in Ordnung, viele davon sind es meist nicht. Physische Entzugserscheinungen bei Kaffeemangel klingen auch nicht vielversprechend. Irgendwo verl\u00e4uft hier eine feine Linie. Ich beobachte mich selbst, wo \u00fcbertritt man diese Linie? Was ist eigentlich <em>zuviel<\/em>? Wenn man anderes vernachl\u00e4ssigt? Nein. Wenn es im Kopf viel Raum einnimmt? M\u00f6glich. Das s\u00fcchtige Wollen oder Verlangen scheint unterbewu\u00dft gesteuert zu sein, wahrscheinlich ist es deshalb so schwer, verstandesm\u00e4\u00dfig dagegen anzugehen. Wie war das, <em>man mu\u00df an sich arbeiten<\/em>? Schon. Sich selbst im Blick behalten, ohne sich zu sehr ernst zu nehmen. Man merkt, ich habe das noch nicht richtig zu Ende gedacht :-)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist jetzt nicht eine Frage aus dem Psychologie-Seminar, sondern eine die ich mir w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre von J\u00f6rg B\u00f6ckem&#8217;s &#8220;La\u00df mich die Nacht \u00fcberleben&#8221; oft stellte. Eine Lebensgeschichte voller Drogenkonsum, die einer Reise entlang eines Abgrunds gleicht. 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