{"id":1748,"date":"2014-10-06T19:31:52","date_gmt":"2014-10-06T18:31:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.puls200.de\/?p=1748"},"modified":"2014-10-06T19:31:52","modified_gmt":"2014-10-06T18:31:52","slug":"privatsphare-folge-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.puls200.de\/?p=1748","title":{"rendered":"Privatsph\u00e4re, Folge III"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/erin-heatherton-winona-ryder-opfer-von-promi-hacking-a-995475.html\" target=\"_blank\">Und wieder<\/a> tauchen <a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/news\/people\/the-fappening-nude-photo-leaks-hulk-hogans-son-nick-hogan-becomes-first-male-victim-9775428.html\" target=\"_blank\">peinliche<\/a> Bilder im Netz auf. Die Ursache: Zugriff Unbefugter auf Bilder \"in der Cloud\". Dahinter steckt die seit einiger Zeit weitr\u00e4umig angebotene Idee, Bilder auf allen Ger\u00e4ten mit demselben Account zug\u00e4nglich zu machen. Das funktioniert nur wenn sie zentral synchronisiert werden, \u00fcber das (\u00fcberraschend gratis) angebotene Anwenderkonto. Ich habe nichts dagegen wenn einer Nacktfotos macht, aber wer dann so dusslig ist und diese hochl\u00e4dt, tja, dann kann man auch nicht mehr helfen. Der entscheidende Punkt dabei ist das Vertrauen. Ich meine, Vertrauen muss man schon haben, wenn man Wildfremden sehr private Dinge anvertraut, oder? Cloud-Speicher kann nur \u00fcber Vertrauen funktionieren und diese Aktionen beweisen mehr als plastisch, wie wenig dies verdient ist. Dabei reden wir noch nicht einmal von der direkten Auswertung der Bilder durch den Anbieter. Was hindert z.B. jemand wie Dropbox, Apple, Strato oder Google daran, die in der Cloud hinterlegten Bilder durch eine Gesichtserkennungssoftware auszuwerten? Zusammen mit dem Aufnahmedatum (und dem in den Exif-Daten auch h\u00e4ufig hinterlegten Aufnahmeort) erh\u00e4lt man ein fantastisches Profil. Umsonst. Wer, wann, mit wem nackt war. Oder angezogen im Cafe sa\u00df. Wer mit wem Beziehungen unterh\u00e4lt, gesch\u00e4ftlicher oder privater Art. Bisher werden diese Erkenntnisse nur an die Geheimdienste und wahrscheinlich in gefilterter Form an die Werbeanbieter weitergeleitet. Soweit wir es wissen, zumindest. Das Erstaunen ist dann gro\u00df, wenn die Fotos dann irgendwann auch auf den \u00f6ffentlichen Share-Hostern liegen. Privatsph\u00e4re ist ein Recht das viele einfach grundlos aufgeben. \"Wer nichts zu verbergen hat, dem sollte das doch egal sein\", das h\u00f6re ich sogar in meinem direkten Arbeitsumfeld. Immer wieder. Keiner scheint daran zu denken, da\u00df es Situationen und Informationen geben k\u00f6nnte, die man dann doch ganz gern verbergen w\u00fcrde. Und anscheinend lieber die Privatsph\u00e4re aufgeben als die Bequemlichkeit. Unsere Zuarbeit zu der ganzen Situation macht mich vollkommen kirre, dieses permanente F\u00fcttern der Bilderhoster, Whatsapps, Facebooks und Twitters. Ich warte auf den Tag, bei dem man nur noch mit Facebook-Account zu einer Gemeinderatswahl darf. Oder nur noch bei Amazon ein Buch bekommt. Oder die Rollos immer unten lassen muss.<\/p>\n<p>Schlie\u00dfen m\u00f6chte ich mit der Vorschau auf einen vielleicht nicht allzu unrealistischen Film..<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/jIXwQVFt8Ho\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder tauchen peinliche Bilder im Netz auf. Die Ursache: Zugriff Unbefugter auf Bilder &#8220;in der Cloud&#8221;. Dahinter steckt die seit einiger Zeit weitr\u00e4umig angebotene Idee, Bilder auf allen Ger\u00e4ten mit demselben Account zug\u00e4nglich zu machen. 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