Digital Umbauten

Umbau analoger Märklin-Loks

Diese Loks habe ich mit Dekoderumbau und teilw. Motorumbau digitalisiert. Die Fahreigenschaften sind nach Schulnoten bewertet. Da die Streuung aber groß ist kann man beim Umbau identischer Modelle unterschiedliche Ergebnisse erhalten.

Lok Motor Dekoder Fahr- Kultur Bemerkungen
86 173, 3096 LFCM ESU Umbauset 52630 (Lokpilot 3.0) 2-3 Der Lopi 3 hat zwei zusätzliche Funktionsausgänge. Damit lassen sich die Telex-Kupplungen getrennt schalten. Sehr praktisch.
086 512-2, aus 28508 LFCM ESU Umbauset 52630 (Lokpilot 3.0) 3 Bei diesem Teil paßte der dem Set beiliegende Magnet nicht, der Motor blockierte trotz Abschliff am Magneten. Ich habe stattdessen die alte Feldspule als Kubsch-Motor umgebaut. (Bilder s.u.).
141 005-9 (3034) SFCM Tams LD-W-11 3-4 Der Dekoder ist nicht lastgeregelt. Die Lok fuhr aber von jeher gut, schon allein wegen ihres hohen Gewichts, daher kann sie durchaus gelegentlich verwendet werden.
DHG 500 (3078) SFCM Tams LD-W-11 4-5 Fuhr vorher übel und das wurde mit diesem Decoder nicht besser. Vorerst Z-gestellt unter “Lehrgeld”.
515 (3028) Akku- triebwagen SFCM ESU Umbauset 52631, LOPI 3 2 Auch bei diesem Kandidaten klappte der Einsatz des Permanentmagneten nicht richtig. Stattdessen ebenfalls einen Neodym-Magneten in “Kubsch”-Manier eingebaut. Im Gegensatz zu o.g. 86er allerdings nur einen, zwei waren vermutlich zuviel. Einer hingegen scheint optimal zu sein: Der Triebwagen fährt sehr sehr weich. Das Getriebe war allerdings auch tadellos hakelfrei.
Jouef BB 66150 Uralter Gleichstrommotor Kühn 125 4 Diese Gleichstromlok kam ziemlich günstig von Ebay. Mir gefiel die Form, die ja in D erst in Epoche V auftaucht. Aber was habe ich mir da eingehandelt! Billigstes Plastikgehäuse, Plastikgetriebe, leicht korrodierter Motor,.. aber sie fuhr! Ich habe eine alten Schleifer daruntergeklebt, die Glühbirnen mit LED’s getauscht und den Decoder rein. Also, zugegebenermaßen ist mit der Antriebseinheit nicht viel zu holen. Glockenanker ist eigentlich auch witzlos in der Preisklasse.. das würde den durch den Decoder verdoppelten Wert der Lok dann verdreifachen. Na, sie kann jedenfalls auf und abrollen, ein paar Wagen gehen auch, die Rampe.. nagut, wollen’s mal nicht übertreiben :)
V36 Lemo-Solar Kühn 125 2 Das ist der simpelste Umbau den man sich denken kann. In das Gehäuse der V36 paßt der Lemo-Solar Glockenankermotor direkt. Passender Sitz und unter dem breiten Gehäuse ist auch genug Platz. Die Fahreigenschaften sind ein Traum, kein Vergleich zur SCFM Kaffeemühle.
BR 78 (Mä. 3106) Lemo-Solar Kühn 125 2+ Bei der 78 ist die Anpassung des Motors etwas schwieriger, hier muß etwas gefeilt werden. Außerdem paßt hinterher das Gehäuse nicht mehr drauf. Damit das klappt muß im Führerstand einseitig die schwarze Kunststoffblende entfernt werden. Aber auch hier: Die Lok fährt hinterher genial.

Allgemeine Erkenntnisse: Wenn die Lok vorher schon nicht so toll lief, wird sie hinterher in der Regel nicht viel besser. Leichtgängiges und wenig ausgeleiertes Getriebe ist immer vorteilhaft. Wenn der Anker ausgebaut ist muß sich die Lok vollkommen reibungslos und hakelfrei schieben lassen.

Kubsch Motor

Allstrommotoren kann man i.d.R. nicht lastregeln, bzw. die Dekoder sind sauteuer. Daher müssen die Motoren auf Gleichstrom umgebaut werden. Das geschieht durch den Austausch der Feldspule mit einem Permanentmagneten. Wenn man sich die Ausgabe für das Set (30€) sparen will, gibt es eine preiswerte Alternative: Umbau der Feldspule und Verwendung eines preiswerten, lastgeregelten Gleichstromdekoders. Dazu muß die Feldspule abgewickelt werden. Etwa in die Mitte des Polbügels packt man 1 (oder 2) kleine Neodym-Magnete in eine passend ausgefräste Aussparung. Ich habe hier zwei verwendet, die sind wohl etwas zu stark. Fertig!

Um die Befestigung muß man sich nicht allzuviel Sorgen machen. Die Magnete kleben wie Hulle an dem Bügel, es reichen ein paar Tropfen Sekundenkleber. Bei der hier gezeigten Variante kommt übrigens kein so tolles Fahrverhalten heraus. Vermutlich ist der Magnet insgesamt zu stark. bessere Wirkung erzielt man dadurch, nur einen Neodym zu verwenden und den Steg so weit wie möglich (aber nicht ganz durch) zu feilen.

Hier sieht man das ganze in eingebautem Zustand. Die Magnete dürfen nicht zu groß sein, damit das Gehäuse noch draufpaßt.

Glockenankermotor

Umbau mit einem Glockenankermotor von Lemo-Solar nach “Miba 71”. Wenn man nach den Begriffen googelt findet man einige Threads in denen das Vorgehen sehr anschaulich beschrieben ist.
Hier die Essenz: Ist man kein gelernter Metallbauer, funktioniert der Umbau nur bei Loks, in denen der Motor problemlos eingepaßt werden kann. K.O. Kriterium ist außerdem, daß der Motor geringfügig mehr Platz braucht als die alten Märklinmotoren. Unter beengten Verhältnissen (z.B. Schlepptenderloks) funktioniert es daher oftmals nicht. Hier eine unvollständige Liste von Loks, mit denen es definitiv geht:
V60, V36, BR 86, BR 78, BR 89 (Gehäuse feilen), DHG500. V100 und V160 gehen leider nur mit spezialangefertigten Halterungen. Der Dekoder muß eine hochfrequente Ansteuerung erzeugen können, die Loks fahren hinterher auch nicht mehr auf Analoganlagen. Ich habe gute Erfahrungen mit dem Kühn 125 gemacht. Der Umbau ist absolut empfehlenswert wenn er möglich ist. Mit einem Einsatz von 16€ erhält man ein sehr leises Fahrzeug mit guten Fahreigenschaften vor allem im unteren Geschwindigkeitsbereich.

Beleuchtung

..in Arbeit

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